Stimmt das?

12 Antworten

Sie hat recht, wenn sie das alles auf das Lernen bezieht.

Aber leider wird in der Schule kein Wert auf solche Hilfsmittel gelegt, mit denen man sich selbst Wissen aneignen könnte. Denn Bildung ist nicht mehr das Hauptziel der Schule (habe ich schriftlich vom Schulamt und mündlich vom Bildungsministerium), sondern die Integration in die pluralistische Gesellschaft.

Somit ist das Lernen auch nicht der Hauptgrund, weshalb Ihr zur schule gehen sollt - denn das Lernen würde auch zuhause klappen. Homeschooling war schon immer besser für die Kinder!

Was da unter dem Deckmantel von Corona passiert, ist kein Homeschooling (= Selberlernen in eigenem Tempo und nach eigenem Interesse), sondern Distanzunterricht, für den man einen Lehrer braucht. Deshalb klappt das auch nicht.

Ich hoffe dass echtes Homeschooling bald mal erlaubt ist. Deutschland hat da echt einen Stock im Hinterteil.

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@diem235er

Es ist rund um Deutschland gestattet, in Deutschland seit 1938 nicht mehr.

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@Kuhlmann26

Ich würde da noch einen Unterschied machen zwischen homeschooler und unschooler. Das sagt das Wort bereits.

Homeschooler lernen nach eigenem Tempo und Interesse mit Material, das wie Schule vorgegeben ist, aber alleine machbar ist.

Unschooler suchen sich alles selbst aus.

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@krivor

Natürlich muss man einen Unterschied zwischen Un- und Homeschooler machen. Genau das wollte ich mit dem Satz sagen.

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@Kuhlmann26
Das echte Homeschooling nennt sich  Unschooling

???

Das Corona-"Homeschooling" ist ganz was anderes. DAS ist eine völlig neue, nie dagewesene und absolut unbrauchbare Unterrichtsform, nämlich der Distanzunterricht, was unbedingt einen Lehrer erfordert. Irgendwie wieder typisch deutsch.

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@krivor

Genau darauf wollte ich mit meiner Bemerkung hinaus (vielleicht etwas missverständlich formuliert). Das, was derzeit in den Schulen als so genanntes “Homeschooling“ veranstaltet wird, hat mit dem Homeschooling, was wir beide meinen, nichts zu tun. Es ist genauso eine Belehrung, wie sie im Schulunterricht stattfindet. Der Schüler muss tun, was eine andere Person von ihm verlangt

Ich denke, wir liegen mit unseren Ansichten gar nicht so weit auseinander.

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@Kuhlmann26
Es ist genauso eine Belehrung, wie sie im Schulunterricht stattfindet. 

Schlimmer noch, weil der persönliche Kontakt fehlt.

Der Schüler muss tun, was eine andere Person von ihm verlangt

und das rein akustisch und auf den Bildschirm fixiert.

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In gewisser Weise hat sie Recht. Wir mußten in die Bibliothek gehen, um Informationen für einen Vortrag zu sammeln, oder vielleicht Verwandte fragen. Heute kann man sich praktisch für jedes Thema alles am PC suchen. Seltsamerweise spart man dabei kaum Zeit, weil man auch so viel Mist angezeigt bekommt, dass man erst mal sortieren muß.

Auch, wenn man etwas nicht verstanden hat: heute ist die Nachhilfe sofort in Reichweite. Wir gingen dann meist zu einem Klassenkameraden, in der Hoffnung, dass der es besser verstanden hatte. Das hatte aber auch Vorteile: immerhin hatte der die Stunde bei demselben Lehrer und wußte, worauf der Wert legt.

Fakt ist das ich sogar schonmal was in Musik gelernt habe was meine Oma erst im Musikstudium gelernt hat. Klar man kann viel Mehr nachgucken und findet tolle Erklär-Videos. aber heute wird auch viel mehr verlangt, und ich finde auch es sollten mehr praktische Dinge die man im Alltag braucht beigebracht werden. Aber ich bin ja nicht die Leute die den Lehrplan erstellen.

Es stimmt natürlich nur wenn man das Internet richtig benutzt. Gute Schüler machen das tendenziell richtig, schlechte eher weniger, da schadet das Internet sogar mehr.

Was sie nicht sieht, ist dass ihr viel mehr mit dem Lernen überfordert seit, weil ihr mehr Stunden am Tag lernen sollt als neurologisch gesehen sinnvoll ist.

Wer weniger draußen spielt und dafür öfter am Bildschirm hockt, bildet weniger Neuronen. Die digitalen Medien machen damit eigentlich dümmer, und eine Digitalisierung ist kein Argument für bessere Bildung.

Da sieht man ja an dem immer schlechter werden Ländervergleich.

Wenn du etwas über Gehirn gerechtes Lernen wissen willst, kuck dir mal die Vorträge von Vera Birkenbihl an. Damit würdest du YouTube sinnvoll benutzen.

Über digitalen Einfluss auf die Hirnentwicklung, kannst du dir man Manfred Spitzer abkucken. Und über wie man besser lernt, kannst du das YouTube Video von Holger Strom ankucken.

Die Hauptschwierigkeit heute ist, sich nicht ablenken zu lassen von Youtube etc. Früher gab es viel weniger Ablenkung. Deshalb konnten die Menschen früher viel längere und kompliziertere Texte lesen und verstehen. Das Internet ist vor allem eine Ablenkungsmaschine.

Das kommt darauf an, wie man es benutzt.

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@krivor

Richtig. Nur sind da tausende von Designern, Programmierern und Psychologen genau dafür angestellt, zu überlegen, wie die Programme, das Layout und die Rückmeldungen sein müssen, damit du dich möglichst oft ablenken lässt. Das macht es eben für Normalmenschen fast unmöglich, das Internet effizient zu nutzen.

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@diderot2019

Okay. Als ADS-Mensch bin sich sowieso leicht ablenkbar, aber das war ich auch schon in der Schule.

Jetzt freue ich mich, dass ich schneller meinen Interessen folgen kann.

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