Steuern Aufwendung für Arbeitsmittel

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6 Antworten

Für die Eintragung des Freibetrages sind nicht zwingend Belege notwendig.

jedoch möchte ich nicht zwingend jeden Kaufbeleg von Büromaterialien / Fachliteratur aufheben um ggf. die 110€ nachzuweisen

Das würde ich dir aber unbedingt raten. Du musst ja durch die Eintragung der Freibeträge zwingend eine Steuererklärung abgeben, in der du natürlich mit Belegen nachweisen musst, dass die Höhe der Freibeträge berechtigt waren.

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Außerdem wird ein Notebook niemals zu 90% als Werbungskosten anerkannt. Das FA geht im Regelfall davon aus, dass die Nutzung eines PCs mindestens zu 50% privat ist. Man könnte höchstens versuchen zu argumentieren, dass für den Privatgebrauch ein anderer PC vorhanden ist.

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Kommentar von smackz
31.10.2012, 12:51

Privat steht ein extra Rechner zur Verfügung. Eigentlich wird das Notebook zu 100% geschäftlich bzw. fürs Studium genutzt. Die 90% sind meines Wissens ja nur dieser 'Grenzwert'

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Vielen Dank für die umfassenden und hilfreichen Antworten!

Ich denke ich bin auf der sicheren Seite, wenn ich die 110€ rauslasse und rückwirkend für 2013 dann in der richtigen Steuererklärung angebe.

Einen schönen Feiertag an alle!

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Man kann alles, man sollte sich nur nicht erwischen lassen.

Dass 110 € Aufwendungen für Arbeitsmittel grds. nicht beanstandet werden ist nicht gleichzusetzen mit einem Freibetrag! Auch wenn die Finanzämter bei der Höhe keine Belege anfordern, so ist ein Freibetrag gesetzlich hier nicht vorgesehen, da es bereits einen Arbeitnehmer-Pauschbetrag i.H.v. 1.000 € gibt.

Wenn du unter dem ArbN-Pb liegst, wird das Finanzamt nichts anfordern. Liegst du darüber, kann es sein, dass einzelne Beleg angefordert werden.

Die 110 € fälschlicherweise als Aufwendungen für Fachliteratur zu "tarnen" ist ein gängiges Mittel, aber deshalb noch lange nicht legal. Auch das kann schon als Steuerhinterziehung nach §370 AO verstanden werden! Natürlich wird bei einem solchen Betrag keiner auf die Idee kommen, das so zu sehen. Im Zweifel kann man immernoch behaupten es wäre Fachliteratur und man hätte nur die Belege schon weggeworfen. Im schlimmsten Fall streicht dir das Finanzamt dann die "Fachliteratur" raus.

Komisch, dass sich immer alle über die Steuerhinterzieher aufregen, aber geschätzte 99 % der Steuerpflichtigen (auch in kleinem Ausmaß) ebenfalls in ihrer ESt-Erklärung beschei*en.

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Kommentar von grisu11290
31.10.2012, 10:32

Grds. sollen die 110€ rausgestrichen werden, wenn neben diesen noch weitere Aufwendungen für Arbeitsmittel geltend gemacht werden. Du kannst es also versuchen und Glück haben, dass der Bearbeiter/die Bearbeiterin das übersieht oder der Aufwand zu groß ist, dafür Belege anzufordern.

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Hallo,

die 110 € sind eine Nichtbeanstandungsgrenze, es besteht kein Rechtsanspruch. Hier wird meist nicht nachgefragt oder vom FA pauschal gekürzt. Fachliteratur kann enthalten oder gesondert angegeben sein. Man soll angeben, was sich hinter der Summe verbirgt, damit nicht doppelt erfasst wird. In der Regel ist hier Büromaterial, Kalender, Stifte, Papier, Hüllen, Batterien, Glühlampen für die Schreibtischlampe und was man sonst noch so braucht und wofür man keine Rechnungen hat untergebracht. Jeder entnimmt doch für seine Arbeit etwas aus dem Haushalt, was er nicht separat berechnen kann. Von Steuerhinterziehung kann hier keine Rede sein, nicht mal von leichtfertiger Verkürzung.

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Hallo,

würd' ich auch so angeben, nur der Betrag vom Laptop stimmt nicht!

Also Laptop-AfA: 1099,12 € - 10% Privatnutzung = 989,21 € / 3 Jahre Nutzungsdauer ergibt Anteil pro Jahr von 329,74 € !

Was ist mit deinem Drucker???

Gruß siola

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Kommentar von siola55
31.10.2012, 11:12

Sorry,

da war ich wohl etwas zu voreilig: die private Nutzung deines Laptops ist völlig unbedeutend, wenn sie unter 10% der Gesamtnutzung liegt, d.h. es ist alles abzugsfähig und die Laptop-AfA damit 1099,12 € / 3 Jahre Nutzungsdauer = 366,37 € wie du bereits richtig angegeben hast!

Sorry nochmal und schönen Feiertag!

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