Steuern und pauschbetrag ( Behinderung)?

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2 Antworten

Hallo Pancake05,

es gibt tatsächlich einen Pauschbetrag von 3.700, wenn man das Merkzeichen H eingetragen hat. Die Steuererklärung kann man grundsätzlich 4 Jahre rückwirkend erstellen, wenn man nicht zur Abgabe verpflichtet war.
Zumindest für das Jahr in dem du erstmals das Elterngeld erhalten hast, besteht sowieso eine Pflicht zur Abgabe einer Steuererklärung ( außer du hast das Elterngeld vom 1.1. an bezogen und sobst in dem Jahr kein Einkommen erzielt).

Schau dir einfach mal die Lohnsteuerbescheinigungen der letzten Jahre an. Entscheidend ist die Lohnsteuer, die einbehalten wurde, diese kann maximal erstattet werden ( zuzgl. Soli und ggf. KiSt).
In 2016 beträgt der Grundfreibetrag ( der quasi das Existenzminimum, das auf jeden Fall steuerfrei bleiben soll, widerspiegelt) bei 8.652 €. In den Vorjahren lag er jeweils leicht darunter (8.472 / 8.354 ..).

Durch den Behinderten-Pauschbetrag hättest du in 2016 mindestens ja. 13.352 ( 8.652 Grund-FB + 3.700 Behinderten-PB + 1.000 Werbungskosten-Pauschbetrag) steuerfrei verdienen können. Und darüber hinaus gibt es noch weitere ( z.T. automatisch berücksichtigte Frei- bzw. Abzugsbeträge). Eine Steuererklärung würde sich also wahrscheinlich lohnen, da du einen Großteil der Lohnsteuer erstattet bekommen würdest.

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Kommentar von Steuerbaer
21.11.2016, 23:04

zu deiner zweiten Frage. Für die Zeit, in der du jetzt Elterngeld beziehst, nützt dir der zusätzliche Pauschbetrag leider nichts. Man kann ihn nicht ansammeln und auf spätere Jahre verteilen.

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Wer hilflos ist, hat Anspruch auf Hilfe, auch bei der Berechnung der Freibeträge

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