Stimmt diese Weisheit der sozial und finanziell höher angesiedelten Schicht?

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6 Antworten

Ja, Geld ist nicht alles - aber es beruhigt ungemein. Auch wenn der Gesetzgeber es behauptet: ALG II reicht nicht aus. Zumindest dann nicht, wenn man bestimmte Verpflichtungen hat. Auch der Mindestlohn ist viel zu niedrig, und das Gesetz hat noch zu viele Lücken. Überflüssig sind Menschen mit finanziellen Problemen aber ganz sicher nicht. Was ist mit der vielen ehrenamtlichen Arbeit, die geleistet wird? Was ist mit den wichtigen, aber viel zu gering bezahlten Berufen, wie im Pflegebereich, oder im Sozialen?


Ohne Geld und angemessene Bezahlung kann niemand in die Wirtschaft investieren. Es muss also ein grundlegendes Umdenken her.


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je nachdem in welchem System Du lebst. Wenn der Kapitalismus eine Person wäre, würde er wahrscheinlich so etwas ähnliches sagen. Wobei, wahrscheinlich müsste es heißen: Wenn Du nicht profitabel bist, bist Du überflüssig.

In Wahrheit werden die Armen gebraucht, weil sie gleich auf zwei Arten den Wohlstand der Reichen vermehren. Zum Einen arbeiten sie weit unter dem Wert dessen, was sie durch ihre Arbeit erwirtschaften. Der Überschuss fließt direkt in die Taschen der Aktionäre & Co.

Zum Zweiten nehmen sie jede Menge Kredite und Hypotheken auf, für Haus, Auto, Studium, Konsum ("Kauf mehr!" sagt die Werbung...) oder einfach zum Überleben. Die hohen Zinsen die sie darauf zahlen sind genau die Zinsen, die die Reichen auf ihre Vermögen erhalten. Da das Barvermögen der Deutschen (natürlich nur der reichsten paar Prozent der Deutschen) seit 1990 von 2 auf 5.000.000.000.000,- € (Billionen) gestiegen ist, selbst während der Finanzkrise (!), müssen die Armen auch mehr konsumieren (die Werbung macht das schon), mehr Kredite aufnehmen und mehr Arbeit für weniger Kaufkraft leisten damit die Rechnung aufgeht denn das Vermögen der Reichen ist genau deckungsgleich mit den Schulden der Armen. Die Summe ist immer 0

Teil des Spiels ist zyklischer Konsum durch geplante Überalterung. Die Lebensdauer / der Nutzen der Konsumgüter muss immer mehr abnehmen, damit wir gezwungen sind in immer kürzeren Abständen Nachschub zu kaufen, da ewiges Wachstum wie eine Spirale ist, die sich immer enger dreht.

Ein weiterer Baustein ist Werbung und Konsumdruck. Vor einigen Jahrzehnten haben Autohersteller teils alle paar Jahre ein neues Modell rausgebracht. Heute sind es mehrere Modelle pro Jahr. So auch Smartphones, Fernseher, Spielkonsolen, Modetrends, eigentlich alles. Kleinere Packung, höherer Preis, neuere Technologie, ... es gibt viele Stellschrauben. Für kurze Zeit hast Du das neuste Modell und dann lässt die Freude nach, weil es schon wieder ein Neueres gibt.

Die gute Nachricht lautet: Wenn wir aufhören Dinge zu kaufen die wir nicht brauchen von Geld das wir nicht haben, dann bricht das ganze System über Nacht zusammen. Immer mehr Menschen schnallen das langsam. Mal schauen wo die Reise hingeht.

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Kommentar von YuGiOhGooo
21.07.2016, 16:18

Buh ! Die Wirtschaft muss wachsen !

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Diese "Weisheit" stimmt nicht. Viele Menschen in vielen Berufen (Erzieher, Altenpfleger, Krankenpfleger, aber auch Taxifahrer, Müllmänner, etc) gehören sicher nicht zur "finanziellen Oberschicht" und trotzdem sind sie für die Gesellschaft wichtiger, als so manche Leute, die das doppelte bis dreifache an Gehalt bekommen. 

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Kommentar von YuGiOhGooo
21.07.2016, 15:58

Stimmt, irgendjemanden muss der wohlhabende Übermensch ja ausnutzen können :)

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Nein, dieser Spruch ist grundlegend falsch und drückt genau das Gegenteil der Wirklichkeit aus.

Tatsächlich sind genau die Menschen wichtig die wenig Geld haben bzw. sich verschulden müssen, um ihr ganz normales Leben zu finanzieren. Denn wenn die einen Schulden machen, kassieren die anderen die Zinsen - Punkt 1.

Punkt 2 ist, daß rund 80%+ aller Menschen durchweg arbeiten gehen müssen, um ihren Lebensstandard zu halten - egal wie hoch der ist.

Im Sinne von (volks)wirtschaftlich überflüssig würde maximal gelten, daß je "reicher" ein Mensch ist, umso entbehrlicher ist er für die Gesellschaft, da in aller Regel mehr Kapital gehortet als reinvestiert wird. Das Dagobert-Duck-Prinzip. Jemandem, der einen Haufen Geld verdient und dies mit vollen Händen zum Fenster rausschmeißt, müsste man eigentlich sehr sehr dankbar sein.

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Kommentar von YuGiOhGooo
21.07.2016, 15:54

Break-Even-Point.

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"Der Kapitalismus basiert auf der merkwürdigen Überzeugung, dass widerwärtige Menschen aus widerwärtigen Motiven irgendwie für das allgemeine Wohl sorgen werden."

 

John Maynard Keynes

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Kommentar von YuGiOhGooo
21.07.2016, 16:44

Na toll, noch so ein Moralapostel...

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Ist eine vute Weisheit, wer kein Geld hat, gehört nicht in die neue oberen Gesellschaftsschichten

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Kommentar von JNHLRT
21.07.2016, 15:47

*gute

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