Steuern - Fahrtenbuch - 1% Regelung - Freiberufler Werkennt sich aus?

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3 Antworten

Es handelt sich ertragsteuerrechtlich bei dem PKW um zwingendes Betriebsvermögen, da er zu mehr als 50% betrieblich genutzt wird. Ferner müssten wir die monatlichen Ausgaben kennen, um ungefähr abschätzen zu können, wie hoch ein (wahrscheinlicher) Spareffekt durch das Fahrtenbuch ausfallen würde.

Generell wird bei der 1%-Methode 1 Prozent vom Bruttolistenpreis pro Monat als Bemessungsgrundlage genommen. Bei einem Bruttolistenpreis von 17.500 wären 12% 2.100 €. Diese 2.100 (zzgl. Umsatzsteuer auf 80% des Wertes) erhöhen deinen Gewinn und wirken sich unter Maßgabe deines individuellen Steuersatzes steuererhöhend aus.

Beim Fahrtenbuch werden im ersten Schritt alle Kosten (aufgeteilt nach vorsteuerbehaftet bzw. nicht), die jährlich anfallen (Abschreibung, Reparaturen, Benzin, Kfz-Steuer, Versicherung ...) ermittelt. Dann wird anhand der Aufzeichnungen des Fahrtenbuches das Verhältnis der beruflichen und privaten Fahrten ermittelt. Der Anteil der Kosten, der auf die privaten Fahrten entfällt, muss dem Gewinn hinzugerechnet werden.

Bei 26.000 km beruflichen und 4.000 km privaten Fahrten wäre ca. 87 % der Fahrten betrieblich. Folgerichtig lohnt sich das Fahrtenbuch, wenn die Gesamtkosten 16.000 € oder geringer sind. (13 % von 16.000 = 2.080 und damit kleiner als die 2.100 bei der 1-% Methode)


Ich mache mich strafbar wenn ich versuchen würde einem Steuerberater Konkurrenz zu machen.

Aber soviel: ... was 12% vom Neupreis sind, kannst du ausrechnen,

Nur 4000km x 30cent gleich 1200 eur ... d.h. du versteuerst 1200 Euro, zahlst also 600 euro bei hohem Steuersatz für die Privatnutzung, egal was für ein Fahrzeug.

d..h. die 1% Regelung wäre günstiger wenn 12% weniger als 1200 euro sind, also wenn der Listenpreis des Fahrzeugs weniger als 10000 eur ist. 

Also jeder Gedanke nicht Fahrtenbuch zu führen ... Zeitverschwendung !!

Danke Jürgen das ist schon mal ein Anhaltspunkt --- bis jetzt hatte ich nur schwammige Auskünfte. -

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Du bist Freiberufler und hast keinen Steuerberater?

Na, dann man viel Spaß bei der Zusammenarbeit mit dem Finanzamt und bei einer möglichen steuerlichen Betriebsprüfung!

Ich danke für die Zuschrift und freue mich sehr über jede nützliche und hilfreiche Antwort.-

Natürlich freue ich mich auch über unterhaltsame Beiträge - dafür danke ich auch. -Die Frage war eigentlich: Wieviel es mich im Jahre mehr kostet - wenn ich von Fahrtenbuch auf 1% Regelung umsteige. -   1000,00E?---2000.00E% ect.

Wünsche einen guten Rutsch und danke für die Zeit, die Du mir geschenkt hast.

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