Stimmt es ,daß der Staat jedes Jahr für nicht zurückgegebene Pfandflaschen über die so einbehaltene Mwst in Höhe von 19 % eine dreistellige Millionen einbehält?

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3 Antworten

Eine genaue Zahl kennt niemand, aber richtig ist, wie von dir beschrieben, dass der Staat am sog. Pfandschlupf durch die MwSt. mitverdient (4,75 Cent je nicht zurückgebrachter EW-Verpackung).

Es kann jedoch durchaus sein, dass der Betrag diese Höhe erreicht.

Dazu folgendes (gerundetes) Rechenbeispiel:

Angenommen jeder Bundesbürger trinkt im Schnitt pro Tag aus 2 pfandpflichtigen Einwegverpackungen. Das macht 160 Mio Packungen pro Tag. Die Rücklaufquote beträgt über 95% (2012). Demnach finden 5% nicht zurück. Das macht pro Tag 8 Mio Verpackungen, was widerum 380000,- Steuern sind. Pro Jahr macht das 138,7 Mio Euro.

Ich denke das erklärt auch eindrucksvoll was der wahre Grund für die Pfandeinführung war und nicht um das Mehrwegsystem zu stärken, zumal sämtliche Experten vorher ja vorausgesagt haben, dass das nicht funktionieren wird.

Der Staat behält es nicht ein, sondern es wird von den Leuten, die die Flaschen wegwerfen nicht abgefordert.

Wer 25 Cent in den Müll wirft, der schenkt damit dem Staat 4 Cent.

Die Flaschensammler machen das beste draus. die Sorgen für die Umwelt, kassieren Geld, was sonst bei den Handelsbetrieben und beim Staat bliebe.

Das kann durchaus hinkommen, die Leute haben einfach zu viel Geld, es nicht nötig oder sind zu faul.

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