Stimmt es dass die NSDAP die größte politische Bewegung war, die jemals in der deutschen Geschichte existierte?

12 Antworten

Schwer zu beurteilen, ob sie die größte war. Viele Menschen waren ja nicht freiwillig bei der Partei. Und die NSDAP hatte auch ziemlich wenig mit einer Partei zu tun, wenn sie die anderen ausschalteten. Das war eher eine staatlich geführte Terrororganisation.

Sie war zumindest die radikalste in der Geschichte.

Viele Menschen waren ja nicht freiwillig bei der Partei

Es waren alle freiwillig in der NSDAP; es gab keine Zwangsmitgliedschaft - man konnte auch nicht kollektiv eintreten ohne das man davon wußte, wie Grass es in seinem Fall fälschlicherweise behauptete - nur 10% der Bevölkerung durfte überhaupt in die Partei eintreten (Beschränkung seit 1939) -

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@DerSchopenhauer

Welche andere Wahl hatten die Menschen denn zu dieser Zeit? Man musste sich zur NSDAP bekennen ansonsten führte das zu Problemen, wenn man sich negativ dazu äußert. Eine andere Partei konnte man nicht wählen. Mit Freiwilligkeit hat das wenig zu tun.

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@Anomymous
Eine andere Partei konnte man nicht wählen

Wählen von auswählen = das heißt ja immer noch nicht, daß man in die einzig mögliche Partei eintreten mußte - das mußte man nämlich nicht

führte das zu Problemen, wenn man sich negativ dazu äußert

Das heißt ebenfalls nicht, daß man Mitglied sein musste - am Primat der einzigen zulässigen Partei gab es auch nichts zu rütteln...

Welche andere Wahl hatten die Menschen denn zu dieser Zeit?

Nicht in die Partei einzutreten - es entstanden nicht automatisch Vorteile

Das hat ja alles mit Zwangsmitgliedschaft nichts zu tun - es war sogar so, daß eine Parteimitgliedschaft teilweise geschadet hat oder abgelehnt wurde, wenn jemand eintreten wollte - als Beispiel wären große Teile der Beamtenschaft bzw. der öffentliche Dienst zu nennen - hier wurden Mitgliedschaften abgelehnt, bzw. Beförderungen verhindert, um den Eindruck einer gewissen Neutralität zu wahren.

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Ich finde es unpassend, dass du hier den Nazibegriff "Bewegung" übernimmst.

Wenn man von der Zahl der Parteimitglieder ausgeht, liegt die NSDAP in der Tat vorn, mit ca. 7,5 Millionen Mitgliedern im Jahr 1945. Wen wundert's...

Die SPD dürfte gegen Ende der 1920er eher bei ca. 1 Million gelegen haben.

(Angesichts der Klarheit der Verhältnisse habe ich hier keine exakten Angaben recherchiert.)

Gruß, earnest

Das hängt davon ab auf welcher Bemessungsbasis. Die Mitgliederzahl der SPD vor dem 1. WK. war meines Wisens höher.

Entscheidender ist aber dass die NSDAP nach Hitlers Machtübernahme und dem Ermächigungsgesetz ihren Zweck erfüllt hatte und keinerlei Bedeutung mehr hatte. Fortan galt nur noch das Führerprinzip und nichts sonst.

Aus dem Stegreif weiß ich keine größere deutsche Partei, sofern man mal Religionszugehörigkeit nicht als Partei zählen muß. Wehrmachtsangehörige waren (bis Ende 1944) keine Parteimitglieder, da die Mitgliedschaft ausgesetzt war - und wegen den Märzveilchen wurde sogar ein eine NSDAP Eintrittssperre verfügt. Es hätten also noch viel mehr PGn sein können.

https://de.wikipedia.org/wiki/Mitglieder-Aufnahmesperre_der_NSDAP

http://www.verfassungen.de/de33-45/wehr35.htm#:~:text=(1)%20Die%20Soldaten%20d%C3%BCrfen%20sich,Teilnahme%20an%20Abstimmungen%20im%20Reich.

Zitat: § 26. Politik in der Wehrmacht. (1) Die Soldaten dürfen sich politisch nicht betätigen. Die Zugehörigkeit zur NSDAP oder zu einem der ihr angeschlossenen Verbände ruht für die Dauer des aktiven Wehrdienstes.

(2) Für die Soldaten ruht das Recht zum Wählen oder zur Teilnahme an Abstimmungen im Reich.

Von der Mitgliedernazahl ja, wobei sehr viele Eintritte während des 2.WK passierten, da die Hoffnung groß war, als Parteimitglied verschont zu bleiben.

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