Stimmen die Aussagen, dass es im Ökosystem kein Gleichgewicht gibt und wenn Arten aussterben, dass das Ökosystem gar nicht darunter beeinträchtigt wird?

14 Antworten

Das Zitat streift einige philosophische Themen.

Ein Ökosystem, das sich verändert hat, ist immer noch auf irgendeiner Weise mit seinem Vorgänger identisch. Vielleicht so, wie die Republik Österreich und die österreichische Monarchie immer noch irgendwie dasselbe Land sind. Der Tod oder das Verschwinden eines Ökosystems muss andere Kriterien erfüllen, als eine bloße Veränderung.

Es gibt einen Unterschied zwischen Schaden an einer Spezies und Schaden an einem Ökosystem. Okay, es gibt auch einen Unterschied zwischen Schaden an Bürger und Schaden an der Stadt, in der sie wohnen.

Am Ende wird erklärt, dass wir dennoch nicht leichtfertig mit dem Artensterben umgehen sollen. Ich vermute, der Autor dieses Textes war damit unzufrieden, wie einige Leute die Problematik des Artensterbens ausdrücken, stimmt aber zu, dass es eine Problematik gibt.

Zur Frage, ob ich dem zustimme, sage ich nur: "Interessant, aber ich habe noch nie viel darüber nachgedacht."

Der Planet Erde braucht weder Mensch noch Tier noch Pflanze.

Nur wenn der Mensch überleben will, dann braucht er etliches. Wenn es z.B. keine Schweine mehr gibt, essen wir halt Regenwürmer. Wenn aber z.B. der Sauerstoffgehalt in der Luft um etliches absinkt, ersticken wir eben.

Dem Planeten ist das egal.

Dafür gibt es genug Pflanzen. Brauchen weder noch Schweine oder Würmer zu essen oder schlachten.

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@binaadoo1

solange es genug Pflanzen auf der Welt gibt muss keiner auf die Jagd um andere Spezies das Leben auszulöschen. Aus purer Genuss ist egoistisch oder

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@jayden00

Der Mensch ist ein Allesfresser. Mit der Steigerung der Intelligenz ist leider die Moral und der Durchblick über das Leben auf dieser Erde nicht mit gewachsen. Darum fressen wir, obwohl wir auf den Mond fliegen können, immer noch unser Mitgeschöpfe auf. - - - Eigentlich sehr seltsam.

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@binaadoo1

Genau sehr seltsam. Ein Mensch ist Gott sei dank ein Allesfresser und hat die Luxus sich zu erlauben auf Fleisch zu verzichten. Weil Fleisch tote kostet und deshalb sollte man sich für Pflanzen optieren. Auch Löwen sind Allesfressee, jeder ist so gesehen ein Allesfresser.

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@jayden00

Nein, Löwen sind durch und durch Fleischfresser. Das bisschen Grünzeug, was sie gelegentlich mal fressen, kann man vernachlässigen.

Das einzige Lebewesen, welches wirklich die Wahl hat, sich seine Ernährung auszusuchen, ist der Mensch. Wobei man sagen muss, auch hier mit Einschränkungen. Denn von Luft und Liebe oder Licht alleine kann er nicht leben. Von Giftstoffen auch nicht. Es müssen schon alle Nährstoffe vorhanden sein, die er braucht, um zu leben und gesund zu sein.

Alle anderen Allesfressen, legen sich nicht fest, sondern fressen tatsächlich alles, was für die fressbar ist.

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@JackySmith
  • Weil sie auch instinktiv handeln und nicht rational, was der Mensch in der Lage ist. Deshalb sollte man abwägen ob es wirklich wert ist wegen dem Genusse anderes Leben gegen ihre Willen für beendet zu erklären. Deshalb schämt man sich und hasst manchmal der Spezies anzugehören. Ich würde gerne ein Blauwal sein hahah:-)
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@jayden00

Das hat nicht nur etwas mit dem Instinkt zu tun. Löwen brauchen Fleisch, um zu überleben und um gesund zu sein. Eine andere Ernährung schadet ihnen.

Da läuft schon allee richtig bei den Löwen. Außerdem töten sie nur, was sie zum leben brauchen und nicht im Überfluss, wie der Mensch dies tut.

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Es gibt kein "festes" oder (vor)bestimmtes Gelichgewicht, soweit würde ich der Aussage zustimmen.

Ökosysteme stehen fast immer in einem stetigen Wandel bzw. einer Entwicklung, dabei tendiert das System zu einem Gelichgewicht. Dieses Gleichgewicht ist aber natürlich auch wandelbar, wenn z.B. eine Art in einem Ökosystem relaitv plötzlich ausstirbt, so stört dies das aktuelle Gleichgewicht und ein neues Gleichgewicht wird sich danach wieder einstellen.

Auch richtig ist, dass die Natur wertfrei ist, denn Wertungen wie "gut" und "schlecht" kann man bei Entwicklungen in einem Ökosystem auch immer nur aus Sicht einzelner Lebewesen angeben, was für das eine Lebewesen schlecht ist, ist dann wieder für ein anderes gut.

Der letzten Aussage widerspreche ich, denn wie zuvor genannt gibt es schon gewisse Gleichgewichte, der Mensch will eben nicht "für Gleichgewichte sorgen, die es nicht gibt", sondern wir versuchen einfach die aktuellen Gleichgewichte möglichst zu erhalten.

Das mit Gleichgewichte ist schon kompliziert. Man glaubte noch im 19. Jahrhundert es gäbe das Gleichgewicht als gesamtes in der Natur aber heute solle keiner mehr daran glauben, stimmt es?

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@jayden00

Es hat sich sicher die Definition bzw. die Verwendung des Begriffes etwas verändert, aber von Gleichgewichten wird auch heute noch gesprochen, nur i.d.R. auf anderen (kleinere) Skalenebenen und eben nicht ganzheitlich, also z.B. Gleichgewicht in einem See oder einer Pflanzengemeinschaft in einem beghrenzten Gebiet.

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@Agronom

also nicht mehr als Ganzes der Natur? Und warum hat es sich verändert? Wenn man über das Gleichgewicht spricht, spricht man entweder als Oberbegriff oder für einzelne Spezies alias Lebewesen

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Die "meisten" sehen immer nur einen Teil des Oekosystems ohne weiter darueber nachzudenken. Ich versuche mir deshalb immer ein geschlossenes System (z.B. unseren Planeten) vorzustellen.
Mehr Sauerstoffverbraucher (Tiere,Menschen) bedeuten natuerlich auch mehr Sauerstofferzeuger(Planzen,Menschen). Natuerlich versucht die Erde(Natur) hier ein Gleichgewicht zu wahren.

Der Mensch ist aber einerseits Verbraucher (Schaedling wg. Ueberbevoelkerung) greift aber anderer seits auch in natuerliche Vorgaenge als Erzeuger ein (er kann z.B. aus H2O Sauerstoff herstellen). Hierdurch zerstoert oder beeinflusst er natuerlich das Oekosystem unseres Planeten in einer Art und Weise welche die Natur nicht von sich aus ins Gleichgewicht zurueck bringen kann. (es sei denn der "Virus" Mensch "aus Sicht der Natur" verschwindet von diesen Planeten). Manchmal glaube ich sogar das der Mensch mit Volldampf (Unvernunft) darauf zusteuert.

PS wenn jemanden meine Beispiele zu primitiv sind sollte er sich mit bissigen Kommentaren trotzdem zuruckhalten, da fuer den Fragesteller bestimmt.

  • Möchtest du das die Menschen lieber verschwinden, damit es der Natur und andere Spezies wieder gut geht?
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@jayden00

Was ich moechte ist unwichtig, da es die Realitaet nicht veraendert. Tatsache bleibt aber je weniger Menschen die Erde bevoelkern desto weniger muss man mit technischem Equipment in den natuerlichen Oekoprozess eingreifen.

Meiner Meinung nach ist ein technisches Eingreifen bei einer Gesamtbevoelkerung von kleiner 500 Millionen uberhaupt nicht noetig, da dann die "Natur" alles selbststaendig regeln kann, auch das Arten sterben und Mutationen eben Dinge welche einfach zum Evoluionsprozess dazu gehoeren.

... verschwinden ? Jeder (alles, Pflanzen, Viren) hat ein Recht auf Leben es ist aber auch eine natuerliche Tatsache das der Staerkere (bessere Mutation) ueberlebt zu Gunsten der Schwaecheren (nicht mutierten "angepassten" Arten). Nur der Mensch hat die Entscheidungsfreiheit z.B. Elephanten auszurotten (wg. Elfenbein) oder zu schuetzen (z.B. Naturschutzparks) oder bereits jetzt (heute oder morgen) zu erschaffen (Moeglichkeiten: Klonen, Gentechnologie)

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@onlineopa
  • Sollte Menschen weniger Kinder zeugen und auf 1-3 Milliarden gesund schrumpfen? Ich bin der Meinung das es der Welt besser täte. Aber dann gibt es die einzelnen kleinen Staaten die mehr nach Nachwuchs hoffen für die Industrieverstärkung also ein Spiel des Hin und Her.
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@jayden00

Der Welt taete es besser aber es wird wegen der Unvernunft des Menschen nicht passieren. Ausnahmen: z.B. eine ausser Kontrolle gerate Biowaffe (MENSCH) oder ein Bakterien(Viren)Mutation (NATUR) resistent gegen alle Antibiotika.

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@onlineopa

Der Mensch ist eher sehr schwach aber glaubt die seien die stärksten Lebewesen. Ein Virus kann ein ganzes Volk zerstörten auch die Hilfsmittel bringen mit der Zeit nichts mehr

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@jayden00

Stimmt ... Stichworte: (nahe Vergangenheit ->) Jahrhundertgrippe (Gegenwart ->) Kampf der Krankenhaeuser gegen bereits vorhandene resistente Bakterien/Viren.

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@jayden00

das hat mit Wollen nichts zu tun. Wenn wir so weitermachen, wird das passieren. Dem Planeten ist das so egal wie das Aussterben der Saurier.

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@Dahika

Habe ich doch auch bereits in Worten auszudruecken versucht mit. ....
... Was ich moechte ist unwichtig, da es die Realitaet nicht veraendert. ...
In diesem Sinne ... Danke Dahika.

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Es stimmt, dass Ökosysteme sich nicht in einem Gleichgewicht befinden. Gleichgewicht bedeutet, dass alles ausbalanciert ist, eine Entwicklung wäre somit ausgeschlossen und es gäbe zum Beispiel keinerlei Evolution. Tatsächlich ändern sich Ökosysteme aber permanent und genau diese Veränderungen treiben die Evolution an, denn sie "zwingen" die Lebewesen dazu, auf die Veränderungen zu reagieren und sich anzupassen. Die auffälligsten Veränderungen betreffen sicherlich das Wetter, das jeden Tag anders ist und sich sogar stündlich ändern kann. Aber auch das Nahrungsangebot verändert sich ständig abhängig von der Pimärproduktion, der Anwesenheit von Räubern und so weiter und so fort.

Aussterben gehört zum Leben in der Tat dazu. 99,9 % aller Lebensformen, die auf dieser Erde bislang entstanden sind, sind heute ausgestorben und die meisten heute existierenden Lebewesen wird fürher oder später das gleiche Schicksal ereilen. Das Problem ist, dass vergangene Aussterbeereignisse bei Weitem nicht die Geschwindigkeit erreichen wie das aktuelle menschenverschuldete Massensterben. Zwar hat es immer wieder einige Massensterben in der Entwicklungsgeschichte des Lebens gegeben. Das bekannteste ist sicher das Massensterben an der Kreide-Palaeogen-Grenze vor 66 Mio. Jahren, bei dem unter anderem die Flugsaurier, zahlreiche Meereslebewesen und sämtliche Nichtvogeldinosaurier ausstarben. Noch umfassender war das Massensterben am Übergang des Perm zur Trias, bei dem gut 70 % aller damals existierenden Arten ausstarben. Diese Massensterben führten aber immer zu gravierenden Veränderungen der Ökosysteme und es dauerte Jahrmillionen, bis sich die Ökosysteme wieder erholt hatten und auch nur annähernd wieder eine ähnlich hohe Artenvielfalt hergestellt war.

Der zweite Punkt ist darum ein völliger Trugschluss. Man kann sich ein Ökosystem zwar wie ein kompliziertes Netzwerk vorstellen, aber es ist deswegen leider alles andere als stabil. Viele stellen sich ein Ökosystem wie ein Einkaufsnetz vor, bei dem die Knoten die einzelnen Arten des Lebensraums darstellen und die Verknüpfungen dazwischen die Beziehungen darstellen. In einem solchen System würde das einzelne Durchtrennen einer Masche nicht viel bewirken, da all die anderen Maschen die Durchtrennung auffedern würden. Ein Ökosystem muss man sich aber eher wie den Stoff einer Strumpfhose vorstellen: sobald eine Masche durchtrennt wird, dröselt sich der Stoff auf und man bekommt eine Laufmasche, die sich unaufhaltsam immer weiter durch den Stoff arbeitet.

Nehmen wir zum Beispiel an, dass wir aus einem Waldstück eine Pflanzenart entfernen würden. Wir durchtrennen also eine einzige Masche im Netzwerk. Was passiert? Nun, zunächst einmal verschwinden mit der Pflanze sämtliche Insekten, die sich auf oder in dieser Pflanze entwickelten, die dort ihre Eier ablegten und so weiter. Mit dem Verschwinden dieser Insekten sinkt das Angebot an Nahrung für Insektenfresser. Diese verschwinden somit zwangsläufig auch. Das wiederum könnte dazu führen, dass andere Insekten wiederum nun in ihren Beständen nicht mehr reguliert werden. Sie vermehren sich und führen zu massiven Fraßschäden an anderen Pflanzenarten. Mit dem Verschwinden dieser Pflanzenarten geht es nun weiter und immer weiter bis das Ökosystem im schlimmsten Fall total zusammenbricht. In besonders stark miteinander vernetzten Lebensgemeinschaften sind daher schon winzigste Veränderungen besonders gravierend und im Umkehrschluss sind meist sehr artenarme Ökosysteme oftmals wesentlich stabiler und reagieren auf Veränderungen weniger sensibel.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Biologiestudium, Universität Leipzig

Warum behaupten dann alle das Gleichgewicht des Ökosystems? Und was passiert wenn die Menschen morgen aussterben würden, würden viele Arten aussterben und somit eine tote Stille auf der Welt herrschen? Ist der Mensch wichtig für das Ökosystem?

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