Stimmt es, dass man im Karateverein nur in die Luft schägt?

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6 Antworten

Es gibt sicher Karatevereine, bei denen das so ist. Leider wird in vielen Vereinen zu viel "Kihon" trainiert, d. h. man steht in der Reihe und übt einzelne Techniken, dabei gehen die Schläge und Tritte dann in die Luft. Das nennt man Bahnenlaufen und wird viel in Vereinen trainiert, bei denen der sportliche Erfolg auf Kata-Turnieren im Vordergrund steht. Das ist zwar gut als Anfängertraining, aber bringt nix für die Selbstverteidigung. In guten Karatevereinen wird aber auch vor allem mit Fortgeschrittenen anders trainiert, also viel am Partner, am Sandsack oder an Pratzen und im Freikampf (Kumite). Dazu braucht man auf jeden Fall sehr viel Reaktionsschnelligkeit. Und natürlich wird auch Kumite auf Turnieren gemacht.

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Ich habe 7 Jahre Karate gemacht und bei uns im Verein war es immer so: Man hat bestimmte Einzeltechniken (Kihon) und Abfolgen von Techniken (Kata). Außerdem haben wir fast bei jedem Training eine Anwendungseinheit gemacht d.h. der Trainer hat uns Abfolgen von Einzeltechniken am Partner ausprobieren lassen(natürlich ohne Kontakt im Gesicht! und nur andeutungsweise am Bauch etc.).
Aus diesen Dingen bestand für den Großteil das Training.
In unserem Verein hatten wir so eine Art ,,Leistungsgruppe". Wir haben immer so im Oktober begonnen abseits der anderen für die Turniere zu trainieren, die dann im Februar und den kommenden Monaten waren (Niederbayrische,Bayrische,
Deutsche). In der Leistungsgruppe wurde die Genauigkeit der Techniken und vor allem die explosive Ausführung der Techniken geübt. Natürlich mit Schützer (haben mich ca. 120€ gekostet). Dieser Teil des Karate nennt sich Kumite. Auf den Turnieren konnte man auch in der Kategorie ,,Kata" antreten. Das sind die oben genannten Abfolgen von Techniken.
Also alles in allem kann man sagen: ja, sehr viel Zeit wird in die Luft geschlagen, aber du wirst auch (v.a. Hebeltechniken) am Partner ausprobieren. Es gibt aber auch Vereine, die nur für die Turniere trainieren, also fast ausschließlich Kumite trainieren. Beim Kumite ist leichter Kontakt am Kinn und etwas mehr Kontakt am Bauch erlaubt.

So das wars ungefähr.
Ich habe vor 3 Monaten aufgehört mit Karate. Ich bin ein Teamplayer und das find ich ist im Karate nicht so gegeben. Gebracht fürs Leben hat es mir auf jeden Fall was  und für meine Verteidigung meines Lebens ist es auch zu 100%wertvoll.

Ich hoffe ich konnte weiterhelfen
LG Hemat99

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Hey :)

Also, bei uns wird unteranderem Karate trainiert daher weiß ich das. Ich mach übrigens Kickboxen. Bei Anfängern wird beim Training am meisten "Schattenkämpfen" erprobt. Je nach Trainer wird am Ende der Stunde oder erst nach ein paar einheiten richtig gekämpft.
Egal bei welchem Kampfsport: Beides wird erprobt ! Wenn nicht dann scheiterts eher an der Kompetenz des Lehrers.

Lg

P.s. Gute Wahl, kampfsport ist immer gut ;)

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Kommentar von Sowila
21.11.2015, 11:26

Zu SamVario,

"Schattenkämpfen" trainiert, wenn man es denn richtig macht, viel mehr die Schnelligkeit als im Kampf, besonders bei Anfängern.

Zudem wird soweit ich weiß, bei Anfängern eh nur im "Semikontakt" gekämpft, fazit du darfst sie nicht berühren.

Lg

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Also zu dem Vorurteil kann ich nichts sagen... Aber eines weiß ich: wenn man in die Luft schlägt braucht man mehr Energie als wenn man irgendwo gegen schlägt. Also ist das nicht immer sinnlos. Boxer schlagen beim Training ja auch in die Luft.

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Stimmt nicht. Selbst beim defensivem shotokan karate gibt es kumite. Natürlich ist das nicht so wie bei stilen die für wettkämpfe ausgelegt sind aber es gibt immerhin körperkontakt

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Meine achttausend Faustschläge einmal in der Woche reichen mir -und ich hoffe auch anderen.

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