Stimmt es dass eigentlich niemand hässlich ist sondern das nur eine Täuschung im Gehirn des Betrachters ist?

13 Antworten

Das ist zweimal NEIN.

  1. Niemand ist häßlich. Jeder Mensch, der geliebt wird, ist schön. Also sei liebenswert und finde jemand, der Dich liebt.
  2. Das ist keine Täuschung im Gehirn des Betrachters. Menschen haben bestimmte Vorstellungen, nach denen sie andere Menschen beurteilen. Von diesen Vorstellungen gibt es zigtausende, die unterschiedlich sind.

Wenn man es eng nimmt, sind alle Dinge, die wir empfinden, nur Produkte unseres Gehirns von elektrischen Signale unserer Sinnesorgane sowie vergangener Erfahrungen und Erinnerungen. Nichts von dem, was wir wahrnehmen, muss in der Realität so sein, wie es uns unser Gehirn vorspielt. Wer garantiert mir, dass für dich rotes Licht nicht so aussieht, wie für mich grünes Licht? Letztlich ist die Farbe des Lichtes das, was unser Gehirn aus der Wellenlänge des Lichts macht.

Zu sagen, dass jeder Mensch schön ist, wie dies viele Menschen hier auf Gutefrage.net tun, halte ich aber auch für falsch. Insbesondere, wenn es Dinge betrifft, die sich leicht ändern lassen und darüber hinaus noch einen großen Einfluss auf die eigene Gesundheit haben (wie beispielsweise Übergewicht). Gesellschaftlich werden meiner Meinung nach in der heutigen Zeit Dinge glorifiziert, die nicht glorifiziert werden sollten.

dass jeder Mensch schön ist

Sie hat nach häßlich gefragt und nicht nach schön. Deshalb "Nicht hilfreich"

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@SchakKlusoh

Das ist mir klar. Hättest du meine Antwort verstanden, wüsstest du aber, wie ich darauf komme. Nämlich dadurch, dass viele Menschen der Frage "Gibt es hässliche Menschen?" mit einem "Nein, jeder Mensch ist schön" entgegnen. Das ist faktisch falsch und kann bei Dingen wie beispielsweise Übergewicht für die Person, der dies gesagt wird, sogar schädlich sein.

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@PeterLustig1999

Du hast es jetzt noch schlimmer gemacht. Jetzt ist Deine Antwort falsch! Lies meine Antwort. Es gibt "Kriterien" für Schönheit, aber es gibt keine "Kriterien" für Häßlichkeit.

Ich habe Deine Antwort verstanden. Deine Unterstellung weise ich zurück.

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Schönheit ist subjektiv und abhängig von der Sozialisation - Das heißt wenn du z.Bsp. in Mauretanien lebst, hast du mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein anderes Schönheitsempfinden, als ein Mitteleuropäer, oder ein Ostasiate (etwa Japan).

Je nach Kultur und Zeit ist das Empfinden verschieden. Früher galten üppige Frauen als schön, da ihre Fülle Fruchtbarkeit ausdrückte (siehe alte Götterstatuen) - Im Westen ist dieses Ideal quasi vollständig verschwunden.

Also Nein, es ist keine Täuschung. - Hässlich ist nicht fest definiert, ebenso Schönheit. Die Definition ist individuell. Wenn du das Täuschung nennen willst - Bitte sehr.

Schönheit oder Hässlichkeit liegt immer im Auge des Betrachters, hat aber nicht das Geringste zu tun mit einer Täuschung im Gehirn.

Es ist vielmehr menschlich, dass jeder etwas Anderes als schön ansieht, so dass es da nicht immer eine Übereinstimmung gibt.

Manche mögen beispielsweise lieber blonde Menschen als dunkelhaarige, die Einen mögen schlanke Personen, die für Andere wiederum Hungerhaken sind.

Es gibt daher kein einheitliches Schönheitsideal.

Es gibt daher kein einheitliches Schönheitsideal.

Das stimmt nicht. Studien haben ergeben, daß weltweit bestimmte Gesichter als schön empfunden werden.

In Wahlversuchen werden unabhängig vom kulturellen Hintergrund immer die gleichen Frauengesichter als attraktiv bewertet. Diese Gesichter weisen ganz bestimmte Proportionen auf.

https://www.unibas.ch/de/Forschung/Uni-Nova/Uni-Nova-116/Uni-Nova-116-Attraktivitaet.html

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@SchakKlusoh

Weltweit? Auch von völlig unterschiedlichen Kulturen?
Proportionen der Gesicht o.k., aber daneben gibt es auch noch andere Kriterien, wie eben Auge, Nase, Mund.

Die Asiaten finden beispielsweise Europäer nicht so attraktiv, weil ihre Nasen aus ihrer Sicht viel zu lang sind.

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@SchakKlusoh

Dann frage ich mich allerdings ernsthaft, warum die Studien in Asien völlig anders ausfallen?

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@Adlerblick

Da steht das Gegenteil von Deiner Behauptung.

Augen mit doppelter Oberlidfalte, wie sie den westlichen Völkern zugeschrieben wird. Letzteres gilt in Asien als Schönheitsideal, das einen wacheren, freundlicheren Gesichtsausdruck eröffnen soll.

Die Asiaten finden beispielsweise Europäer nicht so attraktiv, weil ihre Nasen aus ihrer Sicht viel zu lang sind.

Das steht da nirgendwo.

Die Studien, die ich kenne, sagen aus, daß Gesichter überall auf der Welt gleich beurteilt werden. Die idealen Proportionen sind überall gleich. Das heißt, die Kriterien für Schönheit sind überall gleich.

Helle Haut, gebräunte Haut, lange Fingernägel, lange Hälse usw. sind kulturell bedingt. Sie gleiche sich durch die Werbung und das Internet immer mehr an.

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@SchakKlusoh

Das mit der weißen Haut hast offensichtlich negiert!

In Europa ist es genau umgekehrt. Bei uns betrachtet man gut gebräunte Haut als ein Indiz dafür, dass diese Menschen ihre Freizeit voll nutzen können und daher viel Zeit in der Natur verbringen. Ist für Viele in Europa auch ein Indiz dafür, dass
sich diese Menschen leisten können in Urlaub zu fahren.

Die Zeiten, in denen gebräunte Haut ein Hinweis darauf war, dass diese Menschen
im Freien arbeiten, sind bei uns längst vorbei, zumal insbesondere auch Frauen gut gebräunt sind, die ja weniger im Freien arbeiten.

Blässe ist inEuropa eher ein Hinweis darauf, dass diese Menschen zu viel Zeit in geschlossenen Räumen verbringen und es sich nicht leisten könnten in die freie Natur zu gehen.

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@SchakKlusoh

Man muss daher die Beurteilung von Schönheit und Hässlichkeit nicht begrenzen auf das Biologische. Viel mehr spielen dabei soziologische und psychologische Aspekte ebenso eine Rolle.

Was die Beurteilung der Europäer vonseiten der Asiaten anbelangt, so ist der gängige Begriff in China für Europäer beispielsweise "Langnasen", was von Chinesen nicht als eine positive Wertung gesehen wird.

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@Adlerblick
Das mit der weißen Haut hast offensichtlich negiert!

Diesen Satz verstehe ich nicht.

Bei uns betrachtet man gut gebräunte Haut als ein Indiz dafür, dass diese Menschen ihre Freizeit voll nutzen können und daher viel Zeit in der Natur verbringen. Ist für Viele in Europa auch ein Indiz dafür, dass sich diese Menschen leisten können in Urlaub zu fahren.

Das ist ein kulturell bedingtes Statussymbol, aber erst einmal kein Schönheitsideal. Die Schönheitsindustire versucht solche Dinge natürlich zu Geld zu machen.

insbesondere auch Frauen gut gebräunt sind, die ja weniger im Freien arbeiten.

Dafür sind lange Fingernägel ein Zeichen, daß derjenige nicht körperlich arbeiten muß. Das trifft in Europa, den USA usw. auf Frauen zu, in einigen asiatische Ländern auch auf Männer.

Blässe ist inEuropa eher ein Hinweis darauf

Auch das kann ein Statussymbol sein. So jemand hat keine Zeit für Sonnenbäder, weil er einen tollen Job hat.

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@Adlerblick
Man muss daher die Beurteilung von Schönheit und Hässlichkeit nicht begrenzen auf das Biologische.

Man kann beides nicht zusammenwerfen. Das sind keine Gegenteile, sondern völllig unterschiedliche Dinge. Schönheit kann man sehr wohl objektiv messen. Gesund und symmetrisch ist schön.

Häßlichkeit ist 100% subjektiv und läßt sich überhaupt nicht systematisch erfassen. Selbst eine Entstellung muß nicht häßlich machen.

"Langnasen" - das weiß ich.

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@SchakKlusoh

Du verstehst offensichtlich meinen Ansatz nicht. Dass es biologische Kriterien geben mag für Schönheit schließe ich nicht aus.

Aber ich bin der Meinung, dass das keineswegs ein Alleinstellungsmerkmal ist, sondern vielmehr ergänzt wird durch den soziologischen und psychologischen Hintergrund.

Die Reduzierung auf das Biologische ist mir nicht umfassend genug.

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Es gibt wissenschaftlich belegte Eigenschaften, die attraktiv machen. Die haben in den meisten Fällen allerdings wenig mit dem Aussehen zu tun.

Gruß Than

Welche Eigenschaften?

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@Hansi1966

Selbstvertrauen und Humor, zum Beispiel. Und meine persönliche Beistreuung, die ich immer mit reinschmuggle ist Charakter. Zweidimensional will dich keiner haben, er sollte schon etwas Tiefe haben.

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wissenschaftlich belegt? Welche Wissenschaft denn?

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@Adlerblick

Zugegeben, es sind Studien. Und diese sind an und für sich keine Wissenschaft. Allerdings kann man diesen Studien logisch folgen und sie ergeben Sinn im Kontext unserer vorzeitlichen Vergangenheit.

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@ThanatosBell

Auch Studien können einem wissenschaftlichen Zweig zugeordnet werden. Welcher Art sind diese Studien? Psychologischer oder soziologischer Natur?

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Es gibt wissenschaftlich belegte Eigenschaften, die attraktiv machen.

Das stimmt nicht.

Die haben in den meisten Fällen allerdings wenig mit dem Aussehen zu tun.

Das stimmt auch nicht.

https://www.unibas.ch/de/Forschung/Uni-Nova/Uni-Nova-116/Uni-Nova-116-Attraktivitaet.html

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@SchakKlusoh

Danke, dachte mir schon, dass es sich um eine spezifische Arbeit handelt, mit der Laien nichts anzufangen wissen.

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@SchakKlusoh

da hast du mich in der Tat erwischt. Allerdings ist der Punkt "Es gibt wissenschaftlich belegte Eigenschaften, die attraktiv machen" belegt, sogar von dem durch dich gelieferten Link. Zumindest wenn man Studien als "wissenschaftlich belegt" ansieht.

Meine zweite Aussage ist dann anhand der Quelle tatsächlich falsch. Trotzdem lasse ich mir die Wichtigkeit von Selbstvertrauen und Humor nicht abstreiten.

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@SchakKlusoh

Sollte das meinem letzten Satz entgegenstehen oder bist du einfach ein guter Samariter, der mit Erkenntnis um sich schmeißt?

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@ThanatosBell
Sollte das meinem letzten Satz entgegenstehen

Nein, sondern da ist belegt, was Du schreibst.

oder bist du einfach ein guter Samariter, der mit Erkenntnis um sich schmeißt?

Nein, ich weiß einfach, worüber ich schreibe. (Im Gegensatz zu vielen vielen vielen Leuten hier in GF)

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@SchakKlusoh

Ah ja, in dem Fall erübrigt sich das ja. Aber danke für die Studie, dann kann ich mal mit Quellen um mich werfen, sollte mich noch mal jemand fragen.

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