Stimmt es, dass es für Mord bald nur noch 5 Jahre Gefängnis gibt?

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12 Antworten

Man will den Mordparagrafen, den § 211 StGB reformieren. Das Problem des § 211 StGB ist, dass es sich an einem Tätertyp orientiert, die Beweggründe für die Tat sind schematisiert. 

Es soll vor allem den Gerichten einfacher gemacht werden, Strafmilderungsgründe zu erkennen und deshalb eine geringere Strafe zu verhängen. Bisher ist die lebenslange Freiheitsstrafe zwingend, egal aus welchen Beweggründen und mit welcher Intention der Täter, die Täterin gehandelt hat.

Beispiel: Eine über Jahre hinweg von ihrem Mann gequälte Ehefrau erschlägt ihn hinterrücks mit dem Kerzenleuchter, sie weiss sich nicht anders zu helfen, um die jahrelange Quälerei zu beenden. Mordmerkmal Heimtücke erfüllt = lebenslang. 

Auch die Tötung eines demenzkranken Ehepartners aus Liebe wäre so ein Fall. 

In solchen oder ähnlich gelagerten Fällen soll es den Gerichten leichter gemacht werden, mildere Strafen auszusprechen.

M.E. ist eine Reform der Tötungsdelikte längst überfällig. 

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Wie hier ja einige bereits richtig ausgeführt haben geht es lediglich darum den 211 so umzugestalten das die lebenslange Freihheitsstrafe nicht mehr zwingend bei Erfüllung der Mordmerkmale zu verhängen ist.

Mordmerkmale wie "Heimtücke" stammen noch aus der Zeit des 3. Reichs, ein gewisser Herr Freisler hat da entscheidend mitgewirkt.

Ein Reform dieses Paragrafen ist längst überfällig. Allerdings habe ich so meine Bedenken was am Ende dabei herumkommt. Immerhin läßt es Hoffen das man sich dafür sehr viel Zeit nimmt und nicht, wie in der derzeitigen Flüchtlingskrise, irgenwelche Schnellschüsse losläßt.

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Die verhängte Strafe wird sich nach wie vor nach der Schwere der Tat bemessen.

Die Besonderheit des Mordparagraphen ist, dass die Strafzumessung beim Tötungsdelikt von persönlichen Merkmalen des Täters abhängen soll. Das gehört schon lange abgeschafft.

Zwei Beispiele:

Die von A lange Jahre tyrannisierte Ehefrau erdrosselt ihn im Schlaf. Mord, lebenslange Haft (zwingend).

A hat Schulden bei B. B droht A, ihn umzubringen, wenn er seine Schulden nicht bis zum Datum X bezahlt. Nachdem A nicht zahlt, sucht B den A auf, stellt ihn zur Rede und erschießt ihn. Totschlag (da das Opfer hier nicht arglos war), mindestens 5 Jahre Haft.

Erkennt jemand die Problematik?

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Nicht bei einem klassischen Mord. Z.B. bei einem Banküberfall, wo der Bankräuber die Geiseln erschießt. 

"Demnach kann die Haftstrafe für Mord etwa dann auf bis zu fünf Jahre gesenkt werden, wenn der Täter „aus Verzweiflung“ handelte oder um „sich oder einen ihm nahestehenden Menschen aus einer aussichtslos erscheinenden Konfliktlage“ zu befreien."

Quelle: http://www.focus.de/politik/deutschland/justiz-geplante-reform-mord-muss-nicht-lebenslang-bedeuten\_id\_5386598.html

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Kommentar von tiny3x
12.04.2016, 01:09

Das ist aber dann kein Mord sondern Totschlag. Mord erfordert niedere Beweggründe, wie Hinterlist

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Der Mordparagraph sol lediglich geändert werden. Man sagt vielleicht,dass ein Täter der aus Verzweiflung gehandelt hat,solle nicht lebenslänglich (mnd. 15 Jahre) in Haft gehen müssen.

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Das ist das neue Projekte unserem geliebten Justizminister hat wohl die Langeweile schwer zu schaffen gemacht.

Anstatt Strafe möchte er natürlich prüfen lassen ob der Täter aus Verzweiflung gehandelt hat oder keine andere Möglichkeit hatte und das gerne honorieren.

Jeder kann jetzt eine Story sich ausdenken töten und kommt Dank Justiz mit weniger Haft davon..

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Kommentar von RobertLiebling
12.04.2016, 13:45

Mal wieder ein Kommentar nach dem Motto "keine Ahnung, aber gaaanz viel Meinung".

Eine durchaus problematische Konstellation der bisherigen Gesetzeslage kannst Du meiner Antwort entnehmen.

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Nein sicher nicht
Totschlag und Mord sind verschiedene Sachen. Beim Totschlag kann es sein, dass man auch geringe Strafen bekommt, wenn mildernde Umstände dazukommen.
Mord geschieht aus niederen Beweggründen z.B Hinterlist, Eifersucht, sexuelle Begierde...
Und da gehen die sicher nicht unter lebenslänglich. Steht so im Gesetz. Und ich glaube kaum dass dieses geändert wird.

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Kommentar von RubberDuck1972
12.04.2016, 01:35

bei den niedrigen Beweggründen hast du die Habgier vergessen. - Zumindest bei "Columbo" geht´s zu über 90% um die Knete.

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Kommentar von tiny3x
12.04.2016, 08:12

ja klar. Ich hab das nur beispielsweise aufgelistet. Viel geschieht aus Eifersucht. "der gefährlichste Mann im Leben einer Frau ist ihr eigener" ^^

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Kommentar von RobertLiebling
12.04.2016, 09:09

Totschlag und Mord sind verschiedene Sachen.

Inwieweit? In beiden Fällen hat man vorsätzlich einen Menschen getötet.

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Glaub ich nicht.

Warum fragst du? - Willst du deine Erbtante um die Ecke bringen und nach fünf Jahren die Kohle verprassen?

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Das währe der untergang

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Stimmt das wirklich?

Nein, das stimmt nicht.

end of discussion, question answered.

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Da hat wohl jemand zuviel Prison Break geguckt 😂

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Kommentar von PatrickLassan
12.04.2016, 06:26

Nein, da hat jemand Zeitung gelesen oder sich anders informiert. Eine Änderung von § 211 StGB (Mord) wird derzeit geplant.

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Nein. Es ist ein umstrittener GesetzesENTWURF. In dem sind die fünf Jahre für Menschen gedacht, die aus einer verzweiflungstat gehandelt haben.

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Kommentar von BridgeTroll
12.04.2016, 00:59

ja, idiotenbonus für mord

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