Steuernachzahlung nach Insolvenzgeld

7 Antworten

Oh verzeihung, ein Tippfehler, das Gehalt im Insolvenzzeitraum wurde natürlich NICHT gezahlt.

Nicht ganz klar, was das FA gerechnet hat.

Haben die Dir höhere Einnahmen zugerechnet (nämlich 12 Monatsgehälter plus Insolvenzgeld), als Du bezogen hast (nämlich 10 Monatsgehälter plus Insolvenzgeld)?

Dann sollte es Dir nicht schwerfallen, notfalls durch Vorlage Deiner Kontoauszüge, den Irrtum zu beweisen. Aber zunächst Widerspruch einlegen und detailliert dazuschreiben, wie hoch Deine Einnahmen tatsächlich waren.

Hallo TomRichter,

ja exakt: ich habe 9 1/4 Gehälter bezogen, dazu das Insolvenzgeld für 2 3/4 Monate. Auf den Kontoauszügen werden sich allerdings Zahlungseingäge finden, die exakt dem Nettogehalt entsprechen. Aber sie haben eine andere Herkunft. Komisch, dass die im Finanzamt das nicht selbst merken.

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@zweckoptimist

Hallo zweckoptimist,

das netto ausgezahlte Insolvenzgeld entspricht bei regelmäßig gleichen Monatsgehältern immer exakt dem monatlichen Netto-Arbeitslohn.

Das Finanzamt muss natürlich unterscheiden zwischen steuerpflichtigem Arbeitslohn/Gehalt = zu versteuerndes Einkommen

und

Insolvenzgeld und Arbeitslosengeld 1 = Lohnersatzleistungen.

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Hallo TomRichter,

das Finanzamt „rechnet nicht zu“, sondern übernimmt die elektronisch übermit-telten Daten vom Arbeitgeber bzw. dessen Insolvenzverwalter und die Daten der Agentur für Arbeit (Insolvenzgeld und Arbeitslosengeld 1).

Woher soll das Finanzamt wissen, dass diese Daten (im Einzelfall) falsch sind?

Da was man dem Finanzamt vorwerfen muss ist, dass es bei Differenzen zwischen dem elektronisch Gemeldeten und den Angaben des Steuerpflichtigen nicht beim Steuerpflichtigen nachfragt.

Es kann natürlich sein, dass der Steuerpflichtige (versehentlich) falschen Angaben gemacht hat oder etwas missverstanden hat,

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@Vermieterheini1
das Finanzamt „rechnet nicht zu“,

Doch. Denn Zurechnen (vgl. unzurechnungsfähig) hat nichts mit Rechnen zu tun, kann auch durch die unveränderte Übernahme der elektronisch übermittelten Daten erfolgen.

Woher soll das Finanzamt wissen, dass diese Daten (im Einzelfall) falsch sind?

Zum Beispiel daraus, dass niemand in einem Jahr für 12 Monate volles Gehalt und zusätzlich Insolvenzgeld bekommt. Spätestens hier müssten auch bei einem Computerprogramm die Alarmglocken schrillen.

Bei meiner Frage ging es aber gar nicht um irgendein Verschulden, sondern zu verstehen, was genau im Steuerbescheid nicht stimmt.

Da was man dem Finanzamt vorwerfen muss ist, dass es bei Differenzen [...] nicht beim Steuerpflichtigen nachfragt.

Wie wahr - warum muss der Steuerpflichtige diese Werte überhaupt in seine Steuererklärung eintragen, wenn das Finanzamt sie dann doch ignoriert?

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Hallo zweckoptimist,

deine Angabe „erhielt im Jahre 2010 …. Da ich gegen den Insolvenzverwalter … geklagt hatte, >>> KONNTE <<< ich meine Einkommensteuererklärung erst 2012 abgeben.“ ist wahrscheinlich nicht richtig.

Jede Einkommensteuererklärung umfasst immer ein Steuerjahr, das identisch mit dem Kalenderjahr ist. Anzugeben und zu versteuern sind immer alle Einnahmen und Ausgaben mit WERTSTELLUNG IN DIESEM Jahr auf deinem Konto!

Wenn deine Einkommensteuererklärung für 2010 über einen zugelassenen Steuerberater abgegeben wurde, dann hatte der bis 31.12.2011 Zeit, ansonsten hättest du deine Einkommensteuererklärung für 2010 bis Ende Mai 2011 abgeben müssen.

Wenn du im Jahr 2012 den Prozess gewonnen hast und dadurch dir rückwirkend Gehalt nachgezahlt wurde, so ist dieser Betrag wohl erst im Jahr 2012 auf deinem Konto wertgestellt worden. Dann gehört das in deine Einkommensteuererklärung für 2012.

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