Stimmt es , dass man Volljährige Magersüchtige "Zwangseinweisen" kann?

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9 Antworten

Nein, das stimmt nicht.

Zwangseinweisungen sind nur bei akuter Selbstgefährdung von einem Notfallpsychiater für 24 Stunden anzuordnen und bedürfen danach einem richterlichen Beschluss, da eine Zwangseinweisung eine Freiheitsberaubung darstellt.

Mangels Selbstgefährdung wird der bei Anorexie nicht gefasst!

Ähnlich wie bei Alkohol-, Drogen- oder Medikamentenabhängigen handelt es sich um eine behandelbare Krankheit, die keine Selbstgefährdung (Selbstmord) oder Fremdgefährdung (Agression, Körperverletzung) anderer zur Folge hat.

Ein zugegeben vorliegender "Selbstmord auf Raten" ist eben keine Suizidgefährdung im Sinne des Gesetzes. Und Magersüchtige stellen kaum eine Gefahr für andere dar.

G imager761

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Kommentar von Goodnight
02.10.2011, 17:52

Magersucht ist immer selbstgefährdend, Das Kriterium für eine Zwangseinweisung ist das Gewicht und der Allgemeinzustand. Magersucht zeichnet sich ja gerade dadurch aus, dass die Krankheitseinsicht fehlt.

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Grundsätzlich kann das nur der Arzt, doch muss die Familie zuerst den Arzt kommen lassen. Zwischen 35 und 38 kg kommt es zur Zwangseinweisung und Zwangsernährung, egal ob man volljährig ist oder nicht. Der Arzt bzw. das Krankenhaus besorgt eine superprofisorische Verfügung beim Gericht.

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Kommentar von sandengel4
29.07.2017, 01:56

Es hängt auch von der Größe ab

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Ja, man kann Zwangseingewiesen werden , aber nicht einfach so! Man braucht eine richterliche Anordnung. Der BMI spielt dabei aber keine Rolle, sondern eher die körperliche 'Verfassung'! Also muss dafür die Krankheit schon ziemlich massiv sein, sprich man muss schon lange anorektisch sein. Für die Zwangseinweisung muss die Eigengefährdung festgestellt werden, die Herzleistung muss schlecht sein, eindeutige Zeichen von Kreislaufschwäche müssen vorliegen, Laborwerte müssen ziemlich alarmierend sein. Es muss halt wirklich lebensbedrohlich sein und ist individuell zu entscheiden. Wenn zusätzlich die Periode bei einer weiblichen Person ausbleiben ausbleiben steht der richterliche Beschluss zur Zwangseinweisung ziemlich sicher fest und die Person die den Beschluss beantragt hat, kann ruhiger schlafen, weil sie weiß, dass die Person endlich hilfe bekommt und die Chance zu überleben hat! Aber die anorektische Person kann immernoch Einspruch erheben und das kann nicht unterbunden werden!

Hoffe ich konnte helfen!

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"Eine gegenwärtige erhebliche Gefahr für sich" (PsychKG) reicht aus, wenn es keine andere Abhilfemöglichkeit gibt. Wenn der Amtsarzt diese Voraussetzung bejaht, wird der Richter auf Antrag den Beschluss über die vorläufige Unterbringung erlassen - schon um selbst entlastet zu sein.

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Ja das kann man machen,den sie gefährdet sich selbst.Nur die Leute kennen das nicht mehr.Das kann dauern bis die Person wieder auf einen normalen Level ist.

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wenn man selbst- oder fremdgefährdend ist, dann kann man zwangseingewiesen werden, egal wie alt man ist. das heißt deine befreudete person kann sehr wohl zwangseingewiesen werden, wenn sie schon sehr gefährlich dünn ist

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Nein, denn eine Zwangseinweisung als freiheitsentziehende Maßnahme kommt nur dann in Betracht, wenn die Person eine erhebliche Gefahr für sich und Andere darstellt. Und das ist bei einer Magersucht nicht der Fall.

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Kommentar von carsten1979
02.10.2011, 16:28

Ab einem bestimmten Stadium stellt eine Magersüchtige für sich eine Gefahr dar.

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Kommentar von Goodnight
02.10.2011, 17:47

Natürlich ist bei Magersucht die Selbstgefährdung gegeben, zwischen 35 und 38 kg kommt es unweigerlich zur Zwangseinweisung.

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Kommentar von KaeteK
17.06.2012, 19:18

Stimmt nicht..

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Kommentar von KaeteK
15.09.2012, 21:07

Stimmt nicht. Ich habe das im Bekanntenkreis anders erlebt.

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Dann muß sie schon kurz vorm abnibbeln sein, dann kann sie einewiesen werden. So wie Selbstmörder auch. Magersucht ist ja auch eine Form der Selbsttötung auf Raten.

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Auf richterlichen Beschluss (mit ärztlicher Begutachtung) KANN eine Zwangseinweisung erfolgen - wenn das Leben der betreffenden Person in Gefahr ist. Ob dies im Einzelfall aber immer so sinnvoll ist, wäre eine andere Frage. Denn die Einsicht der betreffenden Person wäre der bessere Weg ...

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Kommentar von imager761
02.10.2011, 16:50

Nein, die behaupteten Voraussetzungen liegen bei Magersucht gerade nicht vor.

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