Steuervorteil und förderschädliche Auszahlung bei Riester Rente?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wenn Du eine Riester-Rentenversicherung abschließt und auf die staatlichen Zulagen sowie Einkommensteuervorteile verzichtest, wird deine Versicherungspolice steuerlich wir eine Private Rentenversicherung gleichgestellt. Das heißt, dass deine Rentenversicherung von der Abgeltungssteuer befreit ist. Falls du diese länger als 12 Jahre behältst, werden auch die Gewinne im Alter nur zur Hälfte versteuert. Fraglich ist, ob dein Riester-Versicherungsvertrag noch Hartz IV sicher ist, denn du entziehst dich aus dem Zweck, deine Ersparnisse für die Rente zu nutzen. Ob die Riester-Rentenversicherung bessere Renditen gegenüber einer privaten Rentenversicherung verspricht, hängt im Wesentlichen vom Grad der Garantien wie Renditegarantien oder Erhalt der eingezahlten Beiträge. Der größte Reiz von Riester liegt weiterhin bei den Zulagen und Einkommensteuervorteile, die die Rendite aufpeppen und Hartz IV-Sicherheit. Dennoch fallen bei der Riester-Rente Sozialabgaben an, die deine brutto-Rente vermindern. Wie du siehst, ist die Wahl bei der Vermögensanlage vielmehr abhängig von deinen zukünftigen Absichten als reine steuerliche Erwägungen.

Hallo,

ja, da liegt der Bock drin.

Die "Riesterrente" unterliegt anderen rechtlichen Regelungen (Altersvermögengesetz), als die Produkte der 3. Schicht (Private Vorsorge) welche du hier anführst.

Riester ist dafür geschaffen worden, um die gekürzte Nettoaltersrente seit 2002 um 4% mit staatlicher Förderung auszugleichen. Schon deshalb sind viele Vergleiche, die gemacht werden falsch.

www.proriester.de

Eine Kapitalauszahlung ist föderunschädlich bis 30% der Kapitalsumme zum Renteneintritt möglich.

Inwieweit ds Produkt zu Dir passt, kann man im rahmen einer Beratung feststelen, nachdem dir die Möglichkieten aus den 3 Schichten von Versicherungslösungen und weiteren (Immobilien, Aktien usw.) gezeigt worden sind.

Beste Grüße

Dickie59

Eine Altersversorgung schließt man normalerweise nicht ab, um sie ein paar Jahre später wieder zu kündigen.

Wenn du das vorhast, solltest du es lieber ganz bleiben lassen. 

Die anfallenden Kosten machen eine Anlage uninteressant, wenn man sie nicht dann auch tatsächlich durchhält.

Mein Fehler, hätte ich genauer beschreiben sollen. Ich denke an die Auszahlung mit 63, also in 33 bzw. mit 67, also in 37 Jahren. Hab meinen Beitrag korrigiert ;)

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@Ruebli

Wie die Auszahlungsbedingungen in in 33 oder 37 Jahren sind, kann (und will) dir heute natürlich niemand garantieren.

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@DerHans

Das heißt, dass die Vertragsbedingungen einfach nachträglich geändert werden können? Das wäre ziemlich unfair...

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@Ruebli

Die Vertragsbedingungen können natürlich nicht nachträglich geändert werden.

Aber die Gesetzeslage kann jederzeit verändert werden.

VOR 30 Jahren hätte niemand geglaubt, dass es einmal eine NULL-Zinsen-Politik geben könnte. Wer das damals gesagt hätte, wäre ausgelacht worden.

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@DerHans

Ich verstehe allerdings nicht ganz, was mir Deine Antwort jetzt sagen soll. Meine Frage war ja, ob der Gedanke richtig ist, dass bei der RRV bei förderschädlicher Auszahlung dasselbe herauskommt, wie bei einer PRV, sofern die Steuervorteile reinvestiert werden.

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@Ruebli

Das kann man pauschal nicht sagen. jede Gesellschaft kalkuliert ihr Kosten anders. Der Kostenanteil wird deinem Vertrag in jedem Fall berechnet und verringert die Rendite. Dabei ist es vollkommen egal, welches Modell du gewählt hast.

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@Ruebli

Das wäre eine echte mathematische Herrausforderung, da die Riesterverträge besondere Kosten haben, welche sich auf das Deckungskapital und die Zulagen beziehen. Aufgrund der Zulagen ist mehr Deckungskapital drin, daher werden dann die Kosten in dem Bereich höher sein. Das Deckungskapital wäre bei dem privaten Produkt geringer (da keine Zulagen) und ausserdem wird in deiner Frage die mögliche Steuererstattung (ist ja ein positiver Kostenfaktor für den Verbraucher) gar nicht berücksichtigt. Dieser Effekt geht bei den meisten unmerklich vorbei.

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