Steuerklassenwechsel wegen Elterngeld noch möglich/sinnvoll?

2 Antworten

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Anmerkung: Steuerklasse gibt es nur bei Lohn-/Gehaltsempfängern!

Rechtslage und Infos:

Seit 1.1.2013 gilt:

Spätestens sieben Monate, bevor die werdende Mutter ihren sechswöchigen Mutterschutz antritt, muss die werdende Mutter den Wechsel in die für das Elterngeld optimale Steuerklasse 3 beantragt haben.

Damit muss der Wechsel in die optimaler Steuerklasse spätestens kurz vor Schwangerschaftsbeginn erfolgt sein, denn der Wechsel der Steuerklasse wirkt erst im Folgemonat nach Antragsstellung. Ist als Termin für die Geburt des Kindes zum Beispiel der 25.1. berechnet, beginnt der Mutterschutz am 16.12. In diesem Fall muss der Antrag auf Wechsel der Steuerklasse spätestens bis zum 15.5. gestellt worden sein. Auf diese Weise wird der Steuerklasssenwechsel ab Juni wirksam.

Beantragt man den Wechsel der Steuerklasse nur ein paar Wochen zu spät, gibt es eine Möglichkeit, dennoch maximales Elterngeld zu bekommen. Voraussetzung ist auch hier dass man rechtzeitig * in die richtige Steuerklasse gewechselt hat! Hierzu muss die werdende Mutter beantragen, dass der Mutterschutzmonat bei der Berechnung miteingerechnet wird. In der Regel wird dieser nämlich aus der Berechnung ausgeschlossen, denn in dieser Zeit wird ja bereits kein volles Gehalt mehr gezahlt.

Wenn die Mutterschutzzeit in die Berechnung miteinbezogen wird, dann gewinnt man ein paar Wochen. * Vom Familienministerium wurde bestätigt, dass dieses Vorgehen absolut legal ist und gegen kein Gesetz verstößt.


Ab dem Zeitpunkt der Geburt wird das Elterngeld auf Antrag 12 Monate lang gezahlt. Wechseln sich beide Ehepartner mit der Betreuung des Kindes ab, verlängert sich das Elterngeld auf 14 Monate.

Die Höhe des Elterngeldes beträgt zwei Drittel des Nettoverdienstes der letzten 12 Monate vor der Geburt. Ist die Steuerklasse ungünstig, hat dies unter anderem zur Folge, dass erheblich weniger Nettogehalt gezahlt wird.

Aus diesem Grunde sollten alle Personen, die hier entsprechende Wahlmöglichkeiten haben, rechtzeitig handeln und noch vor der Zeugung die Steuerklasse optimieren.

Sobald die Zahlung des Elterngeldes beginnt, ist sollte man die Steuerklasse ein weiteres Mal wechseln. Nun sollte der Mann die Steuerklasse 3 wählen und diese Steuerklasse so lange beibehalten, wie seine Frau noch Elterngeld bezieht.

Wenn sich der Mann von vornherein dafür entscheidet, die Kinderbetreuung nach der Geburt zu übernehmen und damit auch das Elterngeld zu beziehen, gilt das oben Gesagte, das sich auf die Frau bezogen hat, sinngemäß für den Mann.

Sobald die Zahlung des Elterngeldes endet, sollten beide Ehepartner wieder die Steuerklasse wählen die ihren Zielen entspricht.

Siehe https://www.gutefrage.net/frage/welche-lohnsteuerklasse-ist-jetzt-am-sinnvollsten-?foundIn=answer-listing#answer141101181

Das dürfte zu spät sein. Seit 2013 muss der Steuerklassenwechsel mindestens 7 Monate vor Beginn des Mutterschutzes beantragt werden.

Es gibt auch die Möglichkeit, einen Monat auszuklammern und sich die Frist auf 6 Monate zu verkürzen. Jedoch wird auch das hier nit mehr reichen.

Gehen wir vom Geburtstermin 15. Juni aus und nehmen 6 Wochen Mutterschutz weg, sind wir Anfang Mai. Davon wieder 7 Monate zurück, sind wir Anfang Oktober. Das heisst, der Antrag auf den Lohnsteuerklassenwechsel hätte spätestens Anfang Oktober gestellt werden müssen.

Selbst mit der Ausklammerung hätte er spätestens Anfang November gestellt werden müssen.

Es tut mir sehr leid, aber hier kommt deine Kollegin zu spät.

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hallo Interesierter, vielen Dank für die schnelle Rückmeldung!

Gonzi

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