Stimmt dieser satz?

5 Antworten

Nein, sondern sie dienen als Kontrollmechanismus:

Zum Beispiel wird bevor jemand zur Taufe zugelassen wird, erst einmal sein Bericht analysiert. Wie viele Stunden berichtet er? Gibt er regelmäßig seinen Bericht ab? Diese Analyse bestimmt darüber, ob jemand zur Taufe zugelassen wird oder eben nicht.

Auch bei der Ernennung zum Dienstamtgehilfen oder Ältesten spielt der Bericht seht wohl eine Rolle. Ebenfalls, ob jemand als 'vorbildlich' klassifiziert wird und für eventuelle ' Vorrecht' privilegiert werden darf

Dann soll dem Teenage-schoolgirl mal auf die Sprünge geholfen werden, damit beim Referat kein Unsinn rauskommt:

Predigtberichte – inzwischen digital übermittelte Summen, sind Statistiken, in denen jeweils der monatliche Zeitaufwand der Missionstätigkeit, dabei zurück gelassene Literatur, gezeigte Videos, Anzahl der Rückbesuche und Bibelkurse zur zentralen Erfassung weitergereicht und archiviert werden. Diese erscheinen dann in einem Jahrbuch als Jahreszahlen zusammengefasst , wodurch man einen Überblick zur Tätigkeit in den einzelnen Ländern rund um den Globus erhält. Das ist es, was mich interessiert.

Die verantwortlichen Brüder, die das Missionswerk leiten, haben damit außerdem ein wichtiges Instrument zur effektiven Steuerung des weltweiten Missionswerkes an der Hand. Als z.B. trotz steigender Verteilungsrate von Printmedien die Zahl der Rückbesuche und Bibelkurse in den Industrieländern rückläufig war, konnte man feststellen, dass man mit Printmedien kaum noch Personen erreichen konnte. In Folge wurden die Druckzahlen enorm zurückgefahren, das digitale Angebot in über 1000 Sprachen stark ausgeweitet und in den Versammlungen dazu aufgerufen, anstatt Literatur lieber Links für die Website jw(Punkt)org zurück zu lassen oder Videos and den Türen zu zeigen. Wenn festgestellt wird, dass in bestimmten Ländern die Anzahl der Bibelkurse stark in die Höhe geht und die Kapazität der dort verfügbaren Brüder zu sprengen droht, wird verstärkt versucht, dorthin Missionare zu entsenden. Weil das wegen staatlicher Restriktion oft gar nicht so einfach ist, gibt es halt Länder, wo sich bibelinteresseirte Personen auf Wartelisten für unsere kostenlosen Bibel Kurse setzen lassen müssen. In Kerala / Indien habe ich selbst eine Frau kennengelernt, die als Mutter, Hauseigentümerin und mit einem Halbtagsjob 16 Bibelkurse zu bewältigen hatte und es nicht zulassen wollte, die Interessenten auf später zu vertrösten.

Einige meiner Familienmitglieder, die auch Zeugen Jehovas sind und auch andere aus unserer Gemeinde beteiligen sich nicht an der Berichtsabgabe. Sofern sie dennoch in der Mission tätig sind, erscheinen diese Angaben dann nicht in der Statistik. Mit dem Besuch oder aktiven Beteiligung an Versammlungen hat dieser Bericht nichts zu tun. Er ist lediglich Statistik- und Steuerungselement für die aus Sicht der ZJ wichtigste Tätigkeit eines Christen: für die Mission.

Du hast hier einiges vergessen zu erwähnen: Berichte dienen als Kontrollmechanismus und um subtil Druck aufzubauen.

Zum Beispiel wird bevor jemand zur Taufe zugelassen wird, erst einmal sein Bericht analysiert. Wie viele Stunden berichtet er? Gibt er regelmäßig seinen Bericht ab? Diese Analyse bestimmt darüber, ob jemand zur Taufe zugelassen wird oder eben nicht.

Auch bei der Ernennung zum Dienstamtgehilfen oder Ältesten spielt der Bericht seht wohl eine Rolle. Ebenfalls, ob jemand als 'vorbildlich' klassifiziert wird und für eventuelle ' Vorrecht' privilegiert werden darf

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@telemann2000

Die Mission nimmt in der Tat eine wichtige Stellung im Gottesdienst eines ZJ ein. Die Maßgabe Jesu kur vor seiner Himmelfahrt wird als internationale Gemeinschaftsaufgabe der Bruderschaft gesehen. Wortlaut Mat 28: : Darum geht hin und verkündigt die Botschaft vom Reich Gottes allen Menschen zu einem Zeugnis und lehrt sie alles zu halten, was ich euch geboten habe.

In der weltweiten Bruderschaft gibt es so um die 20 %, die sich daran nicht beteiligen mögen und / oder darüber nicht oder nur anonym berichten wollen. Habe in meiner Familie gleich mehrere solcher Brüder, die aus Erfahrungen im Sozialismus (subtile Überwachung der Staatsorgane) nicht personenbezogen berichten wollen. Diese Brüder und Schwester werden aber selbstverständlich genauso als unsere lieben Brüder und Schwestern geschätzt und haben genauso wie z.B. Vollzeitprediger unter einen gleichberechtigten ihren Platz im Gemeindeleben.

Meine Frau und die Grußmutter meiner Frau wurden im übrigen getauft, ohne sich je am Missionswerk beteiligt zu haben. Vor paar Monaten wurde bei uns einer getauft, der auch nie am öffentlichen Missionswerk teil hatte. Hier zählte einfach die Bereitschaft, dass er –sich dazu öffentlich bekennt , und - sofern siech die Gelegenheit ergibt, - Kollegen und Verwandten Rede und Anwort steht, so sie neugierige Fragen haben.

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@steve2018

Das Prinzip des sogenannten ungetauften Verkündigers ist absolut unbiblisch. Die ersten Christen tauften Menschen umgehend. Einige sogar innerhalb einer Nacht. Die Mission erfolgte bei diesen erst irgendwann später - sie war nach der Taufe angesetzt

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Wenn du Joseph Franklin Rutherford meinst, was ich annehme, dann stimmt dieser Satz. Rutherford hat sich 1906 als Bibelforscher (spätere Bezeichnung Zeugen Jehovas) taufen lassen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Franklin_Rutherford

Solche Predigt-Dienst-Berichte sollten meiner Ansicht nach sehr ernst genommen werden, weil ihr Zweck genau das ist, was auch der Kern moderner Werbe-Psychologie ist, nämilch die frühzeitige Ausschaltung oder Umgehung der auf kritische Betrachtung ausgerichteten Filter im menschlichen Entscheidungsapparat.

Predigtdienstberichte sind Berichte über die Haustürgeschäfte, nicht über die Betriebsbespechungen. Da waren ja alle dabei, nicht aber beim Klinkenputzen.

„... berichte, in denen angegeben wird was in jener Zusammenkunft, vorgegangen ist.“

Nein, das ist nicht richtig. Wir berichten u. a. die Zeit, die wir im PD einsetzen. Mit den Zusammenkünften hat das nichts zu tun. Hintergrund: so kann besser erkannt werden, wo man noch wenig bearbeitetes Gebiet hat.

Auch ich habe eine Frage an Dich:

Du bist Schülerin (15 Jahre alt) und hast jetzt 9 Fragen hintereinander zu uns ZJ gestellt. Du wurdest hier schon öfter nach Deinem Motiv gefragt. Auch ich habe Dich bereits in einer PN danach gefragt. Und nirgendwo gehst Du auf diesbezügliche Fragen oder auf bereits gegebene Antworten ein.

Du reagierst einfach nicht.

Zu Anfang hast Du noch geschrieben, dass Du das für den Schulunterricht brauchst. Aber das glaubt Dir hier mittlerweile kaum noch jemand.

Deswegen nochmal meine Frage: Was ist Dein Motiv, dass Du hier unentwegt Fragen zu ZJ stellst, die Du Dir auf der ZJ-Webseite viel einfacher selbst beantworten kannst?

Ich würde mich über eine Antwort freuen.

Hintergrund: so kann besser erkannt werden, wo man noch wenig bearbeitetes Gebiet hat

Genau das ist allenfalls ein vorgeschobener Grund. Ein anderer Grund ist weniger offensichtlich aber trotzdem für die Führung viel wichtiger:

Berichte dienen als Kontrollmechanismus und um subtil Druck aufzubauen.

Zum Beispiel wird bevor jemand zur Taufe zugelassen wird, erst einmal sein Bericht analysiert. Wie viele Stunden berichtet er? Gibt er regelmäßig seinen Bericht ab? Diese Analyse bestimmt darüber, ob jemand zur Taufe zugelassen wird oder eben nicht.

Auch bei der Ernennung zum Dienstamtgehilfen oder Ältesten spielt der Bericht seht wohl eine Rolle. Ebenfalls, ob jemand als 'vorbildlich' klassifiziert wird und für eventuelle ' Vorrecht' privilegiert werden darf

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