Steuerschuld: kann man daraus auf die Verzinsung und auf das Kapital zurückrechnen?

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8 Antworten

Die Steuerschuld von Hoeneß setzt sich zusammen aus der Kapitalertragssteuer in Höhe von 3,5 Mill., (aus ca. 156 Mill. im Jahr 2005), dazu kommt jetzt noch die Spekulationssteuer, (ab 2009 Abgeltungssteuer) die höchst kompliziert, auch aufgrund einer Gesetzesänderung in 2009) zu berechnen ist, sowie der Solitaritäts-Zuschlag von ca. 1,5 Mill.

http://www.finanzen.net/lexikon/boersenlexikon/Spekulationssteuer_umgehen

Im Prozeß wurde aber der heutige Kontostand und die daraus resultierende Versteuerung nicht bekannt. Das Finanzamt Rosenheim wird nun aufgrund der erst vor kurzem erhaltenen Unterlagen eine exakte Steuerberechnung vornehmen, deshalb kann es durchaus noch vorkommen, daß die Steuerschuld letztlich noch höher ausfällt, als die 28,5 Mill. Man schätzt, daß Hoeneß mit allem drum und dran, also auch Verzugszinsen ca. 50 bis 60 Mill. an den Staat zu zahlen hat, bei einer Einstellung des Verfahrens wären es im übrigen über 70 Mill. gewesen, weil dann noch höhere Verzugszinsen angefallen wären.

Nun viel Spaß beim Rechnen! -:)

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Kommentar von koch234
14.03.2014, 11:53

danke, du scheinst dich schon damit beschäftigt zu haben ;-)

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gehst du von der Einkommenssteuer aus, die , glaube ich, einen Maximalwert von 42% erreichen kann, müssen 67.857.142,90 € Zinsen entstanden sein. Je nachdem, ob dieses die Zinsen eines oder mehrerer Jahre sind, variiert demzufolge auch das Ausgangskapital. Bei einer Verzinsung von 6,7% würde 100.000.000 in weniger als 10 Jahren, diesen Betrag erzeugen.

Ob die Versteuerung von Kapital und Zinserträgen tatsächlich mit diesem Steuersatz belegt wird, weiß ich nicht.

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Beim Uli H. waren es keine Zinsen, sondern überwiegend Spekulationsgewinne aus Devisengeschäften.

Der hat also USD, YEN, AED.... gekauft und wieder mit Gewinn, manchmal aus Verlust verkauft.

Daher ist es schlicht unmöglich, aus der Zahllast auf ein Kapital zu schließen.

Bei Geldmarkt und Aktiendepots in der Schweiz ging das aber so:

Du eröffnest ein Konto, zahlst 20 Millionen ein. DAS ist aber NICHT dein Spielgeld, sondern du musstest nur 5% Sicherheit hinterlegen und konntest also mit dem 20fachen spekulieren.

20 Mio / 5 x 100 = 400 Mio

5 % Sicherheit von 400 Mio = 20 Mio

Spielmasse somit 400 Mio

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Kommentar von koch234
28.04.2014, 16:11

danke auch für deine Antwort,

von überall her kommen kleine Lichtblicke, um ein Bild des Ganzen zu erahnen ...

;-)

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Das Problem liegt hier einmal daran, dass größtenteils mit derivativen Finanzinstrumenten gehandelt wurde; aufgrund der hebelwirkung kann man hier m.E. gar nicht mehr auf das eingesetzte Kapital schließen

Es geht hier nicht um Zinseinkünfte aus einem Kapitalvermögen; es geht hier offensichtlich um Gewinne aus spekulativen Termingeschäften.

Das andere Problem ist, dass aus dem Prozessverlauf einiges bei den Rahmenbedingungen unklar bleibt.

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das Kapital kann man nicht rechnen, wenn man nicht weiss in welche Finanzinstrumente es investiert wurde. Ein 1-Monats-Festgeld bringt weniger Zinsen als eine 10-Jahresanleihe

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Kommentar von koch234
14.03.2014, 11:52

ja, dann geh doch mal von einem kleinen Festgeld mit 2,5 % aus?

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Da es sich bei der Nachzahlung um eine freiwillige Zahlung handeln soll, kann man nicht mit Sicherheit auf die tatsächliche Höhe schließen.

Wenn man wie der Herr Höneß den Grenzsteuersatz zahlt, ist nur dieser Faktor bekannt.

Alles andere ist sehr spekulativ.

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Kommentar von koch234
16.09.2014, 10:28

interessant, dass immer noch Leute zu dieser Frage finden ;-) danke für deine Antwort

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Danke für deine Frage! Bei meiner Ausbildung zum Steuerfachangestellten behandeln wir das Thema auch gerade. Wir gehen von 60 - 80 Millionen Euro aus, kommen aber nicht so richtig weiter.

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Kommentar von konzato1
14.03.2014, 11:32

Auch Fragen wir uns, wie das mit den Verlusten ist. Also die Zinsen auf Produkt A und B liegen sehr hoch und müssen dementsprechend versteuert werden, aber auf das Produkt C gibt gar keine Zinsen. Bzw. sogar Verluste. Also müßte man doch die Verluste von C gegen die Gewinne von A und b aufrechnen dürfen?

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Sind nicht so viele Variablen.

Die Laufzeit ist ein Fixum und die Zinsen kannst du nachschlagen.

Ist eigentlich ein Einzeiler

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Kommentar von koch234
14.03.2014, 11:28

also, wieviel Geld hatte dann der Bayernchef?

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Kommentar von Duponi
14.03.2014, 11:30

warum sollte die Laufzeit ein Fixum sein? du kannst Festgelder von 1 Woche bis zu einem Jahr anlegen, und wer sagt, dass es nur Festgelder waren?

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