Steuerrückerstattung, wem steht sie zu?

4 Antworten

Die Steuererstattung steht der Mutter zu, deshalb zahlt das Finanzamt die Erstattung ja auch an die Mutter. Der Vater hat im vergangenen Jahr nicht zu viel gezahlt, denn im vergangenen Jahr hatte die Mutter das Geld ja noch nicht.

Die Steuererstattung wird aber auf die kommenden 12 Monate umgelegt. Dadurch erhöht sich das Nettoeinkommen der Mutter für das kommende Jahr. Wenn Sie also z.B. ein Nettoeinkommen von 1.500,- Euro hat und eine Steuererstattung von 600,- Euro, so beträgt das Nettoeinkommen für die kommenden 12 Monate monatlich 1.550,- Euro (also plus 600:12).

Da der Vater vermutlich 3/7 des Nettoeinkommensunterschieds als Unterhalt zahlt, muss er die kommenden 12 Monate jeweils 3/7 x 50,- Euro = 21,- Euro weniger Unterhalt zahlen.

Wenn ein Unterhaltsbetrag festgelegt wurde, dann gilt der unabhängig von sonstigen Zuflüssen.

Da hier offenbar bereits getrennt veranlagt wird, gibt es eigentlich keinen einzigen Grund, warum die Erstattung einem anderen als dem Steuerpflichtigen (der Mutter) zustehen sollte.

Da deine Eltern geschieden sind, macht jeder seine Steuererklärung selbst und bekommt auch den Betrag von der Steuer wieder, der demjenigen zusteht.

er denkt vlt., dass er das Geld kassieren kann, da er Unterhalt gezahlt hat, da irrt er.

Deine Mutter soll einfach "Nein" sagen, da kann er nichts dagegen tun. Allerdings muss sie, wenn sie selbst Unterhalt von deinem Vater bekommt sich dieses, wie rasperling richtig schrieb, anrechnen lassen als Einkommen umgelegt aufs Jahr.

Außerdem kann man ihm empfehlen, sich beim Finanzamt schlau zu machen, seinen Steuerberater zu fragen oder im Internet zu recherchieren, da wird er genau das finden, das die Erstattung nicht ihm zusteht.

Er ist der Meinung weil... 

Mutter ein geringes lohnsteuer freies Einkommen hat, durch die Anlage U der Unterhalt zu versteuern ist und er ihr die lohnsteuer-vorauszahlung erstatten muss. 

Demnach bekommt sie, wenn sie etwas zurück, bekommt sein Geld zurück. 

Warum Mutter nu überhaupt etwas zurück bekommt kann ich mir nicht erklären bzw evtl aus dem Grund da Vater ein halbes Jahr keinen Unterhalt gezahlt hat (3 Monate davon in 2016) 

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@Dexylein

Sie sollte sich beim Finanzamt direkt erkundigen. nicht von irgendjemandem, der irgendjemanden kennt. Dein Vater will und kann für sich steuermindernd den Unterhalt an deine Mutter geltend mahcen, damit spart er Steuern, bzw. bekommt dafür über seine eigene Steuererstattung Geld wieder.

Deine Mutter muss aber dieses Geld als Einkommen versteuern und dafür Steuern zahlen. Diese Steuern, die sie zu zahlen hat, muss dein Vater ihr erstatten- entweder so wie er es gemacht hat, im Voraus- oder wenn der Steuerbescheid da ist.

Er hat, wie du schreibst im Voraus gezahlt, dann ist das damit erledigt und die beiden sind damit quitt.

Warum sie eine Erstattung bekommen hat, kann sie im Bescheid sehen. Wenn sie arbeitet, Fahrten zur Arbeit, Werbungskosten, Kinderfreibetrag, all das kann zu einer Erstattung führen.

Sie soll sich nicht von ihm vorführen lassen. Wenn ihr Unterhalt zusteht, hat er ihn auch zu zahlen, wenn er es nicht tut, sollte sie einen Anwalt einschalten, der sich darum kümmert. Wenn er zukünftig die Unterhaltszahlungen weiter von der Steuer absetzen will, dann geht es genau wie bisher.

Allerdings, wie rasperling schrieb: das, was sie zurückbekommen hat, erhöht nun mit 1/12/Monat ihr Einkommen, damit kann der Unterhalt ggf. sinken.

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@sassenach4u

Die zwei sind über ihre Anwälte in Kontakt. 

Letztes Jahr kam halt alles zusammen. 

Vater ging in Rente und hat die Zahlung komplett eingestellt, über Anwalt und Gerichtsurteil wurde eine kleinere Summe zum Übergang ausgemacht, bis klar ist wie hoch die Rente von Vater ist. 

Deshalb hat Mutter ein halbes Jahr gar kein Geld bekommen. 

Auf dem Weg Finanzamt waren wir ins haben leider nur diejenigen Antwort beoommen: da mischen wir uns nicht ein, wir haben das Geld an sieben geschickt, was sie damit machen ist ihre Sache. 

Wo man sich ja nur über Rechte und Pflichten informieren möchte. 

Man möchte nichts was einem nicht gehört, so ist Mutters Einstellung. 

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@Dexylein

Was sagt denn ihr Anwalt. Und die Einstellung soll sie mal ablegen, immerhin hat dein Vater 6 Monate gar nichts gezahlt. Sicher mischt das Finanzamt sich nicht ein, aber noch einmal: SIEhat die Steuern auf den Unterhalt zahlen müssen, die Erstattung davon steht IHR seitens deines Vaters zu, damit SIE die Erklärung unterschreibt, damit ER die Unterhaltszahlungen steuermindernd für sich zum Ansatz bringen kann.

Die Steuerzahlung hat ER IHR vorab gegeben, nett von ihm, aber die hätte er sonst HINTERHER leisten müssen.

Mach ihr klar, dass es ihr Geld ist und das das vollkommen zu Recht das ihre ist.

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