Stimmt es das wenn ein Asteroid (Aphophis)...?

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3 Antworten

Dann hat dein Mathe Lehrer keine Ahnung von Nuklearphysik oder -Waffen und auch nicht von Astrophysik... Nuklearwaffen sind ineffizienter was die Sprengkraft angeht als Massive oder eben hauptsächlich durch ihre Masse mal Geschwindigkeit ausmachenden Eintrittskörper... deren Zerstörung ist ungleich weitreichender und gravierender, sie werfen massive sekundäre "Bomben" der aufgeheizten Erdkruste über tausende Kilometer weit - daher ist das TNT-Äquivalent nicht gleich umzurechnen, ein großer Teil der Energie einer Wasserstoffbombe geht Richtung Atmosphäre verloren

die AN602, ab den 90ern im Westen als "Tsar" bezeichnet, mit 50-57Mt war die stärkste einzelne Energie Freisetzung von Menschenhand, in einem kurzen Zeitraum versteht sich - noch 1000+ Km sind durch Refraktion in Atmosphäre Scheiben in Skandinavien zu Bruch gegangen - die Fusionsbombe ist um einiges effizienter bei der Sprengkraft als die Fissionsbombe... hofftl weiß das dein Lehrer - Die Tsar wurde sogar in einer 100Mt Ausführung geplant, der Uran Mantel, der die zusätzliche Sprengkraft erwirkt hätte, indem die Fusion effizienter abgelaufen wäre (die schnellen Neutronen der H-Stufen hätten das Uran gespalten) -doch die 97% höhere daraus resultierende Radioaktive Belastung und die Druckwelle, welche die Piloten der Tu-95 gefährdet hätte, veranlassten ein Überdenken dieses Vorhabens - somit war die AN602 eine der prozentual saubersten, heißt effizientesten Nuklearexplosionen, in ihrer Menge radioaktiver Belastung aber wieder eine der schmutzigsten Bomben...

Nun zu den Asteroiden:


für einen 1Km großen Impaktor aus Eisen:

unter < 15 km/s gibt es wenig Verdampfung, keinen Feuerball und damit keinen Schaden durch thermische Strahlung;

auf Kontinenten müsste man safe sein, bei einem 1 Km Eisenkörper (also höchst mögliche relative Dichte) mit 8000 kg/m³ mit 11 Km/s (Mindesteintrittgeschwindigkeit der Erde)

aber bei den maximalen parametern für die Schäden ein Erdbeben mit 8.9 Richter Skala 1000Km entfernt noch vorhanden

durchschnittlich 17 km/s für Asteroiden und 51 km/s für Kometen, Maximal 72 km/s

und bei selbigem in einem 45° Aufschlag in 2500 kg/m³ Sediment resultiert 1000 Km entfernt nach 50 Minuten und 30 Sekunden der Luftstoß mit 13.5m/s Windgeschwindigkeit und 68.5dB ...

nach 8,24 Minuten wird der Auswurf die Position erreichen, Feinstaub mit ab und zu größeren Fragmenten; 

an der Position eines Beobachters 1000Km entfernt:

Durchschnittliche Auswurfdecke: 192 MikrometerDurchschnittlicher Fragmentdurchmesser: 242 Mikrometer

es hängt von der Zusammensetzung des Körpers ab, der Größe und wie er sich zur Erdoberfläche verhält, ob er sich aufteilt, Explosion in der Atmosphäre und Geschwindigkeit+Eintrittswinkel und v.a. der Beschaffenheit des Auftrittsortes - auf dem Meer vielfach größere Reichweite stärkerer Zerstörung


das earth impact program hat einen Rechner der einfach mit Parametern der Wahl zur Veranschaulichung der Auswirkungen eines Impaktors dient: http://impact.ese.ic.ac.uk/ImpactEffects/

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Kommentar von VortexDani
24.06.2016, 15:10

das heißt natürlich nicht, dass er wirklich keine Ahnung hat, du kannst es ja verfälscht oder missverstanden wiedergeben als er es tatsächlich gesagt hat bzw. ihm die Frage schwammig oder anders gestellt haben und den genauen Wortlaut vergessen - nicht weil ich dir was unterstellen will, aber er könnte das als Mathe Lehrer mit Recherche leicht herausfinden und berechnen - das musst du natürlich selber wissen und niemand kann das nachweisen

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Kommentar von VortexDani
25.06.2016, 03:28

korrektur, die Tsar 50 Mt Ausführung war 3% anteilig von dem 100 Mt Gedankenmodell an Radioaktivitätsausfall... daher ist die 100Mt variante 3200+% gravierender in dem Fallout.. also das Verhältnis 3% zu 97% bei den Anteilen in beiden Varianten hinsichtlich Fissions und Fusionsmaterial das in radioaktive Energie umgewandelt wird ;)

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Kommentar von VortexDani
25.06.2016, 03:29

also vereinfacht: 3% des Materials der 50Mt Variante wurde in radioaktive Strahlung umgewandelt, bei der 100Mt Variante wären es 97% des Materials was in radioaktive Strahlung umgewandelt wird... also 3200+% mehr... 97/3 = 32,2...

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Frag mal deinen Lehrer, was er mit "Tonnen" meint.

  • Tonnen als Gewichtseinheit?
  • Tonnen im Sinne von "Sprengkraft von x Tonnen TNT"?
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Kommentar von JouBozz
24.06.2016, 13:42

Sprengkraft

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750 Megatonnen, also ca. das dreizehnfache der Zar-Bombe. Ist das so schwer zu googlen?

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Kommentar von JouBozz
24.06.2016, 14:08

Vielleicht
Vielleicht auch nicht

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