Stimmt es, dass Depressionen das ganze Leben andauern können?

13 Antworten

Depressionen können chronisch werden oder auch wiederkehrend sein mit verschiedenen Schweregraden, wie das von "samm1917" hier schon genau detailliert erläutert wurde.

Psychotherapeutische Hilfe in Form von vertraulichen Einzelgesprächen mit einer geschulten, möglichst erfahrenen Person solltest Du auf jeden Fall in Anspruch nehmen und diese Hilfe für Dich helfend so gut wie möglich auch annehmen. Man kann ggfs. notfalls auch einen anderen neuen Therapeuten beanspruchen, falls der erste Therapeut evtl. nicht so gut "passen" sollte.

Depressionen beruhen im Prinzip immer auf seelischen Ursachen, welche sich sehr oft mit nicht vollständig verarbeiteten psychischen Problemen aus der frühen Kindheit begründen. Diese gilt es ganz genau zu ergründen !

Hierfür solltest Du Dich im Einzelgespräch von innen heraus ganz öffnen und alles was Dir auf der SEELE liegt rauslassen. Dies ist der 1. notwendige Schritt zu Besserung bzw. evtl. sogar vollständig möglichen Heilung.

Medikamente können dabei begleitend die depressiven Symptome lindern, aber im Prinzip niemals grundlegend heilen. 

Lass Dich von evtl. negativen (falschen) Meinungen nicht entmutigen !

Alles Gute Dir !




Hallo Wizard123456,

Hallo:) Ich habe schon seit einigen Jahren unterschiedlich starke Depressionen.

Dahingehend wünsche Ich ihnen schon mal gute Besserung.

Ich habe eigentlich immer Psychologen abgelehnt aber da ich festgestellt
habe, dass ich da alleine nicht rauskomme hab ich jetzt doch
eingewilligt mit einer Psychologin zu sprechen.

Das ist sehr gut, aber soweit Ich weiß sind schwere Fälle doch eigentlich für den Psychiater oder etwa nicht?

Allerdings hört man oft, dass bei manchen Menschen die Depressionen
garnicht mehr ganz aufhören. Hab ich also überhaupt eine Chance auf
Besserung?

Das müsste der Psychologe / der Psychiater feststellen können. Zudem kommt's darauf an, ob ihr zentrales Nervensystem einen irreversiblen Schaden davongetragen hat.

Wenn sie natürlich mir eines glauben können, eine Chance gibt es so gut wie immer. Sie sollten mit ihrem Psychologen sprechen wie stark sie ist, und wie ernst. Sie kann psychisch oder neurologisch bedingt sein.

Sollte sie neurologisch bedingt sein, dann sollten normalerweise die Psychopharmaka (Antidepressiva) ins Spiel kommen, die sind jedoch rezeptpflichtig und zudem und ungefährlich!

Aber SO gut kenne Ich mich da auch wieder nicht aus, sprechen sie einfach mit ihm, er wird Wissen was zu tun ist.

LG Dhalwim

Ich persönlich bin der Auffassung, dass Depressionen keine Krankheiten sind sondern einfach nur krankhafte Folgen einer falschen Einstellung und einer falschen Lebensweise. Das sind Dinge, die man immer ändern kann, egal wie alt man ist oder in welcher Lebenslage man sich befindet. Voraussetzung ist aber, dass der Wille zum Verändern da ist, denn ohne sich zu verändern wird sich auch sonst im Leben der Person nichts ändern.

Und daran scheitert es dann oft. Depressionen können jahrelang anhalten, wenn man sich scheuklappenartig durchs Leben bewegt. Und wenn dann noch kein richtiger Wille da ist oder der Glaube fehlt, dass man etwas ändern kann, siehts halt nicht so blendend aus.

Von daher mal positiv formuliert: Wenn du den Willen, den Glauben und den Mut hast, was an deiner Situation ändern zu können, dann kriegst du das auch hin. :)

Hab ich :)

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Sorry, aber Deine persönliche Auffassung hier zeugt nur von vollster Ahnungslosigkeit von dieser Krankheit !  

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@Einstein2016

Mag sein, dass dir meine Einstellung missfällt und nicht dem entspricht, was du erfahren hast bzw. wie du damit umgehst. Ist auch in Ordnung, hat aber nichts mit Ahnunglosigkeit zu tun sondern eher mit Ansichtssache. Jeder interpretiert Fakten anders.

Für mich sind Depressionen eine Mischung aus konstantem negativen Denken und negativem Fühlen, was durch irgendeine Sache verursacht und ausgelöst wurde. Das kann eine falsche Umgebung sein, ein falsches Verhalten, ein traumatisches Erlebnis oder auch einfach nur eine Lebenslage, in der momentan Einiges nicht so läuft wie es sollte. 

Aber was auch immer es ist: Dass daraus eine Depression (sprich eine dauerhaft negative Verstimmung, die scheinbar "unkontrollierbar" wird) entsteht, liegt nicht in dem Problem, was da vorlag. Sondern darin, wie wir mit diesem Problem umgehen.

Bei einem Trauma durchleben wir ständig die Situation der Vergangenheit und geben dem Körper damit das Gefühl, ständig in dieser Situation zu sein. Bei einer momentan schlechten Lebenslage erinnern wir uns tagtäglich daran, dass dieses Leben nicht so ist, wie wir es haben wollen. Wir richten unseren Fokus auf die Probleme und das ist das gefährliche und "teufelskreisähnliche" an einer Depression. Wir durchleben immer wieder das Negative und konditionieren unseren Körper (und damit die Hormonausschüttung) darauf, auf ständig gedanklich (!) wiederkehrenden negativen Erlebnisse zu reagieren. Die Folgen: Wir fühlen uns schlecht, energielos, aussichtlos und antrieblos. Kurz gesagt: Depressionen.

Gehen wir aber die Sache mal anders an. Wir gehen weg von den Problemen und überlegen uns die Lösungen. Anstatt gedanklich in der Vergangenheit zu hängen, gehen wir in die Zukunft. Anstatt ständig darüber nachzudenken, was alles grade schlecht läuft, denken wir darüber nach, was gut läuft. Anstatt sich zu sagen, dass man eine psychische Krankheit hat (wie kriegt man sowas nur wieder los, wie kann ich wieder gesund werden?!), sagt man sich: Ich habe meine neuronalen Strukturen falsch aufgebaut, jetzt kann ich sie wieder umbauen.

Für mich liegt das Problem wirklich darin, wie wir damit umgehen und nicht darin, was wir erlebt haben oder wie unsere Lebenslage ist. Du wirst immer Leute finden, die exakt dieselben Probleme haben, und der eine Mensch leidet an Depressionen und der andere nicht. Und ich glaube kaum, dass das mit genetischer Vorbestimmung zu tun hat. Viel eher wird das damit zusammenhängen, wie die Menschen damit umgehen. Man darf nämlich eins nicht vergessen, wie wir uns fühlen hängt stark mit dem zusammen, wie wir denken. Und wie wir uns fühlen beeinflusst wiederum stark, was unser Körper mit unseren Hormonen anstellt. Das sollte man sich klar machen.

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Eine Super Antwort, und sehr gut formuliert.

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