Stimmt das das bald jeder Bürger ein Grundeinkommen bekommt?

6 Antworten

Nein, das stimmt nicht, jedenfalls nicht unter diesem Namen. Praktisch ist das aber schon seit Langem die Regel, nur unter den Namen Hartz4, Grundsicherung.

Bisher gibt es nur einige Leute aus allen politischen Richtungen, die den Gedanken befürworten.

Wer, wie hier zu lesen die Nichtfinanzierbarkeit anführt, hat das Prinzip nicht verstanden. Es geht nicht darum, jedem ein Schlaraffenland zu verschaffen, sondern, darum wirklich Gerechtigkeit zu erzeugen. Das zusätzlich verdiente Einkommen muss selbstverständlich ab dem ersten Euro versteuert werden, so dass es in Höhe des Durchschnittseinkommens zu einer gleich hohen Belastung kommt, wie bisher.

Stimmt so nicht. Beim Grundeinkommen (Siehe Finnland Experiment) erhält jeder Bürger ohne Bedingungen eine Summe X. Zusatzlich verdientes Geld wird hier nicht verrechnet ( so wie jetzt beim Hartz 4). Somit soll ein Anreiz geschaffen werden, arbeiten zugehen, Beispiel:

Hartz 4: Bürger A erhält zB 800 Euro, wenn er nicht arbeitet, geht er stattdessen zum Mindestlohn arbeiten erhält er zB 1000 Euro

Grundeinkommen: Bürger A bekommt zB 800 Euro wenn er nicht arbeitet, wenn er arbeiten geht und 1000 Euro verdient dann hat er 1800 Euro.

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@SlightlyAnnoyed

wenn er arbeiten geht und 1000 Euro verdient

... muss er 1000 Euro versteuern. Ein Grundfreibetrag, wie es ihn jetzt gibt, wird doch mit dem Grundeinkommen überflüssig.

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@Mikkey

Stimmt. Der Grundfreibetrag wird praktisch als Grundeinkommen bar ausgezahlt. Und der Steuersatz für den Lohn wird auf jeden Fall erheblich niedriger sein, als die bis zu 90 Prozent, die heute einem Hartz-IV-Aufstocker von seinem Zuverdienst abgezogen werden.

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Praktisch ist das [Grundeinkommen] aber schon seit Langem die Regel, nur unter den Namen Hartz4

Falsch. Hartz IV ist kein Grundeinkommen! Denn das Grundeinkommen wird, anders als Hartz IV,

  1. an Personen gezahlt statt an Haushalte
  2. nicht nur an Bedürftige (nach amtlicher Prüfung) bezahlt, sondern an alle
  3. unabhängig davon bezahlt, ob jemand arbeitet oder arbeitswillig (nach amtlicher Prüfung) ist.
  4. in jedem Fall in einer Höhe bezahlt, die oberhalb der Armutsgrenze liegt.

Es geht beim Grundeinkommen nicht um Geld, sondern um Freiheit.

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@ Carmann: Nein, die Idee eines Grundeinkommens geht davon aus, dass jeder vom Staat einen Betrag X erhält plus sein normals Einkommen. Wer dann keine Lust zum Arbeiten hat, der muss mit dem Grundeinkommen klar kommen, bei den anderen hätten dann auch Geringverdiener ordentlich Geld im Portemonnaie. Klingt gut, aber wie gesagt, wo soll das Geld herkommen....

Das Geld kommt von denen, die heute zu viel haben, und von den Sozialleistungen, die durch das Grundeinkommen eingespart werden (siehe unten).

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Ob bald jeder Bürger ein Grundeinkommen bekommt, hängt davon ab, ob der Bundestag das bald als Gesetz beschließt. Und das hängt davon ab, ob genug Wähler Parteien und Kandidaten wählen, die für das Grundeinkommen sind.

In Deutschland haben derzeit nur die Piraten und ein paar noch kleinere Parteien das Grundeinkommen im Programm. Bei den Günen und den Linken gibt es eine große Gruppe für die Idee. Vor kurzem hat sich sogar eine neue Partei gegründet, die als einziges Thema das Grundeinkommen im Programm hat. Sie heißt Bündnis Grundeinkommen und will in allen Bundesländern zur Bundestagswahl im Herbst 2017 antreten.

Die Idee des Grundeinkommens ist weltweit auf dem Vormarsch. In der Schweiz haben letztes Jahr bei einer Volksabstimmung über das Grundeinkommen 23 Prozent mit Ja gestimmt, und das schon beim ersten Anlauf. Die Schweizer erwarten dazu weitere Volksabstimmungen, wie dort üblich. In Finnland hat die Regierung gerade ein Pilotprojekt gestartet, um das Grundeinkommen zu testen. Auch in Kanada, Kenia und den Niederlanden sind dieses Jahr Pilotprojekte zum Grundeinkommen geplant. In Namibia, Indien und den USA wurde das Grundeinkommen bereits erfolgreich getestet. Auch der Präsidentschaftskandidat der französischen Sozialisten, Hamon, ist für das Grundeinkommen.

Sogar die Wirtschaft entdeckt allmählich das Grundeinkommen. Dieses Jahr wurde es bereits zum zweiten Mal auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos diskutiert. Erfolgreiche IT-Unternehmer aus dem Silicon Valley unterstützen die Idee ebenso wie der DM-Markt-Gründer, der Telekom-Chef und ein SAP-Vorstand in Deutschland. Und mehrere Wirtschaftsnobelpreisträger haben sich für das Grundeinkommen ausgesprochen.


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