Steuern und Krankenversicherung zahlen als Student - wer kann mir helfen?

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6 Antworten

1. Gehe ich recht in der Annahme, dass ich ab 4860 € pro Jahr den Krankenkassenbeitrag selbst zahlen muss

Nicht ganz!

Ab 450,- € im Monat, wenn es sich um eine angestellte Tätigkeit handelt. Diese Grenze darf allerdings zweimal im Jahr konsequenzlos übeschritten werden, wenn diese Überschreitung unvorhergesehen war und in anderen Monaten ausgeglichen wird, so dass am Jahresende 5.400,- € zu Buche stehen.

Bei nicht angestellten Tätigkeiten gilt 1/7 der Bezugsgröße = 405,- € p.M. Dies entspricht dann deinen besagten 4.860,- € im Jahr (§ 10 Abs. 2 SGB V).

und ab 8130 € pro Jahr Steuern zahlen muss?

Einkommensteuern fallen an, wenn das zu versteuernde Einkommen eines Ledigen 8.472,- € pro Jahr (2015) übersteigt.

Wie läuft das? Muss ich jetzt bei der Krankenkasse anrufen und dann die 70,xx € pro Monat für ein ganzes Jahr (2015) nachzahlen ?????!!!!!

Du hast Mitwirkungspflichten (§§ 60 - 66 SGB I), heißt du musst deiner Kasse unaufgefordert deine veränderten Einkommensverhältnisse darlegen, damit der Beitrag entsprechend berechnet werden kann. Als hauptberuflicher Student wäre dies für dich die KVdS. Versäumst du dies und die Kasse bekommt später davon Wind muss sie den Beitrag so festlegen als hättest du in Höhe der Beitragsbemessungsgrenze verdient (z.Zt. 4.125,- € p.M.). Es können 4 Jahre rückwirkend Beiträge nachgefordert werden.

Erhält mein Vater noch Kindergeld, wenn ich meine Krankenversicherung selbst bezahlen muss?

Kindergeld hat mit dem Einkommen nichts zu tun. So lange du hauptberuflicher Student unter 25 Jahren bist, erhält er Kindergeld.

4. Wenn ich definitiv nicht ÜBER diese 8130 bei Steuern komme, muss ich mich dann trotzdem irgendwie mit einer Einkommenssteuererklärung beim Finanzamt melden oder muss ich das erst machen, wenn ich drüber bin?

Wenn du Einkünfte

  • aus selbständiger Arbeit (§ 18 EStG)
  • aus Gewerbebetrieb (§ 15 EStG)
  • aus Land- und Forstwirtschaft (§ 13 EStG)
  • aus Vermietung und Verpachtung (§ 21 EStG)
  • aus Kapitalerträgen, sofern diese nicht einem Quellensteuerabzug unterliegen (§§ 20, 32d EStG)
  • oder sonstige Einkünfte (§ 22 EStG).

generiert hast, ist die Abgabe der Einkommensteuererklärung 2015 für dich verpflichend vorgeschrieben bis 31.05.2016. Da du dich auf die 405,- € pro Monat als Einkommensgrenze berufst, gehe ich davon aus, dass du entweder gewerblich oder freiberuflich tätig bist und daher auf jeden Fall eine Erklärung einreichen musst.

Was ist denn mit dem Fragebogen zur steuerlichen Erfassung geschehen? Aufgegessen?

Ein paar Fragen kann ich dir beantworten.

Wichtig ist, u.a., das du "hauptberuflich" Student bist d.h. nicht mehr wie 20 Wochenstd. arbeiten außer in den Semesterferien.

Anmeldung als Werkstudent.


Zur Krankenversicherung sollen lieber die Spezialisten schreiben.
Ich glaube, tätig werden musst du nur, d.h. in die studentische KV, wenn du nicht als Minijob arbeitest und über 395€ im Monat kommst. Ich meine es gilt dann ab dem Monat.(Das unter Vorbehalt).

Steuern: Ggf. werden Steuern per Lohnsteuer, monatlich, eingezogen. Das passiert aber erst so ab einen Brutto vom ca. 950€ bei LStkl. 1.
Dafür ist der Arbeitgeber zuständig.
Zahlst du Lohnsteuer und kommst  im Jahr nicht über 83xx bzw. genau genommen auch etwas mehr, solltest du eine Einkommenssteuererklärung machen und kannst u.U. gezahlte Lohnsteuer zurück bekommen. (Werbungskosten berücksichtigen).
Von einem Bruttoeinkommen kann noch so einiges (Werbungskosten, Sozialversicherungsabgaben) abgezogen werden und damit erhält man ein niedrigeres zu versteuerndes Einkommen.

Kindergeld wird für Kinder in Ausbildung bis zum Ende des 25.Lj. gezahlt. Einkommen bzw. KV-Beiträge sind nicht relevant sondern ggf. nur die Wochenarbeitszeit wenn bereits eine Ausbildung abgeschlossen wurde.


1. DEine Angaben sind wortreich, ungeordnet und lückenhaft.

2. Wenn Deine Nebeneinkünfte auch aus 450,- Eurojobs bestehen, ist das schon mal aussen vor.

3. Für die Beträge, von bis zu 800,- von denen Du schreibst sollte erstmal gesagt werden, ob Du als Arbeitnehmer angemeldet warst, oder ob Du Honorarrechnungen geschrieben hast.

4. Auch die Steuerlast ist eine Sache, die vom Status abhängt in dem Du arbeitest. Ist es ein 450,- Eurojob ist damit alles erledigt. Wärst Du Angestellter, geht es nach DEiner Steuerklasse. bis ca. 950,- im Monat gibt es keinen Lohnsteuerabzug. Aber, wenn Du Deine Immatrikulationsbescheinigung udn Krankenversicherungsnachweis vorlegst, auch nur Abzug für Rentenversicherung von 9,35 %.

5. Die Steuer ist sowieso kaum ein Problem, der Eingangssteuersatz ist gerade mal 14 %, also wenn Du statt 950,-, 1.050,- Euro hast, gerade mal 14,- Euro.

Hast du für diese Einnahmen ein Gewerbe angemeldet? Sobald einer deiner "Kunden" die Rechnung als Kosten aufführt, wirst du Post vom Finanzamt bekommen.

Woher soll das Finanzamt wissen, dass du nicht über 8130 € kommst. Selbstverständlich musst du eine Steuererklärung einreichen

Hallo,

besteht eine gesetzliche oder eine private Krakenversicherung über die Eltern?

Verdienst als Arbeitnehmer oder als Selbständiger/Honorarkraft/Freiberufler?

Gruß

RHW

Es besteht eine gesetzliche Krankenversicherung. Ich bin einmal eine Studentische Hilfskraft (während des Semesters) und einmal arbeite ich mit Honorarvertrag.

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@Deutschreak

Die kostenlose Familienversicherung über die Eltern endet, wenn die Einkünfte für voraussichtlich mehr als 3 Monate 405 Euro monatlich übersteigen. Nur wenn die Arbeitnehmertätigkeit nicht mehr als 450 Euro monatlich beträgt, gilt für beide Einkünfte zusammen die Grenze von 450 Euro monatlich.

Grundlage: § 10 SGB V

http://www.vdek.com/vertragspartner/mitgliedschaftsrecht_beitragsrecht/familienversicherung.html

Ob danach eine Einstufung als Student möglich ist, richtet sich nach dieser Quelle:

 

.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/3_Infos_fuer_Experten/02_arbeitgeber_steuerberater/01a_summa_summarum/04_rundschreiben/2004/2004_07_27_Anlagen.html?cms_resultsPerPage=5&cms_templateQueryString=rundschreiben+werkstudent

 

 

 

 

 

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Gelegenheitsjobs muss man langfristig abrechnen; bis € 450,-/Grenze.

Abgerechnet wird dann über den Steuerausgleich am Jahresende.

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