Stimmt das wirklich? (Deutschland Verkauf von Mienen und Verkauf und Prothesen)

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Die Ottawa-Konvention verbietet Einsatz, Produktion, Lagerung und Weitergabe von Landminen. Deutschland ratifizierte am 23. Juli 1998 (BGBl. 1998, Teil II, S..778-794) die Konvention, die sofort in Kraft trat. Ergo darf Rheinmetall defence ( Rheinmetall defence war DER Hersteller von Landminen in Deutschland ) in Deutschland keine Landminen mehr herstellen. Allerding dürften Tochterunternehmen der Rheinmetall defence in Ägypten, USA, China, Finnland, Indien, Iran, Israel, Pakistan, Polen, Russland oder Syrien, dort noch Landminen herstellen und vertreiben. Diese Staaten haben die Ottawa-Konvention zur Ächtung der Landminen nicht unterschrieben. Die Bundeswehr hat als eine der ersten Armeen bereits vor Inkrafttreten der Konvention ihre Bestände an Antipersonenminen im Wert von ca. 1,7 Millionen DM bis 1997 vernichtet. Dabei entstanden Kosten von 4,2 Millionen DM.

Zum Thema Prothese: In den Krisengebieten, wo Landminen zum Einsatz kommen, haben die Opfer im Allgemeinen kein Geld, um sich teure deutsche Prothesen zu kaufen. Da besteht die Beinprothese aus einem selbstgeschnitzten Ast mit Y-Gabel oder bestenfalls eine vom Dorfschreiner angefertigte Krücke, etc. Und als Hand- oder Armprothese dient der blanke Stumpf. Also zwischen dem Verkauf von Landminen und Prothesen kann man, glaube ich keine Synergien gewinnen.

Wenn du eine Statistik über MINEN suchst, solltest du vielleicht das Suchwort richtig schreiben.

Sagen wir mal so - die deutsche Wirtschaft mischt bei Waffengeschäften (Herstellung, Vertrieb) weltweit ganz oben mit. Natürlich werden diese Geschäfte im Rahmen des Kriegswaffenkontrollgesetzes irgendwo staatlich beobachtet. Dennoch werden sie in entsprechender Stückzahl produziert und gehen - über welche Kanäle auch immer - in die entsprechenden Krisengebiete.

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