Stimmt es, dass man mit einer Nasennebenhöhlenentzündung nicht fliegen sollte?

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7 Antworten

Ja! Ein Versuch, es einfach zu erklären: Der Luftdruck ändert sich bei Änderung der Höhe (Start & Landung). Wenn man z.B. eine dünnwandige Plastikflasche (beispielsweise eine PET-Wasserflasche) in der Reiseflughöhe verschließt, ist diese nach der Landung total zerknautscht, die Luft im Inneren hat sich quasi "zusammengezogen". Und dementsprechend dehnt sich die Luft beim Steigflug dann aus. Wenn nun sozusagen die "Kanäle" zwischen Nase, Nebenhöhlen, Stirnhöhlen und Ohren verstopft sind, kann der Druck nicht entweichen bzw sich ausgleichen. Das kann bereits bei einem "einfachen" Schnupfen sehr schmerzhaft sein und im schlimmsten Falle das Trommelfell beschädigen. Im konkreten Fall rate ich dringend, vor dem Flug zum Hals-/Nasen-/Ohrenarzt zu gehen und das checken zu lassen!

Sofern die Antwort nach 2 Std. noch interssant für dich ist:

Ich selbst habe den Flugschein für Flugzeuge und Hubschrauber. Bei akutem Schnupfen bzw. akuter Nasennebenhöhlenentzündung möglichst NICHT fliegen. Bei geschwollenen Schleimhäuten bzw. Sekretstau in Nebenhöhlen kann der Druck bei Höhenwechseln und damit unterschiedlicher Luftdruck nicht richtig ausgeglichen werden. Insbesondere bei Sinkflügen kann dies zu äusserst schmerzhaften Zuständen führen - vergleichbar mit glühenden Nadelstichen in der betroffenen Region.

Desweitern werden damit auch die Ohren bzw. der Druckausgleich in den Ohren erheblich beeinflusst. Auch dies ist sehr schmerzhaft. Ausserdem hörst du alles nur noch sehr gepresst.

Ein HNO-Arzt kann dir die Ursachen dafür medizinisch besser erklären als ich.

DH!

Das ganze nennt sich dann "Barotrauma der Nasennebenhöhlen". Eine Wurzelbehandlung ohne Betäubung ist oft angenehmer!

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Ja, das stimmt. Manche tun es aber trotzdem und nehmen Xylometazolin-Nasenspray, um die Verbindungen im Nasennebenhöhlenbereich offen zu halten.

Da dies aber nicht immer funktioniert ist natürlich davon abzuraten den Flug mit Medikamenten zu "ermöglichen". Tauchen ist ebenso streng verboten.

Es kann zu sehr schmerzhaften Druckausgleichproblemen beim Fliegen kommen, ggf. sogar zum Riß des Trommelfells.

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