Stihl Freischneider FS 350 geht im kalten Zustand nicht an und säuft nach 5 mal Pumpen ab. Was ist nicht in Ordnung?

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1 Antwort

Wenn Stihl in der Bedienungsanleitung selbst schon von 2  Versuchen redet, ist das ein Eingeständnis dafür, daß das Kaltstartprozedere nicht idiotensicher ist. Da muß man ganz einfach selber herausfinden, ob man mehr oder weniger vorpumpt, welchen Startversuch man mit oder ohne Choke macht und wieviel Startversuche man wirklich braucht.

Wenn Gemisch sich inzwischen im Luftfilter befindet, ist da auch das Zweitaktöl mit drin. Der Benzinanteil verdunstet wieder heraus, das Öl nicht - und verklebt die Luftfilterporen. Dann strömt immer weniger Sauerstoff durch und die Maschine läuft immer schlechter. Wenn der Luftfilter ein Schwamm ist, kann man den in Benzin auswaschen. Bei Papierfiltern würde ich mir einige Ersatzfilter zurücklegen.

Ich habe eine SOLO-Motorsense, da mußte man von Anfang an den Vergaserdeckel abschrauben, am Choke vorbei Gemisch einfüllen und alles wieder zuschrauben. Steht so auch nicht im Lehrbuch. Aber anders kriegt man das Ding nicht zum Laufen!

Ich habe auch eine Stihl Motorsäge. Eine klasse Maschine, wenn sie läuft. Aber der Kaltstart ist manchmal ein Gewurxe, wie es nicht in der Bedienungsanleitung steht.

Was ich damit sagen will: Ich glaube nicht, daß an Deinem Freischneider etwas kaputt ist. Die Hersteller machen da keinen allzu großen Aufwand und gehen wohl davon aus, daß diejenigen, die mit solchen Maschinen arbeiten, genug Knowhow besitzen, um so etwas auch zum Laufen zu bringen. (Wie man an Deinem Beispiel ja auch ablesen kann).

Man kann den Kaltstart sicher auch bedienungsfreundlicher konstruieren, aber dann wird die Maschine zu teuer und störanfälliger.

Nicht verzagen - weiterplagen!

MfG

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