Stimmt es, dass edle Rassehunde kürzer leben und öfter krank werden?

...komplette Frage anzeigen

6 Antworten

Bei bestimmten Rassehunden ist das tatsächlich so. Es gibt etliche Züchtungen, die der gesundheit der Tiere eher schaden, als ihnen zu helfen.

Der King Charles Spaniel ist so ein Fall, genauso der Mops und eigendlich alle Rassen, die mit verkürzten Schnauzen auf Kindchenschema gezüchtet sind. Gehirn hat einfach keinen Platz mehr, oder die Atmung ist so erschwert, das sich das Herz überanstrengt und somit erkrankt.

Beim Berner Sennenhund ist man zu stark in die Inzucht gekommen (genauso wie bei vielen Rassen die einen kleinen Genpool zur Verfügung haben) und daher ist besonders der Berner sehr problematisch was Krankheiten angeht - den Entenbuchler und den Appenzeller kenne ich nicht.

Magendrehungen können bei jeder Hunderasse und bei allen Mischlingen vorkommen - das hat nichts mit der Rasse zu tun.

Deine Mischlinge sind aber absolut nicht gesünder und leben auch nicht garantiert über 14 Jahre - auch ein Mischling kann nur auf die Genetik zurückgreifen, aus der er entstanden ist. Ein Mopsmischling hat genauso die Probleme vom Mops, sowie auch die des anden beteiligten Hundes.

Lt. meinem Tierarzt sind die Mischlinge aus genau den gleichen Gründen bei ihm in Behandlung, wie die Rassehunde. Auch Mischlinge erkranken an Krebs, Infektionen und anderen Krankheiten, sie sind nicht robuster. Es gibt sicher bei den Mischlingen und bei den Rassehunden recht robuste Charaktere, aber verallgemeinern kann man deine Aussage nicht.

Und teure reinrassige edle Rassehunde vom Züchter sind schwach und krank weil sie sich immer fortpflanzen müssen und sich nicht mischen können und sind zb herzkrank und leben nur 6-8 oder 11-12 Jahre, stimmt das?

Hunde vom guten Züchter sind weder schwach noch krank - sie werden maximal 1 mal jährlich zur Zucht genommen und da auch nur max. 3 bis 4 Jahre. Herzkranke Tiere dürfen nicht in der Zucht sein, sonst bekommen sie keine Zuchterlaubnis.

Auch hier kommt es sehr stark auf die Hunderasse selbst an, bei guter vielfältiger Genetik werden gesunde und leistungsfähige Hunde gezogen, die eine normale Lebenserwartung haben. 

Die rassereinen dt. Schäferhunde meines Opas (40 Jahre her) wurden 16 und 15 Jahre alt, heute erzielt kaum noch ein dt. Schäferhund mehr als 13 Jahre, das liegt aber nicht nur an der Zucht, sondern vielmehr an der Fütterung und Haltung die unsere heutigen Hunde haben - da lebt es sich einfach nicht mehr so gesund.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo,

nein, das wird durch keine wissenschaftliche Studie belegt.

Natürlich ist es leider so, dass viele Rassehunde an jeweils speziellen Erkrankungen leiden. Durch eine verantwortungsvolle und sorgsame Zucht und - als Voraussetzung für die Zuchttauglichkeit - auch entsprechende gesundheitliche Untersuchungen, werden solche Erkrankungen weitgehend vermieden. Leider aber gibt es immer wieder "Züchter", die dem Verband nicht angeschlossen sind und ihre sogenannten Rassehunde einfach vermehren und keine Rücksicht auf eventuelle Krankheiten nehmen.

Auch bei Mischlingen können, da sie recht wahllos vermehrt werden, Krankheiten auftreten, weil ja niemand wirklich weiß, was in den Ahnen gentechnisch so steckt.

Etwas anderes ist es mit solchen Rassen, die, weil es dem Menschen gefällt, so gezüchtet werden, dass von vornherein Krankheiten mit "eingeplant" werden. Das trifft insbesondere auf die modernen Mini-Rassen zu und auf die Hunde, denen man platte Baby-Gesichter angezüchtet hat, wie z.B. den Möpsen oder auch den Französischen Bulldoggen.

Solche Rassen sollte man nicht kaufen.

Gutes Gelingen

Daniela

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Hamburger02
10.11.2015, 19:07

Gute Antwort. Bloß ist auch in den Verbänden nicht alles eitel Sonnenschein.

1

Ich finde schon. Bei vielen werden durch die Überzüchtung die "Fehler" weiter vererbt. Z.b.: Dobermann - Herzfehler, Mops - Schnauze (was dazu gehört), Dalmatiner -Hören, usw. Aber man muss auch sagen, dass es immer aufs neue drauf an kommt. Man kann das mit den "Fehlern" auch so einfach sagen, da ja von einer ganzen Rasse geredet wird. Bei Mischlinge ist ja jeder unterschiedlich, und daher kann man es nicht verallgemeinern. Man kann aber sagen, dass sie durch die verschiedenen Gene "robuster" sind, da die einen den "Fehler" vom anderen ausgleichen kann. Hast du aber auch schon von den Züchtungen von Rassenhunde mit anderen Rassen gehört? Das macht man, um eben solche "Fehler" in den Griff zu bekommen. So gibt es z.B.: den Retromops.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hab mich auch lange mit der Frage beschäftigt. Kann nur zustimmen, Studien gibt es nicht und Besonders Bully (Atmung,Gaumensegel,Wirbelsäule!!..., ), Möpse (Atmung, Gaumensegel,Herz...), Boxer (HD), Schäferhunde (HD) ach das lässt sich lange fortführen, haben es gesundheitlich nicht gut getroffen. Bei Mischlingen kommt es dann glaube ich aber auch drauf an. Ich habe gelesen, wenn du zum Beispiel einen Bully mit einem anderen Rassehund mischst, kann es sein dass sich in diesem Tier dann die genetischen Dispositionen beider Rassen potenzieren. Also...schwierige Frage. Ich denke richtige "Trendhunde" sollte man immer mit Vorsicht betrachten...denn: Je größer die Nachfrage, desto mehr der Antrieb von Vermehrern einfach nur Geld zu verdienen und nicht auf Gesundheit zu achten. Alles ein Elend

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ein "Mischling" lebt im Durchschnitt  4 - 5 Jahre länger.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo,

Also eigentlich stimmt es nicht, dass Rassehunde Krankheitsnfälliger sind, ausnahmen sind stark überzüchtete Hunde.
Nornalerwiese ist es der Falls, dass größere Hund nicht so alt werden wie kleine.
Vgl. Dogge und W.H.W.T. (West Highland White Terrier): Doggen werden ca.6-8 Jahre alt (es gibt auch Ausnahmefälle mit über 10 Jahre), W.H.W.T. werden ca. 15-18 oder sogar über 20 Jahre alt.

Lg

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?