Stifneck und Intubation!?

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Nach dem aktuellen Stand wird einem Patienten mit entsprechenden Verletzungen (also HWS-Trauma, Polytraume etc) sobald als möglich ein Stifneck angelegt. So lange das nicht möglich ist, wird der Kopf durch einen Helfer achsengerecht fixiert. Das gängige Vorgehen bei einem Intubationspflichtigen mit Stifneck ist es also (sofern man sich nicht traut, mit Stifneck dran zu intubieren, was zwar erschwert aber durchaus für den Geübten möglich ist), den Stifneck kurz zu lösen, während ein Helfer den Kopf von "unten" zwischen die Hände nimmt und so fixiert, die Intubation erfolgt derweil wie gewohnt von "oben" her. So kann der Kopf auch ganz vorsichtig achsengerecht ein wenig überstreckt bzw. in Jackson-Position gebracht werden. Sobald der Schnorchel drin ist wird der Stifneck natürlich wieder zu gemacht. Lagekontrolle des Tubus wie immer durch a) Sicht bei der Intubation, b) Kapnometrie und erst in dritter Instanz durch Auskultation, die ja bei Trauma-Ereignissen durch das ganze Drumherum meist sowieso erschwert ist.

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hui danke für die schnelle antwort :)

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@Shornella

Bei genug Übung (oder fehlendem Helfer): Stifneck dranlassen, blind nasal intubieren.

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@Taddhaeus

Da braucht man aber ne Menge Übung! Ich mach seit vier Jahren Anästhesie und seit zwei Jahren Notarzt, ich würde das draußen nicht wagen. Dann lieber noch mal ab das Ding und einer hält. Prinzipiell ist die blinde nasale ITN aber durchaus möglich, also, wer sich traut, sehr gern.

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Hallo

gerade heute habe ich in einem Ausbildungsbuch für Rettungsanis und Rettungshelfer geblättert... Bei einer Bilderserie gings um einen Autounfall... Der Patient wurde zuerst intubiert, erst dann wurde das Stifneck angelegt... Schließlich muss man den Patienten erst beatmen, bevor man irgendwelche weiteren Maßnahmen vornimmt...

Viele Grüße, Princess

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ja, das macht sinn :) schwierig wirds ja erst wenn der pat während des tragens des stifneck intubiert werden muss.

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Asthmaanfall, Rettungsdienst, Notfallsanitäter und Fragen dazu?

Hallo, ich habe seit vielen Jahren schweres Asthma, was sich nicht einstellen lässt. Eigendlich komme ich meist klar, doch mehrfach im Jahr eben nicht mehr. Anfälle können auch über einen längeren Zeitraum gehen mit schlechten PFW (Abfall von unter 30 %) trotz Kortison und normalen Dauermedis, Notfallspray). Da ich nun schon zwei mal im Anfall bewustlos geworden bin (O2 Abfall?) dann aber doch wieder zu mir kam (im Rettungswagen kurz nach eingeleiteter Therapie und wohl auf Schmerzreiz) mach ich mir nun grosse Gedanken. Hier ist es sehr ländlich und in der Regel ist der RTW nach max 15 min vor Ort. Über die Leitstelle wird natürlich Aufgrund des Notfalls das NEF mit alarmiert. Doch meist ist es so, dass der NA dann nochmal 5-10 min länger braucht. D.h. anfangs ist die RTW Besatzung alleine. Bisher war es immer so, das mir ein Zugang gelegt wurde. EKG, RR, Puls Oxi, O2 über Vernebler mit Salbutamol. Super Betreuung! Nun war es so, dass mir dann bevor ich die Inhalation bekam der Vorhang zu ging (Vorher unendliche Müdigkeit, grosse Erschöpfung, Anfall ging schon über ca 14 Stunden mit nur sehr geringer Besserung auf die Medis und Inhalationen daheim). Laut Erzählungen (Übergabe an den NA) kam ich wieder nach setzen von Schmerzreizen zu mir und atmete auf Anforderung wieder, Atmung soll sehr flach und nicht auseichend gewesen sein.. Ich war dann noch sehr benommen. Was, wenn das nicht so gewesen wäre? Im San A, B, C, hab ich vor vielen vielen Jahren mal gelernt (war mal im DRK tätig, aber ewig nimmer aktiv), dass man vor einer Intubation erst Sediert, bzw eine Narkose einleitet. Was, wenn bis dahin noch kein NA vor Ort ist? Noch Reflexe aber kein Bewustsein also kein Koma, sondern Sopor, vorhanden, Atmung nicht ausreichend und es eine Indikation zur Beatmung gibt? In den Kompetenzen beim RA oder nun Notfallretter hat sich ja glaub einiges geändert. Ich frag, weil ich einfach Angst habe. Im KH hatte ich diese Situation und musste kurzzeitig beatmet werden, aber zum Glück wohl nur kurz und mit Ambubeutel. Wie läuft das im Rettungsdienst ab, wenn so ein Vorfall vorliegt und NA noch nicht vor eingetroffen ist? Ich vertraue den Menschen vom Rettungsdienst und wurde immer super Versorgt, darum geht es nicht. Es geht darum, was sie im Notfall dürfen und ich dann bis zum Eintreffen vom NEF gut versorgt bin. Ich würde mich sehr über Antworten freuen, denn diese Fragen beschäftigen mich einfach. Es geht mir nicht gut und ich weiß eben trotz gute Medi Abdeckung nicht, wenn ich wieder Hilfe benötige. Vielen Dank!

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Größen für Larynxtubus?

Ich möchte mir Stück für Stück ein Notfallset zusammen stellen. Da ich im Rahmen meiner Ausbildung zum Einsatzsanitäter (wie der RH NW) und eines Praktikums in einer Uniklinik sehr oft mit dem Larynxtubus geübt habe und ich, in der Handhabung, sehr vertraut bin, würde ich gerne den Larynxtubus für die Beatmung in mein Notfallset packen.

Nun zur Frage: Welche Größen sind am gänigsten bei Kinder und Erwachsenen(Mehr als zwei oder drei möchte ich aus fin. Gründen erstmal nicht kaufen)? Und muss er immer 100% die Richtige Größe haben, oder ist da ein bisschen "Spielraum".

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