steuerl. Absetzbarkeit von Riesterbeiträgen

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7 Antworten

Die Riesterförderung ist in erster Lienie eine die über die Prämie geht (154,- für den Beitragszahler und Ehegatten, 185,- pro Kind). Nur bei Leute mit höheren Einkünften wird die Steuerkomponente durch die "Günstigerprüfung" zu einem Mehrergebnis zielen.

Wenn Du explizit nach einer Form der Vorsorge gefragt hast, die über die Steuer begünstigt ist, wäre es möglicherweise Falschberatung, denn das ist die Rüruprente.

Hallo,
Riester wird in erster Linie über Zulagen gefördert. Du kannst, wenn Du die steuerlichen Aspekte nutzen willst, dieses auch tun. Wie das in Zahlen aussieht kann der Steuerberater für Dich errechnen. Um steuerliche Aspekte bei Deinem Einkommen (ich habe mal schnell hochgerechnet)zu nutzen, ist Riester nicht die richtige Form. Nutzt Du schon die Möglichkeiten der betrieblichen Altersvorsorge, z.B. Direktversicherung. Die kann man so berechnen, dass Du Deinem Brutto Geld sparst und somit weniger Abgaben abgeführt werden (z.B. Steuerersparnis). Das Ergebnis kann dann so aussehen, dass Du monatlich Geld sparst aber netto genauso viel wie bisher hast. Such doch einen Versicherungsmakler auf, der arbeitet treuhänderisch in Deinem Sinne - der "vertickt" Dir nicht irgend einen Vertrag - der berät Dich und wählt einen geeigneten Vertrag aus.

Genau wie Miriwo schreibt, das Zauberwort ist die GÜNSTIGERPRÜFUNG. Durch Abgabe der Anlage Vorsorgeaufwand (Eintragung Riester auf der Rückseite) wird diese Günstigerprüfung durchgeführt.

Als Faustregel gilt, Leute die viel verdienen müssen erstens viel einzahlen um die volle Zulage zu erhalten und bekommen dann als Belohnung weil sie so viel einzahlen einen zusätzlichen Sonderausgabenabzug (aber dafür wird die gewährte Zulagen im EST-Bescheid zurückgefordert und verrechnet bzw. auf die festzusetzende ESt aufgeschlagen).

Ansonsten hat man eine üppige Riesterzulage und wenn diese höher ist als ein Sonderausgabenabzug nach § 10a (4) EStG, verbleibt es dabei.

Außerdem enthält der Bescheid einen Hinweis was in Deinem Fall das günstigere ist/war.

Leute die durchschnittlich bis wenig verdienen bzw. Familien mit vielen Kindern zb. welche nach 31.12.2007 werden ja mit 300 EUR/Kind gefördert. Das macht dann einen SA Abzug unwahrscheinlich.

Falsch! Über den Altersvorsorgebogen können die Riesterbeiträge abgesetzt werden.

In der Praxis läuft das über die sogenannte Günstigerprüfung.

z. B.: Förderung 524 € (2Kinder und 1 Erwachsener), Steuervorteile 500 €. Dann gibt es Nichts, da die Zulagen höher sind als die Steuererstattung.

Beispiel 2: Förderung 524 €, Steuervorteil 600 €, dann gibt es die Differenz als Erstattung.

PS: Auf jeden Fall angegebn. Das Finanzamt prüft dann schon!

Ich zahle doch aber jährlich 1200€ ein. Müsste dann nicht die Differenz wenigstens zählen?

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@melingo

Man bekommt ja nciht die Beiträge erstattet, sondern eben die Förderung auf die gezahlten Beiträge.

Dabei ist noch die Frage, ob die 1.200,- Beitrag 4 % des Vorjahreseinkommen sind. Nur dann gibt es die höchste Beiträge. Bei der Steuer zählen die gezahlten Beiträge allerindings immer in gezahlter höhe.

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@melingo

Du bekommst die 1200 € angerechnet, aber nicht 1200 € Erstattung. Sollte Dein Steuersatz mit 2 Kindern bei 30 % liegen, dann hast Du eben nur 360,00 € Steuervorteil. Damit ist die Förderung höher und es gibt Nichts! - eben Günstigerprüfung! Können 90 % der bankberater nicht erklären!

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Angeben kann man sie, aber steuerlich machen sie sich nur bemerkbar, wenn Du und Dein Mann beide einen abgeschlossen habt.

Komplett falsch! 6 setzen!

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@miriwo

Und wieso ging das bei mir das Jahr davor nicht?

Ich hatte einen Vertrag alleine, mein Mann nicht. Das Finanzamt sagte, dass wir beide einen benötigen. Da ich nur mittelbar berechtigt wäre und nicht unmittelbar wurde es nicht akzeptiert. Und das war die Aussage vom Finanzamt per Post und per Telefon. Haben die mich jetzt angelogen oder was?

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@Orchidee1

Das sind aber zwei ganz verschiedene Sachverhalte. Sofern Dein Mann der primär Riesterförderungsberechtigte ist, kannst Du in der Tat nur dann in den Genuss der Förderung bzw. der steuerlichen Anrechenbarkeit gelangen, wenn Dein Mann ebenfalls einen Riestervertrag abgeschlossen hat. Der Gesetzgeber hat seinerzeit festgelegt, dass auch die Ehepartner eines Riester-Berechtigten in den Genuss der Förderung gelangen können (sofern sie selbst mangels sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisses nicht direkt zum Kreis der Förderberechtigten zählen), aber eben nur dann, wenn auch der Berechtigte selbst einen solchen Vertrag abgeschlossen hat. Umgekehrt wäre aber der Vertrag Deines Mannes jederzeit förderfähig, ganz egal, ob Du einen Riestervertrag hast oder nicht.

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@FordPrefect

Mir hat man gesagt, dass es nur dann abzusetzen geht, wenn beide einen haben.

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@Orchidee1

FordPrefect hat recht.

Du hast vom Finanzamt die Antwort für Deine Fallkonstellation bekommen, das heißt aber nicht, dass das für alle gilt.

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geh zu einem steuerberater oder lohnsteuerhile. die kennen sich bestens aus damit

da fragste am besten nen steuerberater.

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