Steuern - wie hoch Kosten, wenn das Steueramt schätzt?

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4 Antworten

Du bringst da etwas durcheinander. Zwangsgelder werden festgesetzt, um z.B. die Abgabe einer Steuererklärung zu erzwingen. Wenn du die Erklärung dennoch nicht abgibst und das Finanzamt schätzt, wird neben der Steuer ein Verspätungszuschlag i.H.v. maximal 10% der Steuer festgesetzt (§ 152 AO). Da das Finanzamt außerdem beim Schätzen nicht nur manchmal einen ziemlich breiten Daumen hat, würde ich mich an deiner Stelle dazu durchringen, eine Erklärung abzugeben. Kleiner Hinweis noch: Die Hinnahme einer zu niedrigen Schätzung stellt eine Steuerhinterziehung dar.

Nightstick 03.12.2013, 22:42

So sehe ich das auch - die Zeit, diesen Thread zu initiieren, hätte der Fragesteller schon bei der Steuererklärung nutzen können.

Das FA schätzt immer zu seinen Gunsten. In der Regel bezahlt man dann ca. doppelt so viel als wenn man "ordentlich" erkklärt hätte...

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Frge, bei 4.000,- Euro umsatz ist es eigentlich ein kleinunternehmern bei dem die Umsatzsteuer nciht erhoben wird.

Hast Du Umsatzsteuer gesondert ausgewiesen?

wenn nein, kostet es 5 Minuten. Da würde ich nciht nachdenken.

Wenn ja 4.000,- und 760,- Euro Umsatzsteuer. die auch eingenommen wurde.

kostet auch 5 Minuten auszufüllen.

Bei Schätzung kommt es drauf an.

Schätzen die 3.000,- umsatz mit 570,- Euro Schulden und du akzeptierst es, machst Du Dich strafbar.

schätzen die 4.000,- und Du zahlst 760,- Euro alles ok.

Schätzen die 5.000,- umsatz und berechnen 950,- Euro, hats Du um Dir 5 Minuten Arbeit zu sparen 190,- Euro in den Sand gesetzt.

WÄhle.

Man sollte nicht in der AO stöbern, wenn man die Zusammenhänge nicht versteht.

Wenn Du keine Steuererklärung abgibst, dann werden Zwangsgelder zur Erzwingung der Abgabe festgesetzt. Am Anfang circa 100 Euro pro Erklärung. Wenn diese nicht bezahlt werden, dann werden diese beigetrieben.

Werden die Zwangsgelder beglichen oder bleibt die Beitreibung erfolglos, dann erfolgt zuerst eine Ankündigung der Schätzung. Dabei orientiert sich das Finanzamt meist an den elektronischen Daten und den Angaben im Betriebseröffnungsbogen. Daraufhin werden dann die Steuerbescheide erlassen.

Eine Strafgebühr gibt es nicht. Je nach Ansicht der zuständigen Bearbeiter wird eventuell noch eine Strafverfahren wegen Steuerhinterziehung durch Nichtabgabe eingeleitet.

PatrickLassan 03.12.2013, 19:31

Eine Strafgebühr gibt es nicht.

Dafür aber einen Verspätungszuschlag (§ 152 AO).

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wfwbinder 03.12.2013, 20:10

Zwangsgeld + Schätzung. bei dem Kleinkram müssen ihm ja 5-15 Minuten Arbeit sehr viel Wert sein.

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Meandor 04.12.2013, 06:13
@wfwbinder

Ja, in der Regel braucht er bald ein Steuerwörterbuch, denn das FA bringt einem neue Wörter bei:

  • Verwaltungsvollstreckungsverfahren
  • Kontenpfändung
  • Gewerbeuntersagung
  • Insolvenzantrag
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Es gibt Leute die können sich mit dem Finanzamt auf Kriegsfuß stellen. Das sind allerdings Leute die nicht nur die eigene Steuererklärung im Griff haben.

In Ausnahmefällen wird auch mal zu niedrig geschätzt, wer das akzeptiert kriegt ein Ermittlungsverfahren.

Eigentlich sind die Finanzämter dazu angehalten die Steuererklärungen sich geben zu lassen. Also ein Zwangsgeld kann auch nochmal und nochmal kommen. Natürlich steigend.

Schätzungen haben so zu erfolgen, was möglich wäre zu verdienen und dann ein Sicherheitszuschlag. Der kann allerdings kräftig ausfallen.

Kommen weitere Jahre ohne Erklärungen dann steigen die Schätzungen auch. Das ist nicht empfehlenswert!

Und wenn Du mal ein entgegenkommen brauchst, in einer Ermessenssache, dann zahlst Du noch mal mit der schlechteren Variante.

Sammel Deine Belege, packe die in eine Umschlag, guck in die Gelben Seiten. Gibt genug Steuerberater. Die brauchen jedes Mandat. Gibt da viele Einzelkämpfer. Gib dem doch das Geld und nicht dem Staat.

Beim Finanzamt freuen die sich doppelt und dreifach...

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