Stimmt das, dass man am Tag 2000 Kalorien verbrennt durch reines „existieren“ und somit abnimmt, wenn man 1500 Kalorien zu sich nimmt?

13 Antworten

Nein - das ist aus mehreren Gründen falsch. Ich versuche das mal, verständlich zu erklären, denn das ist etwas komplizierter, als man üblicherweise denkt.

Kalorien ist eine Maßeinheit für Wärmeenergie - die wird gemessen, indem man die Nahrung verbrennt (mit Flamme!) und schaut, um wieviel wärmer eine bestimmte Menge Wasser wird. Das ist dann der Kaloriengehalt der Nahrung.

Nur passiert das eben nirgendwo in deinem Organismus, es gibt da keine Flamme, es wird keine Nahrung verbrannt und deshalb sind die Kalorien deinem Organismus auch völlig egal.

Dein Körper verbrennt keine Kalorien, er verarbeitet biochemisch Nahrung und erzeugt daraus chemische Energie in Form von ATP. Den Gesamtenergieverbrauch des Organismus kann man natürlich messen und dann auch als Gegenwert in Kalorien audrücken. Das ist nett und sicher von akademischem Interesse, aber eben auch völlig unwichtig, weil die Energie nicht durch Verbrennung erzeugt wird. Das sagt man nur umgangssprachlich.

Wichtig für deinen Körper ist nur, dass er die Nahrung biochemisch problemlos zerlegen, resorbieren und im Rahmen der Stoffwechselprozesse verarbeiten kann.

Lassen wie das Kalorienmärchen mal beiseite. Dein Körper hat einen bestimmten Energiebedarf, den er über die Nahrung deckt. Der Brennstoff auf Stoffwechselebene ist ATP, der Rohstoff dazu ist Glukose, die aus der Nahrung kommt. Dein Körper benötigt eine bestimmte Menge ATP und damit Glukose und die fordert er regelmäßig über den Hunger an. Wenn du nach Hunger und Sättigung ißt, dann ist dein Bedarf immer genau gedeckt und du hast dein biologisches Normalgewicht.

Wenn du deinem Körper den Rohstoff Glukose vorenthältst, dann entsteht eine Mangelsituation und die führt zum einen natürlich zu Hunger und Heißhunger, zum anderen muss der Energiebedarf ja trotzdem gedeckt werden und dazu baut der Organismus Körpersubstanz ab. Er beginnt die Fettsäuren aus den gespeicherten Fetten in Energie umzuwandeln und leert dazu die Fettzellen. Dadurch sinkt natürlich auch das Gewicht. Sobald die Hungersnot überstanden ist und du wieder mehr ißt, füllt der Organismus aber natürlich seine Speicher sofort wieder bis zum Normalzustand auf und das Normalgewicht kehrt wieder zurück.

Soweit klar? Prima. Das ist der gesunde Normalzustand.

Jetzt gibt es aber häufig ein Problem dabei, denn diese Hunger / Sättigungsmechanismen und die Erzeugung von ATP funktionieren nur dann richtig, wenn der Organismus die Nahrug richtig verarbeiten kann. Dazu benötigt er nicht nur die Glukose, sondern auch Hunderte von Hilfsstoffen (Vitalstoffe), bspw. B-Vitamine für den Citratzyklus in dem das ATP erzeugt wird. Diese Vitalstoffe sind in der natürlichen Nahrung, auf die er ausgelegt ist auch immer enthalten.

Wenn wir aber nicht die Nahrung aus der Natur essen, sondern die Nahrung verarbeiten, konservieren und präparieren, dann werden viele dieser Stoffe zerstört und fehlen dann dem Organismus. Dieser Mangel führt zu Stoffwechselstörungen und diese Störungen im Laufe der Zeit zu ganz unterschiedlichen Krankheiten. Eine davon ist das ernährungsbedingte Übergewicht.

Richtig. Ernährungsbedingtes Übergewicht ist eine Mangelkrankheit.

Kommen wir noch einmal auf das Kalorienmärchen zurück: Wenn du sagst, dass man unter dem Grundumsatz abnimmt, dann meinst du damit genau genommen, dass du dem Organismus die angeforderte Nahrung vorenthältst, so dass er wie oben beschrieben, Körpersubstanz abbaut und damit auszehrt und Gewicht verliert. Eine Diät eben.

Die Diät erzeugt also einen Mangel, aber eben nicht nur an Energierohstoffen, sondern auch an allen oben erwähnten Vitalstoffen. Wenn man aber bereits ein ernährungsbedingtes Übergewicht hat, das ja eine Mangelkrankheit ist, dann verschlimmert die Diät diesen Mangel und damit die ursächlichen Stoffwechselstörungen natürlich noch weiter. Ißt man dann nach der Diät wieder mehr kann der nun noch mehr gestörte Stoffwechsel die Nahrung noch schlechter verarbeiten und das Gewicht steigt rasant an. Und genau das ist auch die tatsächliche Erklärung für den Jojo-Effekt.

Die Kalorien haben also überhaupt nichts mit Übergewicht zu tun, im Gegenteil - sie lenken wunderbar von den eigentlichen Ursachen ab. Und deshalb haben wir auch immer mehr Übergewichtige und nicht weniger. Aber jede Generation bekommt das Kalorienmärchen erneut eingetrichtert und sucht erneut das Heil in Diäten, die noch nie funktionierten und nie funktionieren werden.

NEIN!

Der von Dir beschriebene Grundumsatz beträgt nicht bei jedem Menschen 2000 kcal, weil er von Gewicht, Geschlecht, Alter und Größe abhängt.

UND wenn man abnehmen will, sollte man nie weniger als den Grundumsatz zu sich nehmen, denn wie Du selbst sagst, benötigt der Körper diese Kalorien zum Existieren, also um alle wichtigen Körperfunktionen aufrecht zu erhalten.

Also:

Deinen persönlichen Grundumsatz berechnen

Mindestens diesen Grundumsatz zu Dir nehmen

Zusätzlich regelmäßig sportlich betätigen.

Nein, der Grundumsatz ist von einigen Faktoren wie Gewicht, Alter und Geschlecht abhängig, der Leistungsumsatz von der Menge und Art der Bewegung. Beides zusammen ergibt den Gesamtumsatz.

Nimmt man ab wenn man unter 2000 kalorien bleibt?

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Mir hat jemand gesagt dass zunehmen nichts mit EW, KH und fette zu tun hat..

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somit könnte man sich theoretisch nur von studentenfutter ernähren...wenn man unter 2000 kalorien bleibt und nimmt nicht zu...oder zb.s nur kohlenhydrate...

stimmt das?

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Das berechnet es dann folgendermassen:
1788 Kalorien (Ziel) - 1684 Kalorien (Nahrung zu mir genommen) + 100 Kalorien (Sport) = 204 Kalorien übrig

Ich hätte also noch 204 Kalorien übrig, obwohl ich beim fett und Eiweiss drüber liege. Darf ich nun sogar noch etwas essen oder habe ich nicht erfüllt?

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