Stimmt es, dass man früher schadensersatzpflichtig war, wenn man ein Verlöbnis gelöst hat?

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6 Antworten

Irgendwie scheint heute der Tag der Hochzeits- und Verlöbnisfragen zu sein / ja das stimmt / da gibts sogar einen Paragraphen im BGB / Auswendig weiß ich den aber nicht /

"Der Bräutigam schaut ganz verwundert, die Braut, die klagt aus dreizehnhundert."

§1300 BGB war der sogenannte Kranzgeldparagraph, wonach einer unbescholtenen Frau im Falle der grundlosen Auflösung des Verlöbnisses ein Schmerzensgeld zustand. Unbescholten bedeutete nicht, daß die Frau Jungfrau sein mußte oder noch nie einen anderen intimen Freund gehabt haben durfte. Es ging mehr um den Leumund. Überspitzt ausgedruckt: Nie mehr als einen zur gleichen Zeit und ein gewisser Abstand dazwischen.

In den 90er Jahren wurde die Vorschrift ersatzlos gestrichen. Eine vergleichbare Vorschrift zugunsten des Mannes gab es nie.

Nachtrag angesichts der anderen Antworten:

Es ging dabei nicht um Schadenersatz nach §1298 BGB; den gibt's heute noch.

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das ist auch heute noch so:

Sollte einer der Partner die Verlobung lösen, kann das rechtliche Folgen nach sich ziehen. Man kann durchaus Schadensersatz für das bereits gekaufte Hochzeitskleid oder den Hochzeitsanzug verlangen. Verlobungsgeschenke müssen zurück gegeben werden, u.a. auch die Liebesbriefe. Wer die Verlobung löst, darf nicht überrascht sein, wenn der enttäuschte Ex- Partner seine Liebesbotschaften wiederhaben möchte!

gefunden bei google

wow, das wusste ich nicht!

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das ist falsch! Dieses Gesetz gibt es seit einiger Zeit nicht mehr und wurde auch viele viele Jahre davor nie vollstreckt

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@Mismid

@mismid: dann schau dir bitte §1298 BGB an und lies es selber nach. das gibt es sehr wohl noch! du verwechselst da etwas mit dem §1300 BGB , der wurde ersatzlos gestrichen. aber der schadenersatzanspruch ist geblieben!

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Ich glaube, daß man auch heute noch haftbar gemacht werden kann. Besonders wenn es auch um Geldwerte dabei geht.

Ja, das war damals so. Die gegenseitigen Geschenke wurden zurückgegeben, und die Verlobte konnte ein sogenanntes Kranzgeld fordern, wenn der Verlobte ihr die Unschuld genommen hatte.

. . . das nannte sich sogenanntes "Kranzgeld".

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