Stimmt es das bei der Einstellung zum Referendariat auf den BMI geachtet wird?Warum?

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5 Antworten

Das stimmt. Wird gemacht. Allerdings auch bei Untergewicht. Hat was damit zu tun, dass du als Verbeamteter später Recht auf Beihilfe hast. Sprich: Das Land zahlt einen ziemlichen Batzen zu deinen Gesundheitskosten dazu. Bevor sie dich also verbeamten und dann nicht mehr "loswerden" können, achten sie sehr genau darauf, dass du kein potenzieller Kostenfaktor bist. Unter- bzw. Übergewicht führt nach deren Berechnungen vermutlich zu höheren Gesundheitskosten. Also: Keine Verbeamtung.

Ein Kollege von mir hatte unter den diskriminierenden Bestimmungen zu leiden, obwohl er nur sehr knapp über dem Normalgewicht lag. Er hat innerhalb kurzer Zeit 10 kg abgenommen, doch die Sachbearbeiterin hat ihm eine Wartezeit von einem Jahr verordnet. Momentan klagt er dagegen, da auch alle behandelnden Ärzte ihm ein Normalgewicht bescheinigen und er ganz sicher NICHT adipös war oder ist, sondern eben eher ein kräftiger Typ. Vor der Amtsärztlichen Untersuchung also auf jeden Fall abnehmen. Wie man danach aussieht ist ja dann völlig wurscht.(wir hatten Besuch von einer Kommission der BZR - der Herr wog locker über 130 kg...) :(

Man unterstellt mittlerweile nicht nur im öffentlichen Dienst, sondern auch in der freien Wirtschaft, dass Dicke öfter krank sind, sich langsamer bewegen, öfter eine Pause zum Ausruhen brauchen, ein gewisser Leistungswille und Biss fehlt.

Dies ist nicht meine Meinung, sondern entspricht den Anforderungen (und auch Vorurteilen), die Personalchefs heutzutage an die Bewerber stellen.

Also runter mit dem Body Mass Index

Ich habe extrem übergewichtige Kolleginnen im Büro (die nicht ohne eine lange Pause auskommen nachdem sie eine Etage die Treppe hoch gehen), und muss sagen daß diese wirklich bedeutend langsamer sind, in vielerlei Hinsicht. Ich kann Personalchefs daher verstehen. Bei Leuten die aus gesundheitlichen Gründen so dick werden ist das natürlich eine andere Sache. Wer sich selbst aber dazu frißt und keinen Willen zeigt die eigene Lebensqualität zu erhöhen, wird ja wohl auch für die Arbeit nicht unbedingt alles geben. Aus Gründen der Solidarität bin ich aber trotzdem gegen den Body Mass Index bei der Einstellung, auch wenn ich die Chefs verstehen kann. Denn dann müsste man auch anfangen dem leidenschaftlichen Fußballer oder Skifahrer die Kosten der Behandlung eines Beinbruches samt Klinikaufenthaltes in Rechnung zu stellen. Und spätestens dann sind wir keine Solidargemeinschaft mehr (schon heute in bestimmten Bereichen äußerst grenzwertig).

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Ich habe auch davon gehört. Das soll daran liegen, dass Du - wenn Du zu dick bist/wirst - (also adipös) nicht (mehr) Beamter werden kannst.

Das habe ich zwar noch nicht gehört, aber in der Wirtschaft wird sehr fülligen Menschen mangelnde Willenskraft unterstellt - vielleicht ist das hier auch so?

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