Stimmt dass? Das jede Firma in der Schweiz keine schlechte Arbeits-zeugnis geben dürfen obwohl man eigentlich schlecht war?

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9 Antworten

Wenn man sich um eine Anstellung in der Schweiz bemüht / bewirbt, werden Bewerber, die in der engeren Wahl sind, vor Entscheidung des Unternehmens gebeten diesem Referenzen zu nennen, wo der potenzielle neue AG nachfragen / anrufen darf. Hier wird erwartet, dass man 3 Personen aus frühren Anstellungsverhältnissen (Führungskräfte) angeben kann.

Das wird dann auch angerufen und nachgefragt. Eine typische Frage für dieses Gespräch ist: "Würden Sie xy wieder einstellen?". Dann wissen die schon genug.

Ein Zeugnis muss in der Schweiz - so wie auch in Deutschland - lediglich wohlwollend formuliert sein. Man hat jedoch keinen Anspruch auf ein Zeugnis mit guter Beurteilung. Es muss wahrheitsgemäss sein - aber eben wohlwollend formuliert.

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Kommentar von Freiheit04
19.01.2016, 13:17

Tolle Antwort. Anzumerken ist hier einzig noch, dass sich ein (früherer) Arbeitgeber im Extremfall gegenüber einem neuen Arbeitgeber haftbar macht, wenn dieser einen Bewerber aufgrund eines guten, jedoch nicht wahrheitsgetreuen (also eines "zu guten") Arbeitszeugnisses, ausgestellt durch den früheren Arbeitgeber, einstellt.

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Das dürfen die Firmen in Deutschland auch nicht. Arbeitszeugnisse dürfen nichts negatives beinhalten. Aber es gibt genügend Mittel, ein gut aussehendes Zeugnis schlecht zu schreiben. Durch bestimmte Worte und Sätze.

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Kommentar von Freiheit04
19.01.2016, 13:27

Anmerkung zur Schweizer Rechtslage:
Sowohl Codierungen als auch zu gute Arbeitszeugnisse sind in der Schweiz verboten. Arbeitszeugnisse müssen wohlwollend sein. Und sie müssen der Wahrheit entsprechen.
Gegen ein Zeugnis mit Codierungen kann man arbeitsgerichtlich vorgehen. Und dies auch noch Jahre später.
Ein (früherer) Arbeitgeber macht sich im Extremfall gegenüber einem neuen Arbeitgeber haftbar macht, wenn dieser einen Bewerber aufgrund eines guten, jedoch nicht wahrheitsgetreuen (also eines "zu guten") Arbeitszeugnisses, ausgestellt durch den früheren Arbeitgeber, einstellt.

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Ich weiß nicht, wie es in der Schweiz ist, aber in Deutschland stehen nie negative Sachen drin. Aber die Arbeitgeber haben ihre Floskeln, die wiederum von allen anderen Firmen verstanden werden.

Dann steht halt nicht drin: "XY ist eine faule Sau", sondern "XY übertrug die ihm gestellten Aufgaben zufriedenstellend" oder so. Die genauen Formulierungen kenne ich nicht.

Sei dir auf jeden Fall sicher: wenn jemand schlecht über dich reden will, dann kann er das tun - auf die eine oder andere Weise.

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Kommentar von Freiheit04
19.01.2016, 13:19

Anmerkung zur Schweiz: Solche Codierungen sind verboten. Gegen ein Zeugnis mit Codierungen kann man arbeitsgerichtlich vorgehen. Und dies auch noch Jahre später.

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In Deutschland müssen Arbeitszeugnisse stets positiv formuliert sein. Es gibt einen richtigen Code, an dem sich normalerweise die Verfasser der Arbeitszeugnisse als auch die Leser von Bewerbungen orientieren.

Dadurch liest sich auch ein eigentlich mieses Zeugnis recht gut; Insider wissen aber, wie es gemeint ist.

Ich vermute, dass es in der Schweiz ähnlich ist.

Willst du mehr darüber wissen, lies mal hier: http://karrierebibel.de/arbeitszeugnis-formulierungen-bewertung/

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Kommentar von Freiheit04
19.01.2016, 13:26

Anmerkung zur Schweizer Rechtslage: 

Sowohl Codierungen als auch zu gute Arbeitszeugnisse sind in der Schweiz verboten. Arbeitszeugnisse müssen wohlwollend sein. Und sie müssen der Wahrheit entsprechen.

Gegen ein Zeugnis mit Codierungen kann man arbeitsgerichtlich vorgehen. Und dies auch noch Jahre später.

Ein (früherer) Arbeitgeber macht sich im Extremfall gegenüber einem neuen Arbeitgeber haftbar macht, wenn dieser einen Bewerber aufgrund eines guten, jedoch nicht wahrheitsgetreuen (also eines "zu guten") Arbeitszeugnisses, ausgestellt durch den früheren Arbeitgeber, einstellt.

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Das ist auch in Deutschland der Fall.

Das Arbeitszeugnis darf nicht negativ geschrieben sein. Allerdings kann man die eigentliche Leistung anhand der Formulierungen erkennen. Bemühte sich z.B. ist negativ.

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Kommentar von Freiheit04
19.01.2016, 13:21

Nein, sowohl Codierungen als auch zu gute Arbeitszeugnisse sind in der Schweiz verboten. Arbeitszeugnisse müssen wohlwollend sein. Und sie müssen der Wahrheit entsprechen.

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Das darf hier in Deutschland auch keine Firma. Deswegen sind Zeugnisse ja auch in einer Geheimsprache geschrieben. Manchmal geht es nur um ein bestimmtes Wort und schon weiß der neue Arbeitgeber Bescheid.

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hier gibt es auch keinen schlechten zeugnisse.

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die haben eben zu viele potentielle Energie.. wenn einer schlecht arbeitet, muss er einfach nur den Berg runter rollen und schon läuft alles flott! ;)


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wie es in der Schweiz ist, weiß ich nicht.

In Deutschland muss jedenfalls der Arbeitgeber ein "wohlwollendes Zeugnis" ausstellen.

Das bedeutet zum Beispiel, statt "der Typ ist der letzte Depp" zu schreiben "er hat sich stets bemüht".

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Kommentar von Freiheit04
19.01.2016, 13:27

Anmerkung zur Schweizer Rechtslage:
Sowohl Codierungen als auch zu gute Arbeitszeugnisse sind in der Schweiz verboten. Arbeitszeugnisse müssen wohlwollend sein. Und sie müssen der Wahrheit entsprechen.
Gegen ein Zeugnis mit Codierungen kann man arbeitsgerichtlich vorgehen. Und dies auch noch Jahre später.
Ein (früherer) Arbeitgeber macht sich im Extremfall gegenüber einem neuen Arbeitgeber haftbar macht, wenn dieser einen Bewerber aufgrund eines guten, jedoch nicht wahrheitsgetreuen (also eines "zu guten") Arbeitszeugnisses, ausgestellt durch den früheren Arbeitgeber, einstellt.

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