Stillbaby zufüttern, wenn es nicht genug zunimmt?

9 Antworten

Wir hatten den Rat unserer Hebamme, unser drei Wochen altes Baby zuzufüttern ausgeschlagen.

Vier Tage säter lag Marie für zwei Wochen im Krankenhaus wegen Gedeihstörungen und musste mit Infusionen aufgepäppelt werden bis sie wieder selber trinken konnte.

Ich bin seitdem bei meinen zwei kleinen echt vorsichtig geworden, habe rechtzeitig zugefpttert wenn sie unter Norm lagen und habe letztendlich nur gute erfahrungen mit der premilch gemacht. Sie hat alles gleich zuverlässig getrunken (Brust, abgepumpt, Premilch) und ist heute eine rundum fitte Teeangerin.

Lasst Euch keinen Stillstress einreden !

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Diese Fälle sind nicht selten. Theorie und Praxis sieht oft anders aus.

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Ich habe in Ernährungsfragen meinen Kinderarzt immer reden lassen, der wollte auch, dass ich mit 4 Monaten schon zufüttere - ich habe 6 Monate voll gestillt und dann angefangen. Frag lieber eine Hebamme, auf jeden Fall eine weitere Meinung, ob das Kind tatsächlich zu leicht ist.

Also: Klar ist Muttermilch das Beste und manchmal dauert es, bis sich die Produktion dem wachsendem Hunger des Babys anpasst. Manchmal hindern auch andere Gründe die Mutter daran, genügend Milch zu produzieren: Körperliches, Stress etc. Zum Stress gehört auch die Sorge und das Gefühl, dass das Kind nicht satt ist. Und der ich nenne es mal "Stillterror", der allerortens herrscht. Jede Mutter kann stillen und nur schlechte Mütter geben die Flasche. Das ist in manchen Fällen nicht hilfreich, es setzt die Mütter noch mehr unter Druck und kann kontraproduktiv sein.

Meine Kinderärztin befahl mir nach einigen Wochen des Zweifels nach 4 Monaten Stillzeit zuzufüttern, und zwar mit Flaschenmilch (HA). Ich war sehr erleichtert durch die Sicherheit, dass das Kind sich ganz sicher satt trinken konnte. der Druck war raus. Es ging uns beiden damit besser, nur mit der Zunahme das hat nicht so richtig geklappt - Wer meinen dünnen riesengroßen Spargelsohn heute sieht und wieviel er reinhaut, der weiß im Nachhinein auch warum er als Baby einfach keinen Speck ansetzen konnte.

Also auch die Aussage mit "das Kind ist zu dünn" muss man kritisch sehen, wie mein Beispiel zeigt. Lass Dich nicht zu sehr verunsichern und achte auch darauf, dass es Dir gut geht - egal ob mit Zufüttern oder nicht.

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