Steuerklassenwechsel für Elterngeld trotz höhrer Steuerlast wirklich sinnvoll?

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2 Antworten

Ihr habt dann sicherlich monatlich deutlich weniger Geld zur Verfügung. Das ist logisch. Bei einem Steuerausgleich spielen Steuerklassen aber generell keine Rolle mehr. Beide Einkommen werden addiert und durch 2 geteilt (grob gesprochen). Dadurch wird die tatsächlich zu zahlende Steuerbelastung ermittelt. Davon wird dann die Steuer abgezogen, die man bereits bezahlt hat. 

In eurem Fall hättest ihr dann viel mehr gezahlt als ihr tatsächlich zahlen müsst und damit bekommt man die Differenz wieder ausgezahlt. 

Am Ende (nach Steuerausgleich) hat man immer gleich viel Steuern entrichtet, egal ob man vorher 3/5, 4/4 oder 5/3 hatte. 

Für das Elterngeld hingegen zählt nur das höhere Netto, das deine Frau mit der Steuerklasse 3 erzielt hat monatlich. Daher bringt es was.

Ich kenne einige Paare, bei denen der Mann deutlich mehr verdient und für die 3/5 sinnvoll wäre, die aber lieber die 4/4 haben und am Jahresende dafür ein schönes Sümmchen rausbekommen als monatlich ein paar Euros mehr. 

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Natürlich habt ihr beim Steuerklassenwechsel monatlich weniger in der Tasche. Keiner behauptet das Gegenteil. Aber: Deine Frau bekommt dann später ein höheres Elterngeld als wenn sie in Steuerklasse 5 bliebe.

Bei Steuerveranlagung werden die einbehaltenen Steuern natürlich auf die festgesetzte Steuer angerechnet.

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dabo85 04.07.2016, 14:05

Dass wir bis zum Elterngeld weniger in der Tasche haben, leuchtet mir ein. Aber das während des Elterngeld-Bezugs mein "Verlust" durch höhere Steuerbelastung größer ist als ihr "Gewinn" durch höheres Elterngeld wäre doch sehr ungünstig...

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MenschMitPlan 04.07.2016, 14:22
@dabo85

Während des Elterngeldbezuges müsst ihr die Steuerklassen natürlich erneut wechseln.

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dabo85 04.07.2016, 15:22
@MenschMitPlan

D.h. wir müssten ausrechnen, ob die höhere Steuerlast bis zum Beginn der Elterngeldzahlung geringer ist, als die Erhöhung des Elterngelds im Falle des Steuerklassenwechsels?

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MenschMitPlan 04.07.2016, 16:07
@dabo85

Ihr müsstet eure Jahressteuer für die in Frage kommenden Jahre mal hochrechnen lassen. Lohnersatzleistungen (Mutterschaftsgeld, Elterngeld etc.) erhöhen ja den Steuersatz. Der Wechsel der Steuerklassen für eine Auswirkung auf das Elterngeld muss übrigens spätestens 7 Monate vor Geburt vollzogen sein, also eigentlich schon, wenn man für das Baby übt. ;-)

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