Steuerrecht: Nicht abziehbare Aufwendungen?

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1 Antwort

Sachverhalt 1 ist so zu behandeln, wie von dir dargestellt. 50 % der Aufsichtsratsvergütungen stellen nicht abziehbare Betriebsausgaben dar und müssen, sofern sie den Gewinn gemindert haben, wieder hinzugerechnet werden.

Ein Veräußerungserlös, den eine Kapitalgesellschaft aus einer Beteiligung an einer anderen Kapitalgesellschaft erhält, ist nach § 8b (2) bei der Ermittlung des körperschaftsteuerlichen Gewinnes außer Acht zu lassen. Hat der Erlös in der Buchführung den Gewinn erhöht, ist dieser entsprechend zu mindern.

Allerdings gelten 5 % der Einnahme pauschal als nicht abziehbare Betriebsausgabe § 8b (3) KStG.
5 % von 37.500 = 1.875 müssen also dem Gewinn hinzugechnet werden.

RedDevil1982 02.07.2017, 14:26

Danke für die präzisen Erläuterungen.

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RedDevil1982 03.07.2017, 07:38
@Steuerbaer

Ich hätte noch eine andere Steuernfrage an dich:

Ist diese Aussage richtig oder falsch ?
Einkünfte, die sich nicht einer der anderen Einkunfsarten zuordnen lassen, werden als sonstige Einkünfte klassifiziert.

MFG


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Steuerbaer 03.07.2017, 08:10
@RedDevil1982

Jain. Sonstige Einkünfte sind eine eigene Einkunftsart. Dabei stellen sie allerdings keinen pauschalen Auffangtatbestand dar. Zu den sonstigen Einkünften i.S. § 22 EStG gehören insbesondere

- Renteneinkünfte
- Unterhaltszahlungen im Rahmen des sog. Realsplittings
- Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften
- Einkünfte aus Leistungen

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RedDevil1982 03.07.2017, 13:38
@Steuerbaer

Also würdest du ehr zu nein bei dieser Frage tendieren, da es z. B. noch außerbetriebliche Einkünfte §34 gibt.

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