Stimmt es, dass man nach dem Genuss von Steinobst kein Wasser trinken soll?

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2 Antworten

Als Kinder wurden wir jeden Sommer von der Mutter ermahnt, bloß kein zu Wasser trinken, wenn wir Aprikosen, Mirabellen oder anderes Steinobst gegessen hatten. Sonst würden wir schreckliche Bauchschmerzen, bis hin zur Magenkolik bekommen. Besonders gefährlich war die Lage, wenn wir Kirschen gegessen hatten. Unsere Mutter sah uns dann schon auf halbem Weg ins Krankenhaus und Wasser oder andere Getränke waren für die nächsten Stunden tabu.

Doch wie wir heute wissen, haben wir haben ganz umsonst Durst gelitten! Denn die alte Weisheit taugt nichts. An der Kombination Steinobst und Wasser liegt es jedenfalls nicht, wenn man danach Bauchschmerzen bekommt. Wenn man sehr große Mengen Obst gegessen hat, muss der Verdauungstrakt eben viel arbeiten und produziert dabei die ganz normalen Verdauungsgase, so wie bei Kraut, Zwiebeln und anderer Rohkost auch. Blähungen können zwar unangenehm sein, lebensbedrohlich sind sie aber nicht.

Der Grund, warum man früher vor Wasser nach Steinobst gewarnt hat, ist ein anderer. Früher, zu Omas oder Ur-Omas Zeiten, war das Trinkwasser oft noch stark mit Keimen und Bakterien belastet. Da auch auf Obstschalen Hefekeime sitzen, die sich auch nicht abwaschen lassen, gelangen diese in den Magen. Damit wird die Magensäure normalerweise aber problemlos fertig.

Doch bei dem Verzehr von sehr großen Mengen Steinobst gelangen dann auch entsprechen viele Hefekeime in den Magen. Wird die Magensäure dann zusätzliche noch mit größeren Mengen von keimbelastetem Wasser verdünnt, kann dies tatsächlich zu Magenproblemen führen. Aber heute schadet ein Glas sauberes Wasser nach dem Verzehr von normal großen Obstportionen überhaupt nicht.

Ich hoffe ich konnte dir helfen

lucylucy

Zu dieser Frage haben die Wissenschaftler Entwarnung gegeben. Die Mahnung, kein Wasser auf Steinobst zu trinken rührt aus Zeiten, in denen das Trinkwasser noch eine schlechtere Qualität hatte. Eine andere Erklärung: Getrunkenes Wasser verdünnt die Magensäure, die mit dem Essen aufgenommene Keime abtötet. Es kann deshalb im Bauch leichter zu einer Gärung durch Hefepilze und damit zu Blähungen kommen.

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