Steuerschätzung weiteres Verfahren

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3 Antworten

oder ist die Sache damit gegessen und man kann sich die Erklärung sparen?

Nein, natürlich nicht! Eine Schätzung entbindet dich nicht von der Abgabe der Steuererklärung. Du musst also mit weiteren Maßnahmen rechnen, wie weitere Festsetzung von Verspätungszuschlägen.

Falls das Finanzamt zu niedrig geschätzt hat, der Steuerpflichtige das erkennt oder weiß und deshalb "damit einverstanden" ist, ist der Tatbestand der Steuerhinterziehung erfüllt. Die strafrechtlichen Folgen ergeben sich aus §§ 370 ff. AO.

Ich liebe das Gesicht der Steuerpflichtigen, wenn sie dann im persönlichen Gespräch erfahren, dass wir bei Steuerhinterziehung auch Schätzungen ändern können, bzw. das auch Steuerhinterziehung vorliegen kann, wenn geschätzt wurde.

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@blackleather

Als Steuerbeamter setzte ich die Steuern nach den Vorgaben des Gesetzgebers fest. Ich weis, dass die Steuerbescheide die ich erlassen muss, nicht jeden erfreuen, aber ich versuche meine Eingriffe in die Privatsphäre des Bürgers auf das notwendigste zu beschränken.

Im Gegenzug wünscht sich der Mensch in mir, dass der Bürger sein Mitarbeitspflicht in dem Ausmass erfüllt, der mir eine korrekte Steuerfestsetzung ermöglicht.

Sollte also auf Grund der mangelnden Mitarbeit des Bürgers ein geschätzter Bescheid ergehen, und sich dann rausstellen, dass dieser auf Grund fehlender Angaben nicht korrekt ist, dann ändert der Beamte in mir den Bescheid und leitet ein Strafverfahren ein ohne einen Gedanken an die Mehrarbeit mit dieser Steuerfestsetzung zu denken.

Dem Menschen in mir geht es leicht auf den Zeiger, dass er schätzen muss, dass er die Schätzung ändern muss, dass er eine Meldung an die Straf- und Bußgeldsachenstelle muss, dass er vermutlich Hinterziehungszinsen festsetzen muss, und sich vermutlich noch mit einem Rechtsbehelfsverfahren rumschlagen darf, und dass ohne das es eine Auswirkung auf die Arbeitsstatistik hat. Dieser Mensch freut sich dann über das Gesicht.

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@Meandor

Kann ich nachvollziehen. Bei solchen Fällen fehlt mir auch regelmäßig das Verständnis für den "armen" Steuerzahler.

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eine schätzung ist immer schlechter, als wahre angaben.

was hält dich davon ab?

scheinbar haben sie gewisse einkommen nicht gepeilt_ oder?

du mußt es entscheiden. scheinbar bist du einverstanden.

wenn es aber rauskommt, bist du zu einer nachzahlung verpflichtet.

Naja, es ist in etwa das gleiche was letztes Jahr bezahlt wurde - bei nicht großartig veränderten Voraussetzungen... Also kann man sich die Arbeit mit der Erklärung auch sparen und es akzeptieren. Es geht mir hier einfach um Arbeitserleichterung da die Unterlagen ein wenig verstreut in Kartons lagern.

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@datsuppenhuhn

wenn du veranlagt bist, verdienst du ausreichend geld.

kannst du dir keinen steuerberater leisten?

die kennen kartons mit ungeordneten belegen.

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