Stimmt es, dass der Hartz4 Regelsatz nur auf 360 Tage im Jahr berechnet ist, jedoch ein Leistungsberechtiger Anspruch auf 365 Tage hat?

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5 Antworten

Nein, das stimmt nicht. ALG II wird nicht tageweise, sondern monatlich ausgezahlt

http://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbii/20.html

Das beinhaltet, dass es keine Rolle spielt, wie viele Tage der Monat lang ist. Am Ende gibt es so viele Auszahlungen, wie das Jahr Monate hat - nämlich 12.

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Der Regelsatz wird MONATLICH gezahlt und zwar für alle Monate einheitlich (ab Januar 404,00 €)

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Kommentar von Angel941
30.12.2015, 23:32

Erhebt Widersrpuch gegen die maßlose Erhöhung von 5 EURO des sich „Sicherung des Lebensunterhaltes“ nennenden Verarmungskonstruktes der BRD.......

Anmerkung.

Die Gehälter von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) und ihrer  Ministerriege steigen rückwirkend zum 1. Juni deutlich stärker als die Bezüge der übrigen knapp 400.000 Beamten im Land. Verdiente die Regierungschefin bislang 15.365,87 Euro im Monat, werden es künftig 16.163,20 Euro sein. Das entspricht einer

Steigerung von 5,2 Prozent

NRW-Landesregierung

gönnt sich großzügiges Gehaltsplus  - Lesen Sie mehr auf:

http://www.derwesten.de/politik/grosser-aerger-um-grosszuegiges-gehaltsplus-fuer-landesregierung-id11347887.html#plx1657483150

Dies macht eine Erhöung von 797,33,- Euro pro Monat

Es fehlen einem die menschlichen Worte, dieser Verhöhung von Menschen zu

bechreiben

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Du musst verdammt viel Zeit haben, wenn du dir über solche Sachen Gedanken machst. Verwende deine Zeit besser auf Bewerbungen und suche dir einen Job. Dann kann dir der H4 Satz egal sein. Und wenn dir die "Verhöhung" nicht passt, dann suche dir doch ein Land, wo Nichtarbeitende auch so gut leben wie bei uns!!

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Guten Abend,

§ 20 SGB II Regelbedarf zur Sicherung des Lebensunterhalts

(1) Der Regelbedarf zur Sicherung des Lebensunterhalts umfasst insbesondere Ernährung, Kleidung, Körperpflege, Hausrat, Haushaltsenergie ohne die auf die Heizung und Erzeugung von Warmwasser entfallenden Anteile sowie persönliche Bedürfnisse des täglichen Lebens. Zu den persönlichen Bedürfnissen des täglichen Lebens gehört in vertretbarem Umfang eine Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben in der Gemeinschaft. Der Regelbedarf wird als monatlicher Pauschalbetrag berücksichtigt. Über die Verwendung der zur Deckung des Regelbedarfs erbrachten Leistungen entscheiden die Leistungsberechtigten eigenverantwortlich; dabei haben sie das Eintreten unregelmäßig anfallender Bedarfe zu berücksichtigen.

(2) Als Regelbedarf werden bei Personen, die alleinstehend oder alleinerziehend sind oder deren Partnerin oder Partner minderjährig ist, monatlich 364 Euro anerkannt. Für sonstige erwerbsfähige Angehörige der Bedarfsgemeinschaft werden als Regelbedarf anerkannt

1.
monatlich 275 Euro, sofern sie das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben,
2.
monatlich 291 Euro in den übrigen Fällen.

(3) Abweichend von Absatz 2 Satz 1 ist bei Personen, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und ohne Zusicherung des zuständigen kommunalen Trägers nach § 22 Absatz 5 umziehen, bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres der in Absatz 2 Satz 2 Nummer 2 genannte Betrag als Regelbedarf anzuerkennen.

(4) Haben zwei Partner der Bedarfsgemeinschaft das 18. Lebensjahr vollendet, ist als Regelbedarf für jede dieser Personen ein Betrag in Höhe von monatlich 328 Euro anzuerkennen.

(5) Die Regelbedarfe nach den Absätzen 2 bis 4 sowie nach § 23 Nummer 1 werden jeweils zum 1. Januar eines Jahres entsprechend § 28a des Zwölften Buches in Verbindung mit der Verordnung nach § 40 Satz 1 Nummer 1 des Zwölften Buches angepasst. Für die Neuermittlung der Regelbedarfe findet § 28 des Zwölften Buches in Verbindung mit dem Regelbedarfs-Ermittlungsgesetz entsprechende Anwendung. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales gibt jeweils spätestens zum 1. November eines Kalenderjahres die Höhe der Regelbedarfe, die für die folgenden zwölf Monate maßgebend sind, im Bundesgesetzblatt bekannt.

Fußnoten

(+++ Hinweis: Regelbedarfe nach § 20 Abs. 1 bis 4 für die Zeit ab 1.1.2012 vgl. Bek. v. 20.10.2011 I 2093, für die Zeit ab 1.1.2013 vgl. Bek. v. 18.10.2012 I 2175, für die Zeit ab 1.1.2014 vgl. Bek. v. 16.10.2013 I 3857, für die Zeit ab 1.1.2015 vgl. Bek. v. 15.10.2014 I 1620, für die Zeit ab 1.1.2016 vgl. Bek. v. 22.10.2015 I 1792 +++)

§ 20 Abs. 2 Satz 1 u. 2 Nr. 1, Abs. 4 u. 5 iVm § 20 Abs. 1 Satz 1 u. 2 SGB 2 u. § 28a SGB 12 jeweils idF d. G v. 24.3.2011 I 453: Nach Maßgabe der Gründe mit Art. 1 Abs. 1 iVm Art. 20 Abs. 1 GG vereinbar gem. BVerfGE v. 23.7.2014 I 1581 - 1 BvL 10/2012 u.a.

Wissensdurst84

Quelle: http://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbii/20.html

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Kommentar von Angel941
30.12.2015, 23:50

Paritätischer wirft Bundesregierung statistische Willkür vor und fordert 491 Euro Regelsatz

Als viel zu niedrig und „in keiner Weise bedarfsdeckend“ kritisiert der

Paritätische Wohlfahrtsverband die geplante Erhöhung der Hartz-IV-Regelsätzezum 1.1.2016 um lediglich 5 Euro auf dann 404 Euro. In einer aktuellen Studie weist der Verband der Bundesregierung manipulative Eingriffe in die statistischen Berechnungen nach, die zu einer massiven Unterdeckung der Regelsätze in Hartz IV führen. Der Verband fordert eine Korrektur und die Anhebung der Regelsätze um 23 Prozent auf 491 Euro.

„Der Regelsatz wurde bei seiner letzten Berechnung 2011 durch die damalige Arbeitsministerin von der Leyen willkürlich manipuliert und trickreich kleingerechnet“, erläutert Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes. „Was dabei herauskam, hat mit dem Existenzminimum nicht mehr ernsthaft etwas zu tun, sondern drückt Hartz-IV-Bezieher unter die Armutsgrenze. Seitdem wird diese Praxis jedes Jahr einfach fortgeschrieben. Es ist schon mehr als enttäuschend, dass auch Frau Nahles diese Tricksereien übernimmt, gehörte sie doch vor ihrer Berufung zur Arbeitsministerin zu den Hauptkritikerinnen der Methoden ihrer Vorgängerin.“

Nach der Studie des Paritätischen ist der Regelsatz seit 2011 durch manipulative Eingriffe in die Statistik verzerrt worden und im Ergebnis nicht bedarfsdeckend. So seien beispielsweise die Referenzgruppe nicht geeignet oder in großem Umfang Einzelausgaben als nicht regelsatzrelevant gestrichen worden,z.B. für Zimmerpflanzen (hierunter fallen auch Weihnachtsbäume oderGrabschmuck), Haustiere und deren Futter, für die Reinigung oder für dieVerpflegung außer Hause. Dadurch seien der Regelsatz willkürlich kleingerechnet und das Statistikmodell ad absurdum geführt worden. Die seitdemjährlich erfolgende Anpassung der Regelsätze beruht auf der einfachen Fortschreibung nach einem Mischindex aus Preissteigerungen und der Entwicklung der Nettolöhne. Fortgeschrieben werden damit auch die manipulativen Eingriffe,

was die Bedarfslücke stetig wachsen lässt.

Der Verband fordert von der Bundesregierung eine sofortige Korrektur. Wie die Paritätische Forschungsstelle in ihrer Expertise nachweist, müsste der Regelsatz für einen alleinstehenden Erwachsenen bei korrekter und vollständiger Anwendung des von der Bundesregierung selbst gewählten Statistikmodells zum 1.1.2016 auf 491 Euro statt auf 404 Euro angehoben werden. Schneider: „Es geht nicht um statistische Petitessen. Es geht um das Existenzminimum von Millionen Menschen. Die Erhöhung um lediglich 1,2 Prozent ist sozial ignorant. Sie lässt jegliches Verständnis für die Lebenssituation der Betroffenen vermissen. Diese Regelsätze sind kleingerechnete Armutssätze, mit denen man kaum eine Chance hat

über den Monat zu kommen.“

http://www.der-paritaetische.de/index.php?eID=tx_nawsecuredl&u=0&g=0&t=1452101839&hash=0c470e3d62ebe007a7c74f5c30a7f15b2a137858&file=uploads/media/Expertise_Regelsatz-2015_web.pdf
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Ich rate dir Vollzeit arbeiten zu gehen. Dann hast du weniger Zeit, kommst auf keine Gedanken, dich über solche Themen auszulassen und verdienst dein eigenes Lohn und Brot

Wissensdurst84

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Kommentar von Angel941
31.12.2015, 00:12

Das sind genau die Antworten die ich so sehr liebe. Wieso kann man nicht sachlich bleiben?

Habe mein Lebtag viel und hart gearbeitet. 14 Stunden waren ganz normal......

Es ist schon bezeichnend wie total Unbekannte ohne Hintergrundwissen sich derartig auslassen und andere ohne Kenntnisse stigmatisieren.

Mir scheint als wäre die Mehrheit der Deutschen total Hirngewaschen, auch wenn es mich schmerzt dies feststellen zu müssen.

Bitte bedenke, Hochmut kommt vor dem Fall.

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