Stimmt das?

8 Antworten

Hallo Arijana,

In der biologischen Welt sagt man,

Das Problem beim Leugnen bestens bestätigter Erkenntnisse ist, dass wir alle in derselben Welt leben. ;-)

Mit "glauben" hat Naturwissenschaft herzlich wenig zu tun. Im Gegenteil: In der Naturwissenschaft geht es ums Zweifeln. Es geht um das Vorlegen von Belegen, die so gut sind, dass kein rational begründeter Zweifel mehr besteht.

(Also nur noch ideologische oder dogmatische Leugnung übrig bleibt. Religiöse Indoktrination gehört hier dazu.)

Für die gemeinsame Abstammung heute lebender Menschenaffenarten und uns, gibt es hervorragende Belege.

enn die ersten Menschen waren doch keine Affen!

Wir sind sogar heute noch Affen. Wir zählen zu den Trockennasenaffen. Entsprechend finden wir auch Affen unter unseren Vorfahren.

Gemeint sind aber nicht heutige Affenarten, die sich genau wie wir aus unseren gemeinsamen Vorfahren entwickelt haben - halt in eine andere Richtung.

Überhaupt ist das Bild von "den ersten Menschen" biologisch nicht sinnvoll.

Innerhalb einer Gruppe Tiere ... in unserem Stammbaum ...tragen alle Individuen zwar die Merkmale, die ihre Tierart ausmacht, aber alle Individuen tragen diese Merkmale in verschiedener Ausprägung. Große Ohren, kurze Beine, scharfe Augen, aber auch Fähigkeiten, genetisch verankerte Anfälligkeiten für Krankheiten, etc.

Indem immer zwei Individuen gemeinsam Nachkommen zeugen, vermischen sich ihre Gene. In der nächsten Generation sind die Ausprägungen der Merkmale deswegen neu gemischt.

Wenn die Umwelt, in der unsere Gruppe lebt nun zum Beispiel bestimmte Fähigkeiten begünstigt, dann haben die Individuen, die diese Fähigkeiten oder Merkmale in sich tragen mehr Nachkommen. Unsere Gruppe könnte zum Beispiel gezwungen sein, den Wald zu verlassen und ihr Dasein in einer Savannenlandschaft zu bestreiten. Ab diesem Punkt werden Individuen, die schnell davon laufen können, gute Augen haben oder sich auch ab und an auf zwei Beine aufrichten es leichter haben.

Mit der Zeit - und damit ist gemeint über viele Generationen hinweg - reichern sich deshalb in unserer Gruppe die Merkmale an, die die Individuen zum Überleben in ihrer neuen Umgebung brauchen. Sehen wir die Nachfahren derselben Gruppe nach einer halben Million Jahre wieder an, dann hat sich deren Aussehen deswegen drastisch verändert.

Jede einzelne Generation stellt dabei nur winzigste Detailunterschiede, ein minimalstes Verschieben des Durchschnittes aller Ausprägungen. Zu jedem Zeitpunkt gehören Eltern und Kinder zur selben Tierart und sehen sich sehr ähnlich. Erst über die enorm großen Zeiträume, die die Evolution braucht, verschieben sich die Merkmale so sehr, dass wir verschiedene Spezies sehen, wenn wir Nachkommen und Vorfahr nebeneinander halten.

Es gibt also nicht den Punkt, wo ein Australopithecus einen Homo erectus auf die Welt bringt. Es gibt nur minimalste langsame Veränderungen von Generation zu Generation, die immer von den Umweltbedingungen in dieselbe Richtung gedrückt werden, bis wir nach Jahrmillionen ein völlig anderes Lebewesen vor uns stehen haben.

Die Übergänge der Evolution sind minimal und fließend. Unser Bild von diesen Vorgängen ist leider mosaikhaft, weil wir nur einzelne fossile Funde haben und deshalb diesen kontinuierlichen Wandel nur punktuell verfolgen können. Den "allerersten Mensch" gibt es nicht. Es gibt nur Generationen von vielen Individuen, die uns ähnlicher und ähnlicher wurden.

Belege für die Entwicklung unserer Vorfahren findest Du zum Beispiel hier:

http://www.talkorigins.org/faqs/homs/specimen.html

Die Funde zeigen sehr schön die Veränderungen, die über sehr große Zeiträume eingetreten sind.

Aber auch die Genetik liefert schöne Belege, so können wir zum Beispiel an unserem Chromosom 2 sehen, dass es aus Fusion zweier Chromosomen entstand. Prompt finden wir bei den Schimpansen, bei denen diese Verschmelzung nicht stattfand, die beiden Chromosomen getrennt:

https://de.wikipedia.org/wiki/Chromosom_2_(Mensch)

Unser Körper trägt viele Spuren dieser Entwicklung in sich - und es tut unseren Vorfahren unrecht, sie zu verleugnen.

https://www.youtube.com/watch?v=CvlvI8jpyGQ

Grüße

Das Problem beim Leugnen bestens bestätigter Erkenntnisse ist, dass wir alle in derselben Welt leben. ;-)

Dein Wort in Gottes Ohr!

3

Es gab keine ersten Menschen. Auch keine ersten Affen.

Und natürlich stammen wir von Affen ab. Wir sind ebenso Affen wie unsere Eltern.

Deine Frage ist ebenso sinnvoll wie die, ob Hühner von Vögel abstammen. Klar, sie sind Vögel.

Und das ist keine Frage der Meinung oder des Glaubens, sondern Fakt bzw. Leugnung von Fakten.

Ich kann es mir zumindest sehr gut vorstellen. Ich persönlich glaube daß der Mensch früher ein Affen-artiges Wesen war, welches sich dann weiter entwickelt hat und zu dem geworden ist was wir heute sind. Genauso kann man sich das glaube ich auch vorstellen mit Hunden und Wölfen. Auch hierbei sagt man ja das der Hund vom Wolf abstammt. Genauso denke ich also dabei auch das der heutige Hund ein Wolf oder zumindest ein Wolf-artiges Wesen war, welches sich dann zum "Hund" verändert hat.

LG

Grundsätzlich ist die Aussage das wir Menschen von Affen abstammen durchaus richtig, wir alle gehören ja vom biologischen Standpunkt aus gesehen zur Familie der Menschenaffen, will heißen wir sind grundsätzlich nach wie vor Affen und stammen deshalb logischerweise auch von diesen ab.

Wir stammen aber natürlich nicht von den heute noch lebenden (anderen) Affenarten ab, diese sind biologische gesehen eher unsere Cousins wir haben lediglich die selben Vorfahren.

Bei diesen Vorfahren handelt es sich aber wiederum auch um Affenartige-Lebewesen, deshalb könnte man auch hier Argumentieren das die Phrase :"Der Mensch stammt vom Affen ab," grundsätzlich durchaus richtig ist.

1.) Das ist keine Glaubensfrage.

2.) Der Mensch teilt sich nicht nur einen gemeinsamen Vorfahren mit den anderen heute lebenden Affen, er ist auch selbst ein Affe.

Woher ich das weiß:Beruf – Wissenschaftler/Molekularbiologe

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