Stimmt es, dass ein Airbus A320 über keine Ablassventile für Treibstoff verfügt, sodass er solange kreisen muss bis er sein zulässiges Landegewicht erreicht?

5 Antworten

Ja, das ist tatsächlich der Fall, diese Flugzeuge, welche für Kurz- und Mittelstrecke ausgelegt sind, haben keinrn Notablassstutzen, anders als beim größeren Airbus a330, den es mal mit und mal ohne Ventil gibt!

Jedoch ist zu beachten, dass der Umstand einen sehr hohen Stellenwert hat und man manchmal keine Zeit hat, ein Dumping-Verfahren in die Wege zu leiten.

ZB. beidseitiges Engine failure unmittelbar nach take Off bei 2500 ft. Da wird i.d.R. nicht auf die maximale Landemasse wert gegeben. Anders ist es wiederum beim einseitigen Engine flameout oder failure.

Beste Grüße

HappyLanding

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

Ja das ist tatsächlich so. Die Belastung für Passagier und Besatzung hält sich allerdings in Grenzen da zwischen Start und Landegewicht nur ein geringer Unterschied besteht. Auch fasst der 320 je nach Typ nur um die 26000 Liter Sprit bei einem Verbrauch von circa 2600 l. Da es sich nur um ein Kurzstreckenflugzeug handelt stellt das also kein Problem dar.

Nur größere Flugzeuge wie die 747 oder der A380 können Treibstoff ablassen da dort erheblich mehr Sprit mitgeführt wird. Dort ist der Unterschied zwischen Start und Landegewicht wesentlich größer und macht dies im Notfall notwendig.

Woher ich das weiß:Recherche

Ja und nein. Ein A320 kann keinen Treibstoff ablassen, das ist korrekt. Aber im Falle eines Triebwerkausfalls nimmt man die overweight landing dann eben in Kauf.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Ja, das stimmt.

Du kennst dich doch selbst ganz gut aus

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