Steuertransparenz ausländischer ETF

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1 Antwort

In diesem Fall greift der §6 Investmentsteuergesetz:

§ 6 Besteuerung bei fehlender Bekanntmachung Sind die Voraussetzungen des § 5 Abs. 1 nicht erfüllt, sind beim Anleger die Ausschüttungen auf Investmentanteile, der Zwischengewinn sowie 70 Prozent des Mehrbetrags anzusetzen, der sich zwischen dem ersten im Kalenderjahr festgesetzten Rücknahmepreis und dem letzten im Kalenderjahr festgesetzten Rücknahmepreis eines Investmentanteils ergibt; mindestens sind 6 Prozent des letzten im Kalenderjahr festgesetzten Rücknahmepreises anzusetzen. Wird ein Rücknahmepreis nicht festgesetzt, so tritt an seine Stelle der Börsen- oder Marktpreis. Der nach Satz 1 anzusetzende Teil des Mehrbetrags gilt mit Ablauf des jeweiligen Kalenderjahres als ausgeschüttet und zugeflossen.

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Kommentar von ThoMue
03.07.2013, 15:01

Ok, vielen Dank!

Zum Verständnis noch: was heißt dann "anzusetzen"?

Beispiel:

Fond ist am 1.1. genau 1.000€ wert.

Fond zahlt 10€ Ausschüttung irgendwann im Laufe des Jahres.

Fond ist am 31.12. genau 1.100€ wert.

D.h. dass 10€ Ausschüttung und 70€ Wertsteigerung (da 70% der Wertsteigerung und dies mehr als 6% sind) anzusetzen sind.

D.h. auf die 80€ muss man dann Kapitalertragssteuer + Soli entrichten.

Richtig?!

Was ist, wenn man dann am darauffolgenden 1.1. den Fond für 1.100€ verkauft - ist das dann steuerfrei oder muss man dann erneut Kap.-Steuer zahlen?

Und noch ne Frage: Auch bei negativer Wertentwicklung (sprich: Fondpreis am 31.12. z.B. 600€) wird dann ja 6% angesetzt (auf 600€ also 36€), worauf man dann wieder Steuern zahlen muss? Kann man dies dann mit anderer Kap-Steuer verrechnen?

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