Stimmt diese Aussage (Glück)?

16 Antworten

Vielleicht nicht sofort aber wenn man die positive Einstellung im kopf mal hat und selbst entscheidet mit der Zeit glücklicher zu werden, schafft man es. Aber natürlich muss man auch sich mit Sachen auseinander setzen und Lösungen finden für die Sachen die dich von deinem Glück abhalten. Es ist eher eine Sache wozu man viel Leistung bringt und nicht etwas was über Nacht von sich alleine kommt.

Man kann sich für oder gegen etwas entscheiden, aber nicht zu etwas. Du verwechselst es mit "sich zu etwas entschließen".

Aber, egal ob ich mich "dazu entschließe oder mich dafür entscheide, glücklich zu sein", sind meines Erachtens beide Aussagen unsinnig. Das funktioniert nämlich nicht auf Knopfdruck.

Ich kann mir nur vornehmen, mit einer positiveren Grundeinstellung an Dinge heranzugehen, um im Leben besser zurechtzukommen und gegebenenfalls sogar glücklich zu werden. Diesen Rat gebe ich auch Menschen, die dazu neigen, immer eher das Negative einer Sache oder Situation sehen, um sich dann selbst zu bemitleiden, und die darüber hinaus oft von anderen Leuten erwarten, dass diese in das Gejammer einstimmen und sie dann auch noch gehörig bemitleiden. Solches Lamento führt nämlich zu nichts. Wenn man dauernd negativ an Dinge herangeht, muss man sich nicht wundern, wenn sie sich genau in diese negative Richtung auch entwickeln. In diesem Sinne kann man sagen: Man hat sein Glück selbst in der Hand, oder jeder ist seines Glückes Schmied.

Ich nehme hiervon aber ausdrücklich alle Menschen aus, die an und unter einer Depression leiden. Das ist eine völlig andere Schiene. Ein depressiver Mensch verhält sich auch nicht so, wie oben angedeutet. Lieschen Müllers Ratschläge à la "Du musst positiver denken!" wären völlig deplatziert, denn er täte es ja, wenn er nur könnte. Die Depression jedoch ist ein stilles, einsames Leiden, selbst wenn der Depressive faktisch nicht allein ist und nahe Angehörige alles dafür geben würden, ihm helfen zu können. Hier ist professionelle Hilfe von außen nötig, um den Menschen aus einer vielleicht "nur" leichten bis mittleren Depression wieder herauszuführen oder um einem schwer depressiven Menschen zu helfen, mit seiner Depression umzugehen und zu leben.

Halte ich für Unsinn.

Jemand mit Depressionen kann nicht einfach sagen "okay, ich entscheide mich jetzt dafür, keine Depressionen mehr zu haben und glücklich zu sein!"

Eine positive Einstellung kann helfen die Krankheit besser zu meistern, aber Glück auf Knopfdruck geht nicht.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Intensive Beschäftigung mit der menschlichen Psyche

Ich würde sagen, das ist deutlich zu einfach gedacht.

Was ist mit Menschen, die unter einer Depression leiden? Was ist mit Menschen, die hungern und keinen Zugang zu fließendem Wasser haben? Menschen in Kriegsgebieten, die jeden Tag um ihr Überleben bangen müssen?

Diese Aussage schiebt dem einzelnen Menschen eine Schuld am eigenen Unglücklichsein zu, die nicht immer gegeben ist.

Ja, viele Menschen können selbst ihr Glück beeinflussen. Bewegung an der frischen Luft zum Beispiel wirkt Wunder, sozialer Kontakt, Sinn im Leben (z.B. Religion), gute Ernährung. Unter eigener Kontrolle steht aber immer nur ein Teil des Glücks.

Eher viele Entscheidungen, jeden Tag. Und sicher nicht sofort. Grundsätzlich würde ich aber schon behaupten, dass Glück einen gewissen Selbstbestimmungsaspekt inne hat.

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