Steuerrückzahlung bei Unterhalt

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2 Antworten

Ich habe mal ein paar Links recherchiert: Lies mal:

"Unterhaltszahlungen können "außergewöhnliche Belastung" oder "Sonderausgabe" bei der Einkommensteuer sein.

Als Sonderausgaben können Unterhaltsleistungen an den geschiedenen oder dauernd getrennt lebenden Ehegatten als sogenanntes "Realsplitting" bei der Einkommensteuer abgesetzt werden. Da der Unterhaltsempfänger die Unterhaltszahlungen dann versteuern muss, ist die Berücksichtigung der Unterhaltszahlungen als Sonderausgaben beim Unterhaltszahlenden nur möglich, wenn der Unterhaltsempfänger zustimmt. Der Höchstbetrag beträgt 13.805 Euro im Kalenderjahr.

Als außergewöhnliche Belastung können Unterhaltsleistungen bis zu einem Höchstbetrag von 8.004 Euro jährlich berücksichtigt werden. Hier spielen aber auch die Höhe der Einkünfte und Bezüge des Unterhaltsempfängers eine Rolle, die den Höchstbetrag mindern.

Unterhalt für Kinder

Zu beachten ist, dass Kindesunterhalt nicht von der Steuer absetzbar ist, sofern ein Elternteil auch steuerliche Freibeträge für Kinder oder das Kindergeld für das unterhaltsberechtigte Kind in Anspruch nimmt. Für Eltern älterer Kinder, die über der Altersgrenze beim Kindergeld bzw. den steuerlichen Freibeträgen für Kinder liegen, kann eine Berücksichtigung der Unterhaltsleistungen als außergewöhnliche Belastung in Frage kommen. "

Hier weiterlesen: http://www.familien-wegweiser.de/wegweiser/stichwortverzeichnis,did=38510.html

Vielleicht besteht noch die Möglichkeit, dem Finanzamt zu erklären, daß man mit dem "Realsplitting" nicht einverstanden ist. Auf jeden beim Finanzamt vorsprechen und die prekäre finanzielle Situation schildern. Vielleicht findet sich ja eine Lösung.

Zunächstmal ist es so, das Sie die Anlage U bei der Steuererklärung Ihres Mannes unterschrieben haben muß. Insoweit kann das nicht sein, das Sie davon nix wußte. Der Mann kann den Unterhalt nämlich nur mit Zustimmung der Frau absetzen. Die Zustimmung muß erteilt werden, wenn der Mann die Nachteile auf der anderen Seite ausgleich.

Ist es tatsächlich so rechtens, daß der Mann den Steuervorteil für sich erhält und sich das Finanzamt an die Frau bezüglich der Rückzahlung wendet.

Es ist so, das es ein sogn. Realsplittig gibt, das heißt das das Geld beim Unterhaltsempfänger versteuert wird, was in der Regel deutlich günstiger ist. Aber wie bereits oben gesagt, das geht nur, wenn die Frau zustimmt, also Anlage U unterzeichnet.

Die Tatsache, dieses Geld wieder zurückzubekommen ist gleich null, da die Frau auch das Geld für den Anwalt gar nicht hat.

Hier kann Beratungskosten und Prozesskostenhilfe beim Amtsgericht beantragt werden. Außerdem ist die Frage, ob es einen Unterhalttitel gibt, also weiter Unterhalt gezahlt werden muß. Für die Zukunft kann die Frau die Unterzeichnung der Anlage U ja einfach verweigern, wenn der Mann den Nachteil nicht ausgleicht.

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