Stimmt dass das Glas verrint?

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6 Antworten

Hier machen sich zwar einige darüber lustig - aber es ist tatsächlich so. Glas ist "flüssig", nur fließt es sehr, sehr, sehr langsam. Dass du nach 60 Jahren schon einen Unterschied bemerkst, ist unwahrscheinlich. Da musst du schon mal ein oder zwei Nullen dranhängen, dann treten die Unterschiede deutlicher zutage. Bei alten Kirchenfenstern sieht man unten am Glas gelegentlich die Verlaufsspuren.. Das liegt nicht an der Herstellung - die Jungs waren besser als man glaubt. Das liegt am "Glasfluss".

Übrigens - ist das eine Fangfrage, oder willst du irgendetwas aus dem Physikunterricht gegenchecken? Denn wie willst du das überhaupt messen? Ich nehme mal an, deine Glasscheibe ist in einem Rahmen? Und wenn Glas sich schon so verändert, müssen wir doch annehmen, dass das - damals dürfte das noch Holz gewesen sein - sich erst recht ändert? Wenn du die Dicke des Glases also am Abstand vom Rahmen misst - dann ist eher der 60-jährige Holzrahmen inzwischen unten dünner geworden als das 60-jährige Glas dicker.

Oder hat dein Glas keinen Rahmen? Was ist es dann für eine Scheibe, gehört es zu einem Spiegel? Da halte ich nun tatsächlich für möglich, dass aus Gründen der Stabilität das Glas "unten" dicker gefertigt wurde als oben. 60 Jahre, das würde bedeuten: um 1950. Dass die nicht gewusst haben sollten, wie gleichmäßiges Glas herzustellen ist, wie hier in einigen Posts behauptet wird, das halte ich für groben Unfug.

Also - Fazit: Glas kann verlaufen; ein Glas von 1950 allerdings wohl noch nicht - und ein Herstellerfehler wird es nicht sein, auch die haben Ihr Handwerk schon beherrscht. Mithin wird es Absicht gewesen sein.

Panzerwels91 21.02.2012, 00:51

ein fenster in einen Holzrahmen in en altbau, die fenster müssten an die 90 bis 110 jahre alt sein

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Wenn du mit deinem Haus ständig auf der linken Spur mit 200 Sachen unterwegs bist und Staub und Straßendreck die Scheibe ständig bearbeiten, dann unterliegt Glas einem gewissen Verschleiß. Lass dein Haus also besser an Ort und Stelle stehen, dann halten die Scheiben nochmal 60 Jahre.Also mal neeee, Glas ist sehr hart und stabil. Die Zeit alleine kann dem Zeug nix anhaben. Schließlich gibt es archeologische Funde die Zeigen das Glas einige tausend Jahre ohne einen Kratzer überdauern kann. Ich denke mal der Grund warum das Glas unterschiedliche Dicken aufweist liegt in der damaligen Art der Fertigung. Da waren noch große Tolleranzen üblich. Man hat flüssiges Glas genommen und Pie mal Daumen in eine Form gegossen. Das war Pfusch wenn man sich heute die gramm und millimetergenaue Fertigung mal ansieht.

Panzerwels91 15.06.2011, 21:33

aber die sind alle oben dünner als unten.... oben zirka 2mm unten gute 4mm

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Also mein Lehrer meinte es ist schwachsinn ^^...es war einfach das Verfahren früher Zieh/Gieß-Walz/Libby-Owens Verfahren das waren alles Verfahren die nicht wirklich ausgereift waren, jedoch denke ich das du noch Mundgeblasenes Glas hast da waren die differenzen noch stärker.

Durch das heutige Verfahren (Floatverfahren) ist das Glas nahezu Perfekt.

PS: bin Glaser im 3. Lehrjahr :P

da steckte die produktion halt noch in den kinderschuhen,oder hatten das noch nicht im griff

und die scheiben sind oben dünner als oben eindeutig...

Das dachte ich mir. Und unten sind sie dicker als unten.

Sicher "verrinnt" Glas. Wenn Deine Raumtemperatur nahe dem Schmelzpunkt von 1480 Grad Celsius liegt, dann kommt das schon locker mal vor.

ja dass stimmt, bei altem Glas ist das so

Panzerwels91 15.06.2011, 21:18

hast du vllt nen link oder so wo ich das genauer nachlesen kann wie das zu stande kommt und warum, weshalb, wieso ^^

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