Stimmt die Vorzeitigkeit und Nachzeitigkeit hier (Latein)?

1 Antwort

Dein Text ist mir zu lang und verwirrend.
Der Aci und die Consecutio temporum ist doch eigentlich nicht so schwer.

http://dieter-online.de.tl/Consecutio-temporum-_-Zeitenfolge.htm

http://dieter-online.de.tl/AcI.htm

Da steht eigentlich alles drin. Wenn du danach noch eine Detailfrage hast, dann schreib einen Kommentar.

Die Zeitenfolge für die Partizipien funktioniert analog.
Un die Sache mit dem PFA hast du schon beantwortet bekommen.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Unterricht - ohne Schulbetrieb

Also ist zum Perfekt das Präteritum und zum Präteritum das perfekt gleichzeitig?

Sowie der Inf. Präsens im ACI immer eine Gleichzeitigkeit voraussetzt und der Infinitiv Perfekt immer eine Vorzeitigkeit voraussetzt, setzt der Infinitiv Futur im ACI immer eine Nachzeitlichkeit voraus?

Also wenn man im ACI mit einem Infinitiv Futur hat und im HS ein Imperfekt muss man mit present oder Futur 1 in Deutsch übersetzen. Hieraus geht auch gleich die nächste Frage hervor: Wann weiß ich ob ich mit Futur 1 oder Präsens hier übersetzen muss? Aber bei Futur 1 wird hier ja eine Zeitform übersprungen. Und weshalb ist zum Plusquamperfekt das Präteritum und nicht das Perfekt vorzeitig?

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@General001

Richtig. Perfekt und Präteritum (in Latein ja Imperfekt) sind untereinander gleichzeitig, in lateinischen Konstruktionen: Infinitiv oder Partizip Präsens. In der deutschen Übersetzung kann dann im HS das Perfekt und im NS das Präteritum genommen werden (oder umgekehrt).

Der Infinitiv Futur setzt keine Nachzeitigkeit voraus, sondern erzeugt Nachzeitigkeit in der Übersetzung, wobei man sich bei uns dann meist mit Konjunktiven behelfen muss, die Nachzeitigkeit andeuten (würde u. dgl.).

Es darf nie eine Zeitstufe übersprungen werden!

Bei Vorzeitigkeit kann bei einem HS im Präsens kein NS im Plusquamperfekt stehen.
Und die Kombination HS im Futur2 und NS im Präsens kommt in der Praxis nicht vor.

Deine letzte Frage: selbstverständlich ist das Präteritum nachzeitig zum Plusquamperfekt.

"Er hatte eingesehen, dass es zu seinem Vorteil war."
HS=Plusquamperfekt   NS=Präteritum

Perfekt wäre auch möglich, hört sich aber etwas verbogen an.
Wenn es gar keine Unterschiede zwischen diesen Zeiten gäbe, bräuchten wir nur eine.

Die reine Lehre des AcI trifft nicht immer zu, weil es manche Konstruktionen einfach nicht gibt. Sie kommen halt nicht vor.

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Aber im Deutschen ist doch das Futur 1 ebenfalls nachzeitig zu Präsens wobei eine Zeitstufe übersprungen wird.

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Und zum Präsens ist das Futur 2 nachzeitig? Aber im Deutschen ist es  doch das Futur 1?

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Über eine Antwort von dir würde ich mich sehr freuen.

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@General001

Ich habe mich ja schon öfter über die Luschigkeit des Deutschen hinsichtlich des Futurs verbreitet. Während die Vorzeitigkeit problemlos funktioniert, behelfen wir uns bei Nachzeitigkeit mit modalen Hilsverben, dem Konjunktiv und Infinitivsätzen mit oder ohne "zu".

Über die Zeitenfolge besteht kein Zweifel. Dennoch gibt es kein Beispiel, das ich kenne, das im Deutschen bei einem Haupsatz im Präsens einen Nebensatz im Futur II hätte. Das liegt nicht daran, dass es nicht möglich wäre. So spricht nur einfach kein Deutscher.

(Ich weiß, dass er es getan haben wird. --- Das ist grammatisch besser, als: Ich weiß, dass er es tun will (wird). --  Trotzdem wird man es nicht zu hören kriegen.)

Seien wir also nachsichtig. Im Übrigen macht die Consecutio temporum ja keinen Kummer.

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