Stiefvater und "kind" Beziehung, was muss/sollte man sich sagen?

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5 Antworten

Ich würde sagen, kommt drauf an, wie gut du dich mit deinem stiefvater verstehst. Wenn ich noch daheim wohnen würde, würde ich meinen eltern sagen wohin ich geh und wann ich ungefähr wieder heimkomm, einfach damit sie sich keine sorgen machen und weil man dadurch einfach ein besseres Verhältnis hat. Im Fall irgendetwas mit dir passieren sollte, wissen sie dann wo sie dich finden können.

Meine Stiefmutter ist für mich meine wahre Mutter. Ich war 16, als sie zu uns stieß. Es kommt immer auf das Verhältnis an, was Du mit Deinem Stiefvater hast. Wenn ihr Euch gut versteht, dann spricht doch nichts dagegen, wenn du ihm mitteilst wo Du hingehst. Er macht sich halt Sorgen um Dich. Auch wenn Du schon volljährig bist.

Ich meine es reicht, wenn du nur sagst, dass du ausgehst und wann du glaubst, dass du wieder zuhause bist. Einzelheiten sind Privatangelegenheit, die gehen niemanden was an.

Dein Stiefvater muss nicht alles wissen, aber zum normalen Umgang gehört es, Bescheid zu sagen, dass man ausgeht. Wenn du sagst, wann du wieder zurückkommst, gib immer 1-2h mehr an, als du denkst, damit du dann noch Spielraum hast. Ansonsten kannst du machen was du willst, du bist zwar erwachsen und er macht sich halt noch Sorgen um dich. Aber da muss man nicht so hart vorgehen, aber kannst trotzdem deine Privatsphäre schützen. Erinnere ihn freundlich, dass du erwachsen bist und er genug weiß, wenn du diese Dinge bekannt gibst.

Hallo,

ok, klingt ganz gut soweit. Die Einzelheiten müsste man dann noch genauer definieren. Ich meine, was spielt es für eine Rolle mit welchen Leuten ich mich treffe oder was ich mache? Ich denke es muss sich niemand mehr sorgen um mich machen, und das will ich eigentlich auch gar nicht. Soll sich jeder um sich selber sorgen. Aber ich muss auch sagen das ich lieber gar nichts sagen würde, nur in so einer situation wie jetzt komm ich da nicht herum wie's scheint.

Jedenfalls sollte es ja ausreichen zu sagen wo man sich ca. befindet und wie lange ca. weg und gut ist.

Aber ich glaub bei ihm, dass er eben auch neugierig ist zu wissen mit was für leuten ich mich abgebe. Das kann zwar niemand beeinflussen oder mir vorschreiben, aber da ich ungern lüge hab ich ebenso keine lust es detailliert zu erklären. Er ist so ein typ der am liebsten alles von sich preisgibt und das auch von anderen erwartet, oder zumindest verwandten. Und das will ich einfach nicht, also nicht in dem maße. Das muss ich mit handfesten Argumenten jetzt rüberbringen.

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@BlackMagic84

Ja, es gibt solche Menschen, wie du "ihn" beschreibst. Aber meistens ist das auch nur, weil in ihrem Leben gerade nicht soviel los ist und auch danach sehnen sich diese Menschen dann gerade. Wenn er wieder selbst etwas unternehmen wird, dann geht das übersteigerte Interesse auch wieder vorbei, weil er wieder selbst Spaß hat und "lebt" und nicht durch andere. Ich würde ihn ermuntern doch selbst mal wieder wegzugehen. Du merkst ja, wie interessiert er daran ist. Wenn er dich wiederausfragt, würde ich es ihm einfach so vorschlagen.

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@Unvisible

Hallo, leider hat er eine sehr schwierige Persönlichkeit, aber das ist ein anderes Thema. Meiner Mutter hätte ich freiwillig immer gesagt was ich mache und wohin usw, egal ob ich 17 oder 37 bin. Nur bei ihm kommt mir das so fordernd vor.

Was sagst du dazu wenn ich morgens das Haus verlasse, seis jetzt 6 uhr oder 7 uhr... sollte ich es da einsehen das er von mir geweckt werden will um dann aufstehen zu können? Er argumentiert damit das er wissen will sobald er alleine im haus ist, weil er morgens immer länger zum aufstehen/fertigwerden brauch. Aufgrund eines unfalls vor jahrzehnten (natürlich selbstverschuldet).

Im prinziep nervt das alles aber ausziehn geht auch nicht weil zu viel dahinter hängt.

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@BlackMagic84

Das kann ich mir gut vorstellen, dass es dich nervt. Ich kenne solche Menschen, die kein Bitte und kein Danke über ihre Lippen bringen und so eine fordernde Art haben, als wenn sich immer alles nur um sie drehen muss und sie die einzigen sind, die dir was zu sagen hätten.

Und nein!!! Ich würde ihm (z.B. abends) sagen, wann ich das Haus verlasse und er möchte sich bitte selbst einen Wecker stellen, weil du morgens andere Dinge im Kopf, als immer daran zu denken, dass er aufstehen will.

Du hast ein Recht auf deine Privatsphäre und ein Recht, dass auch auf deine Gefühle Rücksicht genommen wird. Und du musst langsam damit beginnen, dich von ihm "frei" zu machen.

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@Unvisible

Das habe ich schon probiert, er argumentiert dann er könnte den Wecker vergessen zu stellen oder überhören oder sonstwas. Meinst du ich soll das wieder riskieren? Er kann ziemlich ausfallend werden bei solchen kleinigkeiten. Er sagte mir das mit dem Wecker wäre ihm zu unpersönlich. Er will unbedingt informiert werden sobald er sich alleine im Haus befindet sagt er.

Ich hab mir jetzt halt überlegt morgens einfach, sofern ich dran denke, kurz von draussen reinzurufen das ich nun weg bin, und wenn er es nicht hört...pech.

Oder ich stell ihm das Telefon als Wecker, das überhört keiner.

Ich brauch nur gute Argumente hinterher um diese "unpersönlichkeiten" zu rechtfertigen.

Das mit der Privatsphäre ist auch richtig, nur muss ich das dann auch wieder in Verbindung damit bringen können.

Er lässt sich kaum auf irgendetwas ein was ihm nicht past.

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@BlackMagic84

Du darfst ihm einfach nicht nachgeben. Das alles was er da erwähnt, sind seine eigenen Probleme. Er schaft es, dass DU seine Probleme zu Deinen machst. Wenn er mit dir diskutieren will, geh weg, dreh dich um, verlasse den Raum, verlasse das Haus, rede nicht mit ihm, lass ihn ins Leere laufe, lass ihn toben. Er beruhigt sich auch wieder. Sag ihm, dass ihr miteinander reden könnt, wenn er sich beruhigt hat und geh einfach weg!!! Du musst dich überhaupt nicht rechtfertigen. Er ist für sich selbst verantwortlich!!! Wenn du ausziehst, muss er auch allein klar kommen. Du musst ihn einfach damit konfrontieren, dass es so nicht weiter geht und wenn er so weiter macht, er in Kürze sowieso allein zurecht kommen muss. Er hat kein Recht darauf, dich so zu bestimmen, auch wenn du noch bei ihm wohnst. Er übt Macht auf dich aus und er weiß, dass es dir schwer fällt, auszuziehen. Damit spielt er jetzt und nutzt es voll aus. Entweder schaffst du es, dich zu behaupten oder er wird dich immer mehr kontrollieren. Ausziehen wirst du so oder so irgendwann und er muss dann allein klar kommen. Nur ist die Frage, ob du überhaupt noch so lange unter diesen Bedingungen da bleiben willst. Es ist dein Leben, deine Achtung vor dir selbst, was du da gerade wegwirfst, wenn du ihm nachgibst. Lass dich nicht von einem Tyrannen bestimmen. Du hast nur dieses eine Leben, nur diese eine Jugend. Du bekommst keine zweite Möglichkeit. Das sollte reichen, um allen Mut zusammen zu nehmen. Man muss mit diesen Mneschen sehr konsequent sein.

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@Unvisible

Ok, das klingt natürlich sehr drastisch. Natürlich hast du recht, nur er hat ja auch seine guten Seiten. Bloß sind es eben auch solche kleinigkeiten die mich aufregen (und das ist erst seitdem meine mutter nicht mehr ist - vorher brauchte ich nie auch nur irgendwas zu erwähnen ihm gegenüber). Das mit dem morgens bescheid geben ist im moment das was mich aber am meisten stört.

Aber das mit seinen problemen zu meinen machen ist ein guter Hinweis, ich glaub das werd ich ihm nächstes mal sagen und mal schaun was er drauf antwortet ;-)

Alleine käme er aber auch klar, irgendwie. Wobei alleine würde er hier eh nicht bleiben sagt er.

Im übrigen ist er selber mit sich auch sehr unzufrieden und hat von grundauf eine manisch depressive Art und Weise (mal super gelaunt und dann wieder wie kurz vorm Abgrund). Aber das ist alles eine andere Geschichte.

Ich versuch ihm das bei nächster Gelegenheit mal beizubringen mit dem morgens bescheid sagen. Wenn ich dann konsequent bleibe kanns nur passieren das er sich ziemlich aufregt und von schlechten "zusammenlebens-verhältnissen" spricht.

Alles sehr kompliziert.....

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Ich finde, dass es zu jeder Lebensgemeinschaft gehört, dass man sagt, wohin man geht, oder bis wann man voraussichtlich zurück ist. Schließlich macht sich der andre ja Gedanken... Sollte aber für alle gleichermaßen gelten!

natürlich sagt man bescheid,damit der andere sich keine sorgen macht

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