Steuerklasse 1 - wieso muss ich plötzlich 200 Euro nachzahlen?

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8 Antworten

Jetzt frage ich mich erst mal wie die 485,00 € sich errechnen

Das ist die Einkommensteuer, die sich aufgrund des im Steuerbescheid ermittelten zu versteuernden Einkommens ergibt.

 und wie die 321,00 € entstehen

Das sollte die vom Arbeitgeber einbehaltene Lohnsteuer sein, da ich nicht annehme, dass du Einkommensteuer-Vorauszahlungen geleistet hast.

Tipp: Geh mit deinem Bescheid zum Finanzamt. Falls dir dort niemand erklären will, wodurch sich die Nachzahlung ergibt, wende dich an einen Lohnsteuerhilfeverein, die sind etwas preiswerter als ein Steuerberater.

Ohne den Steuerbescheid kann man dazu nichts sagen...

Wenn Du nicht zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet bist hast, dann kann die Nachzahlung vermieden werden.

Wenn Du keine anderen Einkunftsarten außer Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit hattest, kannst Du die Steuererklärung im Einspruchsverfahren zurücknehmen (Einspruchsfrist beachten)

Die Nachforderung entfällt dann.

fbnbmnn 06.08.2015, 07:24

Aber jetzt habe ich ja schon einen Steuerbescheid bekommen. Dann kann ich dir doch nicht im einspruchsverfahren einfach zurücknehmen und kann somit vermeiden, dass ich etwas nachzahlen muss. Die wollen doch jetzt Geld von mir, da werden die das doch jetzt nicht einfach so akzeptieren oder?

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DerSchopenhauer 06.08.2015, 08:47
@fbnbmnn

Voraussetzung für einen Einspruch ist ja, daß der Steuerbescheid eingegangen ist - Du kannst innerhalb des Einspruchsverfahrens die Steuererklärung zurücknehmen - dann wird der Bescheid aufgehoben.

Es dürfen aber keine Tatbestände gegeben sein, die eine Pflichtabgabe möglichen machen würden - z. B.:

Freibeträge bei den Steuermerkmalen, Steuerklasse VI, Lohnersatzleistungen (ALG-I, Krankengeld etc.), keine anderen Einkünfte, die nicht dem Lohnsteuerabzug unterliegen etc.

Die Rücknahme muß das Finanzamt akzeptieren - eine anschließende Aufforderung zur Abgabe der Steuererklärung kann in einem solchen Fall nicht erfolgen:

"Besteht [...] das Einkommen ganz [...] aus Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit, von denen ein Steuerabzug vorgenommen worden ist, so ist eine Veranlagung nur durchzuführen, wenn die in § 46 Abs. 2 EStG genannten Tatbestände erfüllt sind; andernfalls besteht ein Veranlagungsverbot (vgl. Eisgruber, in: Kirchhof, EStG, 11. Aufl. 2012, § 46 Rn. 2; Heuermann, in: Blümich, EStG/KStG/GewStG, § 46 EStG Rn. 3 [Stand November 2012]" - BVerfG 1 BvR 924/12).

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Hallo Fabian,

Du schreibst sehr wirr - dies bin ich von einem Beamten nicht gewohnt.

Bei Beamten überweist dein Dienstherr deine Einkommensteuer direkt an die Finanzbehörde. Dies kannst du auf deinem Gehaltszettel nachschauen. Daher kann ich nicht nachvollziehen, wie du für das letzte Jahr auf die von dir genannten Zahlen kommst.

Gruß Apolon

ghostwalker29 13.08.2015, 12:46

Hallo Apolon,

du schreibst totalen Unsinn - dies bin ich von Versicherungsleuten gewohnt. Wieso bleibt ihr Versicherungstypen nicht bei euren Versicherungen, und lasst die Steuerfragen Fachleute klären.

Ich frage mich ja wirklich, mit was für einer erdachten Kompetenz hier manche Leute auf Fragen antworten. 

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Apolon 14.08.2015, 17:14
@ghostwalker29

Ghostwalker29,

zeige uns erst einmal, dass Du etwas vom Steuerrecht verstehst, bevor Du so wirre Texte von dir gibst.

Auf weiteren Kommentar verzichte ich, denn es lohnt sich nicht.

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ghostwalker29 17.08.2015, 20:07
@Apolon

Das habe ich nicht nötig. 

Die Tatsache allerdings, dass du Einkommensteuer und Lohnsteuer durcheinanderwirfst - und den Fragesteller damit in Verwirrung stürzt - zeigt mir, dass DU jedenfalls keinen Plan hast, wovon du redest. DAS ist, was mich aufregt.

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Dann habe ich gehört, dass man, wenn man ein mal eine Steuererklärung gemacht hat, immer eine machen muss.

Da hast du dich verhört, oder der Erzähler war ein Idiot.

Wieso zahlt man denn nicht von vornherein so viel wie man auch entrichten muss.

I.d.R. passt das auch. Eine Nachzahlung in Klasse I ist selten. Wie bist du krankenversichert?

PatrickLassan 05.08.2015, 19:30

Die Geschichte, dass man immer eine Steuererklärung abgeben muss, wenn man mal damit angefangen hat, eine abzugeben, ist anscheinend nicht auszurotten, sie taucht hier regelmäßig auf.

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fbnbmnn 05.08.2015, 21:38

Okay danke schon mal!

Ja das habe ich auch schon gelesen, dass es selten sein soll in Steuerklasse I. Wie kommt das denn dann zustande und wie kann ich selbst erkennen, ob das so alles seine Richtigkeit hat? Selbst gar nicht und nur beim Finanzamt oder Steuerberater/Lohnsteuerhilfeverein oder wie? :/

Ich bin privat krankenversichert.

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MsNefertari 06.08.2015, 07:46
@fbnbmnn

Dann schau mal auf deine Gehaltsabrechnung, welcher Betrag dort als "angerechneter stfreier Betrag" steht. Wenn der höher ist als deine tatsächlichen Aufwendungen für die PKV, ist auch klar, woher die NAchzahlung kommt. Es wurden mehr Aufwendungen berücksichtigt, als du wirklich hast und du bist nach §46 Abs. 2 Nr. 3 EStG zur Abgabe verpflichtet.

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Das liegt daran dass deine Besoldungstelle dir mehr Krankenversicherung berechnet als du tatsächlich bezahlt hast. Da diese Beiträge dein zve mindern ist tatsächlich zu wenig Lohnsteuer einbehalten worden. Das Problem haben die meisten Beamtenanwarter, insbesondere wenn nicht zusätzliche Werbungskosten geltend gemacht werden können.

Eine FREIWILLIGE Einkommensteuererklärung kann man "zurückziehen" wenn diese zu einem unerwünschten Ergebnis führt.

Ist man rechtlich zur Abgabe  einer Einkommensteuererklärung verpflichtet, so kann man diese natürlich NICHT zurückziehen.

Hallo,

der Dienstherr berücksichtiogt bei der Bezügeabrechnung pauschal 12% des Arbeitslohns für Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge (maximal 1900 Euro jährlich).

https://www.rzvk-saar.de/beamtenversorgung/volltext.php?id=290

Wenn die tatsächlichen Beiträge darunter liegen, kann es zu zu niedrigen Steuerzahlungen durch den Dienstherrn kommen. dann kommt es zu Steuernachforderungen.

Im Rahmen Ihrer Steuererklärung wird die Mindestvorsorgepauschale nicht berücksichtigt, sondern nur die tatsächlich gezahlten Beiträge.

Quelle: Nr. 10

.lbv.nrw.de/steuern/elster/lohnsteuerbesch_faq.php

Gruß

RHW

 

 

 

 

wenn die zahlen für 14 richtig sind sollten es nur 230€ lohnsteuer sein.

fbnbmnn 05.08.2015, 21:43

Was meinst du mit Zahlen für 14? Zeile 14? Die ist bei mir leer und die habe ich auch im Text nicht erwähnt.

Und wenn es aus irgendeinem Grund nur 230 € Lohnsteuer wären, dann müsste ich ja noch mehr nachzahlen, weil die Differenz zur festgesetzten Einkommenssteuer von 485,00 € dann ja größer wäre. Und das ist ja das, was die jetzt noch von mir haben wollen oder nicht?

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Kuestenflieger 06.08.2015, 16:10
@fbnbmnn

Nicht Zeile 14 sondern 2014 gemeint . Warum sind denn 485,- festgesetzt wenn nur 230,- anfallen ?. Daher sind die Angaben mangelhaft weil Vorjahres Daten fehlen die zur Vorauszahlung anfielen.

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