Steuern - gemeinsame Veranlagung oder nicht?

10 Antworten

Die gemeinsame Veranlagung ist fast immer günstiger, insbesondere in dem Fall, das beide sehr unterschiedlich verdienen. Bei 3/5 und Einzelveranlagung käme es zu deutlicher Nachzahlung.

Ein Beispiel, wo einzeln günstiger sein kann (bei Bekannten von mir vor 2 Jahren), wenn nur einer sehr hohe Gesundheitsausgaben (Zahnersatz oder Brille meist) hat, der andere nichts. Hier gibt es einen hohen Eigenanteil, der nicht absetzbar ist und prozentual vom Gesamtbrutto (bei Zusammenveranlagung) oder Einzelbrutto (bei Einzelveranlagung) ermittelt wird. Bei Einzelveranlagung fällt der dann deutlich geringer aus und man kann mehr absetzen.

Bei meinen Bekannten mit mehreren Tausend Euro Kosten war dies günstiger als die Differenz durch ihr unterschiedliches Einkommen.

Ein einfaches Steuerprogrmm (ab 5 Euro) oder auch der Steuerberater rechnet immer alle Varianten durch und ermittelt die günstigere Veranlagung. So auch bei meinen Bekannten. Es kommt immer auf den Einzelfall an.

Grundsätzlich ist die gemeinsame Veranlagung steuerlich vorteilhafter (Splittingtarif) - daher wird das als Regelfall beim Finanzamt angewendet.

In Einzelfällen können aber Einzelveranlagungen steuerlich günstiger sein - das müsste man aber individuell ausrechnen.

Du kannst z. B. Elster (das Programm des Finanzamtes) nehmen und einmal die Steuererklärung mit gemeinsamer und einmal mit getrennter Veranlagung berechnen lassen - dann siehst Du, was günstiger ist.

Die Steuerklasse bildet nur eine unterjährige Verteilung der Lohnsteuervorauszahlungen ab. Am Ende wird abgerechnet. Das heißt steuerklassenunabhängig zahlt ihr immer die selben Steuern. Mit Steuerklassen kannst du/ihr nur den Umfang der Vorauszahlungen verändern.

Die gemeinsame Veranlagung hat den Vorteil, dass ihr durch das Ehegattensplitting tatsächlich Steuern spart (bis zu einem gewissen Einkommen auch signifikant). Denn hier wird euer gemeinsames zu versteuerndes Einkommen durch zwei geteilt und jeweils die Hälfte auf jeden von euch verteilt. Bei progressiver Steuer bedeutet das, dass zwei mittlere Einkommen versteuert werden (Bsp. mit jeweils 25%) - anstatt ein sehr hohes mit 42% und ein sehr kleines mit 14%. Dazu kommen noch diverse Abzüge im Vorfeld wie den Grundfreibetrag etc.

Dieser Vorteil wäre bei getrennter Veranlagung nicht gegeben.

Einzelveranlagung.

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