Stimmt das so?Hab ich mit dieser Theorie recht (Cliquenbildung, Coolness, Opfer)

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

also mein bruder ist jetzt 16 und er betrinkt sich nicht, hat noch nie gekifft und war früher auch total "uncool" und seit jetzt einem jahr hat er eine freundin. Auserdehm darfst du das mit dem ganzen cool und uncool gelaber nicht so ernst nehmen. ich hab bis vor paar monaten selbst mit 2 freundinen abgehangen die "uncool" sind aber jetzt wo ich eher "coole" freunde habe merke ich wie bescheuert das war (der satz klang oberflächlich aber in warheit ist es anders gewesen) jetzt war ich schon paar mal betrunken hab schon mal gekifft und hatte auch schon einen feund und erlich gesagt macht es, finde ich, keinen unterschied. ich hatte vorher spass, ohne alk und coole freunde und habe jetzt auch spass am leben. was ich damit meine ist lebe dein leben wie es dir gefällt und gib nicht auf andere acht. und wegen der freundin, mach dir keine sorgen die richtige kommt noch ;)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Deine Theorie hat etwas Wahres, aber viele Punkte sind zu allgemein.

Ich habe z.B. einen älteren Bruder, der immer sehr cool war und coole Freunde hatte. Aber als er in die Pubertät gekommen ist, ist er auf einmal plötzlich total schüchtern geworden und hat sich aus seinen Cliquen zurückgezogen. Und ich war noch nie cool, nicht einmal als mein Bruder in den coolen Cliquen war. Und ich kenne Leute, die sich später in die coolen Gruppen integriert haben, indem sie sich ihnen angepasst haben.

Es gibt mehrere Faktoren, aus denen man aus den großen Cliquen ausgeschlossen werden kann: Ich denke, dass jemand, der sehr schüchtern ist größere Schwierigkeiten hat, in eine größere Clique zu kommen. Außerdem gibt es in Cliquen manchmal bestimmte Dinge, auf die Wert gelegt wird, z.B. coole Klamotten, Sportlichkeit, Musikalität o.ä. Wenn jemand keine angesagten Klamotten hat, unsportlich und unmusikalisch ist, wird es ihm also schwerer fallen, in solche Cliquen zu kommen und das passiert durchaus auch schon in der Grundschule. Außerdem leben sich auch Kinderfreundschaften auseinander, wenn die Kinder sich in der Pubertät auseinander entwickeln, weil einer zu schüchtern für die neue Clique ist oder weil einer sich einer bestimmten Subkultur wie den Gothics anschließt. Und umgekehrt gab es bei uns Jungs und Mädchen, die sich dann extra aufgestylt haben, auf jede Party mitgegangen sind, über jeden Witz der Coolen mitgelacht haben, sich den Lehrern gegenüber rotzfrech benommen haben... und so mit der Zeit die Anerkennung der Cliquen bekommen haben und Teil von ihnen geworden sind.

Und schließlich machst du den Fehler, zu glauben, dass jeder Jugendliche dieses "attraktive Jugendleben" haben möchte. Was die meisten Jugendlichen wollen, ist, Anerkennung zu finden, am liebsten natürlich von allen. Wenn man zu einer coolen Clique gehört und auf tolle Partys geht, dann kann man relativ sicher sein, dass man beliebt ist und von anderen bewundert oder beneidet wird. Aber das heißt nicht, dass jeder Jugendliche unbedingt Spaß am Feiern hat und es heißt auch nicht, dass die "Uncoolen" eine schlechte Jugend verbringen müssen. Ich habe mich in der Schule oft unwohl gefühlt, weil ich eine Außenseiterin war, aber außerhalb der Schule ging es mir gut und ich war voll zufrieden damit, nur sehr selten feiern zu gehen und dafür anders Zeit mit meinen Freunden zu verbringen oder einfach zu Hause zu sein und zu lesen. Ich hatte Spaß und mir ging es gut. Ich habe mich sicher auch nach mehr Beliebtheit gesehnt, aber ich denke, dass es mir insgesamt nicht schlechter ging als den Cool Kids aus meiner Schule. Und ich denke, dass es mir viel leichter gefallen ist, die Schule hinter mir zulassen und in die Welt hinauszugehen, als den Königen des Schulhofs, die der Meinung waren, die schönste Zeit ihres Lebens hinter sich lassen zu müssen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

In den ansätzen schon richtig was gruppenbildung betrifft aber tatsächlich sehr vereinfacht. das kommt nicht alleine auf eine ältere bezugsperson an. Also klar kann die eine bedeutung haben (in meinem umfeld war es aber tatsächlich so wie es deiner theorie nach funktioniert) aber ich denke es sind vor allem medien etc.

Also mir (16) geht es momentan auch so wie dir und das belastet mich auch ziemlich... Ich kann jetzt nur für mich sprechen aber es geht zb auch anders herum. Ich war früher relativ "cool" aber jetzt nicht mehr. Bzw. Ich hatte früher freunde und jetzt nicht mehr.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nein, deine Theorie ist viel zu vereinfachend und leicht widerlegbar. Es gibt genug Jugendliche mit älteren Geschwistern, die kein derart asoziales Verhalten an den Tag legen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?